Atommüll-Alarm: Radioaktives Uran in Bonn – Fahrtrichtung Atommüll

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Atomtransport in Bonn. Foto: AntiAtomBonn

webheader_atomalarm_originalgroesseSeit vorgestern ist erneut ein Atomtransporte mit Uranerzkonzentrat auf der Schiene von Hamburg aus unterwegs durch Deutschland in Richtung Frankreich. Nachdem er gestern mit seiner radioaktiven Fracht zur Herstellung von Brennelementen für Atomkraftwerke von Hamburg aus u.a. Bremen, Osnabrück und Münster durchquerte, ging seine Reise heute über Köln und Bonn weiter. Die Bonner Anti-Atom-Gruppe hatte heute morgen die Durchfahrt in Bonn beobachtet und dazu eine Presseerklärung heraus gegeben. Die ist hiermit dokumentiert: „Dauergefährdung Atomtransporte

Erneut hat ein Güterzug mit atomarer Fracht das Stadtgebiet von Bonn überquert. Am frühen Morgen um 6.15h passierte der Zug mit 9 Containern Uranerzkonzentrat den Beueler Bahnhof. Das ist bereits der fünfte Urantransport innerhalb weniger Wochen, und zum wiederholten Male waren weder die Stadt Bonn noch die Bevölkerung informiert worden, so Herbert Hoting von der Initiative AntiAtomBonn. Erneut handelt es sich bei diesem Transport um Uranerzkonzentrat aus Kasachstan oder Usbekistan, das über St. Petersburg und den Hamburger Hafen zur Weiterverarbeitung in das südfranzösische Narbonne transportiert wird. Deutschland fungiert hierbei nur als Transitland, eine Belieferung der Urankonversionsanlage in Narbonne wäre aber auch über einen französischen Hafen möglich. Hoting fordert deshalb die rot-grüne Landesregierung auf, entsprechend ihrer Koalitionsvereinbarung aktiv zu werden, nach der „unnötige“ Atomtransporte verboten werden sollen.

In Frankreich wird das Uranerzkonzentrat (Yellow Cake) in das hochgiftige Uranhexafluorid umgewandelt, um es in dieser Form zur Urananreicherungsanlage nach Gronau bei Münster zu transportieren. Auch diese Transporte finden ohne vorherige Information der Bevölkerung oder der örtlichen Katastrophenschutz-behörden statt und werden auch nicht von Sicherheitskräften begleitet.

Ein Unfall mit diesen Substanzen in einer dicht besiedelten Region wie Bonn hätte verheerende Folgen für die Anwohner, so Hoting weiter. Das betrifft insbesondere sensible Einrichtungen wie Altenheime und Kindergärten, die umgehend evakuiert werden müssten. AntiAtomBonn kündigt an, erneut einen entsprechenden Antrag vorzubereiten, mit dem der Rat der Stadt Bonn aufgefordert wird, sich gegen Atomtransporte auszusprechen und vorherige Informationen darüber einzufordern.“

Vgl. Artikel ZEIT ONLINE vom 28. Mai 2014
http://www.zeit.de/hamburg/aktuell/2014-05/28/atom-zahl-der-sicherheitsmaengel-bei-atomtransporten-gestiegen-28114003/komplettansicht

Herbert Hoting, AntiAtomBonn, herbert.hoting@posteo.de

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