Radioaktivität unterwegs: 366 geheime Atomtransporte in NRW in 2014

WarnhinweisDie Rheinische Post berichtet: „Im Jahresdurchschnitt fuhr 2014 täglich ein geheimer Atomtransport durch NRW. Das ergibt sich aus noch unveröffentlichten Antworten des Wirtschafts- und des Arbeitsministeriums in Nordrhein-Westfalen auf Anfragen der Piratenpartei.“ Und schreibt weiter: „Demnach verzeichneten die Behörden im vergangenen Jahr 366 Atomtransporte in NRW, wovon mehr als die Hälfte (189) von der oder zur Uran-Anreicherungsanlage in Gronau führten. Dort wird das extrem giftige Uranhexafluorid für Atomkraftwerke angereichert.“

Die Piratenpartei in NRW bzw. die Landtagsfraktion berichtet hier über die Ergebnisse ihrer Anfrage. Dort heißt es in der Einleitung: „Durchführung und Kontrolle von Atomtransporten in NRW sind intransparent und schwer durchschaubar. Die Landesregierung hat keinen Überblick und verschafft ihn sich im Nachhinein, wenn unsere Kleinen Anfragen das nötig machen. Das geht aus den Antworten auf unsere Kleinen Anfragen Nr. 3142, 3143 und 3144 hervor. Wir Piraten in Nordrhein-Westfalen halten unsere Forderung nach Einführung eines Gefahrgut-Informationssystems (GIS) aufrecht, wie es in anderen Bundesländern bereits existiert. Das soll ausdrücklich auch für alle Transporte radioaktiven Materials eingerichtet werden, unbedingt mit Zugriff für die örtlichen Rettungsdienste, damit diese im Ernstfall unverzüglich die notwendigen Maßnahmen ergreifen können.“

Die RP schreibt weiter: „73 Transporte entfielen auf die Konditionierungsanlage in Duisburg, wo radioaktiver Müll vorbehandelt wird. Das Zwischenlager in Ahaus war Ziel oder Start von zehn Transporten, weitere 94 Atomtransporte haben NRW durchquert.“

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