„Verweigerte Diskussion“: Axel Schildt über die „Rettung Hamburgs in letzter Minute – Zur Wiederauflage hanseatischer Legenden über NS-Herrschaft und Kriegsende“

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„Geschönte Geschichte“ im Auftrag der Handelskammer Hamburg: Autor Uwe Bahnsen. Foto: Screenshot

Im letzten Jahr sorgte eine Buchveröffentlichung der Handelskammer Hamburg über ihre Rolle im Nationalsozialismus für Aufsehen. Als „geschönte Geschichte“ wurde das von Uwe Bahnsen im Auftrag geschriebene Werk kritisiert. Der später auf Initiative der Reformer „Die Kammer sind Wir“ im Plenum der Handelskammer veröffentlichte Werkvertrag zwischen HK und Bahnsen machte deutlich, dass der Autor den Auftrag hatte, ein möglichst positives Bild der Handelskammer vor allem am Ende des Faschismus zu malen. In ihrem Jahresband 2015 hat die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) jetzt einen Aufsatz von Prof. Dr. Axel Schildt veröffentlicht, der sich intensiv mit diesem Werk und der folgenden Befassung auseinandersetzt, u.a. auch mit einer der Handelskammer-Selbstdarstellung weitgehend unkritisch folgenden NDR-„Dokumentation“.