Deine verstrahlte Zukunft – und was man über Atommüll wissen sollte

Das Thema macht nicht wirklich Spaß – aber es wird für viele Jahrtausende als Konstante für alle menschlichen Aktivitäten zu beachten sein: Das strahlende Atommüllerbe einer unverantwortlichen Energiepolitik für Großmachtinteressen und große Geschäfte. Allein in der Bundesrepublik liegt das strahlende Material an über 50 Standorten rum, 16 vermeintliche Zwischenlager mit hoch radioaktiven Abfällen gibt es und noch mehr Orte, an denen so genannte leicht- und mittelradioaktive Abfälle liegen. Offen bleibt, ob es je ein unterirdisches Dauerlager für diese gefährlichen Hinterlassenschaften geben wird, ob es zwei, drei oder viele solcher Standorte geben wird. Weltweit ist das Problem nicht gelöst und kann vielleicht auch nie gelöst werden. Dennoch: Es gilt, für die nachfolgenden Generationen das Wissen der Atomkritik zu erhalten und weiter zu vermitteln, welches die Anti-Atom-Bewegung über Jahrzehnte ihres erfolgreichen Protests gegen den Atomwahnsinn angesammelt hat. Der Atommüllreport und die BUND-Jugend bieten daher erneut Jugendworkshops an. Dass das trotz des Themas auch Spaß macht, zeigt vielleicht dieses Video auf Youtube!

Jugendworkshops im Februar und März zu Atommüll
Im Februar und März finden im Rahmen des Projektes „Jugend trifft Erfahrung“ wieder Workshops statt. Veranstalter sind der Atommüllreport und die BUNDjugend.

2.-3. Februar Berlin „Atommüll – wer suchet der findet?“: 2018/2019 sollen im Rahmen des Standortauswahlverfahrens mögliche Regionen benannt werden. Schon heute wird dabei auch ganz besonders auf die junge Generation geblickt. Schließlich wird sie sich in den nächsten Jahrzehnten mit den Problemen des Atommülls auseinandersetzen müssen – ob sie will oder nicht. Auf dem Workshop soll eine eigene Perspektive mit eigenen Kriterien und Forderungen an eine Beteiligung junger Menschen entwickelt werden. Infos und Anmeldung: https://www.bundjugend.de/termin/workshop-atommuelllager-wer-suchet-der-findet/

Beim Atommüllreport heißt es zu diesem Workshop: Noch immer sind acht Atomkraftwerke in Deutschland am Netz, noch immer fällt hochradioaktiver Müll an. Dieser wird zumeist direkt an den Kraftwerken in Zwischenlagern geparkt. Bisher gibt es kein Konzept, wie und wo der Atommüll sicher gelagert werden kann. Nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen um den Standort Gorleben wurde nun ein neues Auswahlverfahren gestartet. 2018/2019 soll ein wichtiger Schritt passieren: Es sollen mögliche geeignete Regionen benannt werden.

Schon heute wird dabei auch ganz besonders auf die junge Generation geblickt. Schließlich wird sie sich in den nächsten Jahrzehnten mit den Problemen des Atommülls auseinandersetzen müssen – ob sie will oder nicht. Auf die junge Generation wird daher mit der Umsetzung des Standortauswahlverfahrensgesetzes in 2018/2019 die Frage zukommen, wie sie sich hier einbringen und welche Rolle sie hier spielen will.

Daher wollen wir uns auf dem Workshop gemeinsam mit Expert*innen in die Rahmenbedingungen für die Atommüllendlagersuche einfinden und eine eigene Perspektive mit eigenen Kriterien und Forderungen an eine Beteiligung junger Menschen hierbei entwickeln.

Du bist unter 28 und möchtest mitmachen? Dann melde Dich am besten sofort an. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Du musst kein Vorwissen zum Thema mitbringen.

Datum:    2.-3.2.2018
Ort:          BUND-Bundesgeschäftsstelle
Adresse: Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin

Anmeldung über das Formular auf der Seite der BUNDjugend.

 

9.-11. März Karlsruhe „Atommüll – was geht mich das an?“: Überall in Deutschland lagert Atommüll. Und wie dieser über hunderttausende von Jahren sicher gelagert werden kann, weiß bisher niemand. Auf dem Workshop gibt es Informationen über Atommüll und den damit verbundenen Gefahren, wird Bildungsmaterial zum Thema gesichtet und ausprobiert und es gibt Gelegenheit zu Gesprächen mit Aktivisti*innen der Anti-Atom-Szene. Infos und Anmeldung: https://www.bundjugend.de/termin/workshop-atommuell/

Über diesen Workshop ist beim Atommüllreport außerdem zu lesen:

Ende 2022 soll das letzte Atomkraftwerk in Deutschland abgeschaltet werden, doch die Probleme sind damit noch lange nicht vorbei. Überall in Deutschland lagert Atommüll. Und wie dieser über hunderttausende von Jahren sicher gelagert werden kann, weiß bisher niemand.

Du möchtest mehr über Atommüll und den damit verbundenen Gefahren wissen?

Am Freitagmittag starten wir mit einer Exkursion zum staatlichen Forschungszentrum in Karlsruhe. Dort können wir uns anschauen, wie aktuell Atomanlagen zurückgebaut werden und wie mit den radioaktiven Abfällen umgegangen wird. Anschließend erfahren wir mehr über Entstehung, Eigenschaften und Gefahren radioaktiver Abfälle sowie über die Endlagerprojekte in Deutschland.

Du findest, dass schon in der Schule über Atommüll informiert werden sollte?

Atommülllagerung ist ein Zukunftsthema. Deshalb sind wir dabei, Material für den Unterricht und auch für außerschulische Bildung zu erstellen. Dafür können wir Deine Unterstützung gut gebrauchen, denn wie Jugendliche für dieses Thema am besten interessiert werden, wie das kreative Unterrichtsmaterial aussehen soll und was spannend ist, möchten wir durch gemeinsames Ausprobieren diskutieren und herausfinden.

Du möchtest mit Aktivisti*innen der Anti-Atom-Szene ins Gespräch kommen?

Außerdem laden wir junge Aktivist*innen der Antiatomszene ein, mit denen wir darüber ins Gespräch kommen wollen, warum und wie sie sich engagieren, welche Erfahrungen sie machen und wie man selber online und offline tätig werden kann.

Du bist unter 28 und möchtest mitmachen? Dann melde Dich am besten sofort an. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Du musst kein Vorwissen zum Thema mitbringen.

Datum:    9.-11.3.2018
Ort:          Jugendherberge Karlsruhe
Adresse: Moltkestraße 24, 76133 Karlsruhe

Anmeldung über das Formular auf der Seite der BUNDjugend.

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