Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.
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Illegale Giftmüll-Ablagerungen von ca. 3.995 To in bayerischer Gemeinde Neuendettelsau, Landkreis Ansbach / BBU erstattet Strafanzeige

An die
Staatsanwaltschaft
Ansbach

per Fax 0981 / 58265

Bonn, Neuendettelsau, Ansbach, den 09.07.2002

Strafanzeige !

Illegale Giftmüll-Ablagerungen von ca. 3995 To in bayerischer Gemeinde Neuendettelsau, Landkreis Ansbach

Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,

Unter Bezug auf Medien-Meldungen, insbesondere des Spiegel-Artikels "COCKTAIL aus CHEMIE" vom 24.06.02 S. 78, erstatten wir hiermit Strafanzeige gegen – den Hauptverantwortlichen "Landwirt Peter K." wegen illegaler Giftmüll-Ablagerungen von ca. 3995 To auf landwirtschaftlichen Flächen in Neuendettelsau speziell wegen gefährlicher Umwelt-Gefährdung des Bodens, des Grundwassers und Urkundenfälschung.

Ausdrücklich beantragen wir hiermit auch staatsanwaltliche Ermittlungen wegen des Verdachts auf Mitverantwortung/ Verursachung beim Gesamtkomplex gegen folgende Personen, Institutionen bzw. Behörden:

  1. Dem Landratsamt Ansbach als Genehmigungs- bzw. Aufsichtsbehörde für die "angebliche" Bio-Gasanlage !
  2. Dem Landesamt für Umweltschutz Augsburg als Fachbehörde
  3. Einem Inspektor - der aufgrund einer Anzeige einer Nachbarin – "wegen K.´s stinkender Giftküche" abwiegelte und nur "dorftypischen Güllegeruch" feststellte. ( s. Der Spiegel )

Da auch dieser Super-Skandalfall, den der bayerische Umweltminister Schnappauf als "Riesen-Sauerei" bezeichnete, auch die Glaubwürdigkeit, die Qualifikation und die Gesetzes-Treue der genannten Haupt-/ Mitverantwortlichen in Frage stellt, und der angerichtete Umweltschaden bzw. die Sanierungskosten einen Betrag von mehreren Millionen Euro zu Lasten des Steuerzahlers verursachen wird, hoffen wir auf eine besonders umfangreiche und detaillierte Untersuchungs- und ggf. Strafverfolgung bzw. Anklage.

Bitte informieren Sie uns baldmöglichst über Ihre Ermittlungsergebnisse bzw. Maßnahmen und Mitteilung des Aktenzeichens.

Mit freundlichen Grüßen

Eduard Bernhard, Vorstandsmitglied BBU e.V.

Anlage: Der SPIEGEL v. 24.06.02, S. 78 u. 80