Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.
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BBU und Gronauer Organisationen erheben Einsprüche gegen den Ausbau der niederländischen Urananreicherungsanlage

(Gronau/Almelo, 21.11.02): Das niederländische Umweltministerium hat jetzt vom Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau eine Sendung mit 101 Einsprüchen gegen den Ausbau der Urananreicherungsanlage (UAA) in Almelo erhalten. Neben Privatpersonen hat auch der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e.V. den Sammeleinspruch unterzeichnet. In Gronau, dem Standpunkt der deutschen Urananreicherungsanlage, haben sich der Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG) e.V., der Ortsverband der Gronauer Bündnis-Grünen und der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau gegen die Urananreicherungsanlage Almelo und deren Ausbau ausgesprochen. Die UAA Almelo befindet sich 30 Km westlich von Gronau.

Die Gronauer Nachrichten hatten am 8. November berichtet, daß ein vorläufiger Genehmigungsbescheid zum Ausbau der UAA Almelo erteilt worden war; berichtet wurde, dass bis zum 20. November Einwendungen erhoben werden können. In dem vom AKU Gronau verfaßten Sammeleinspruch wird kritisiert, daß es in der Bundesrepublik Deutschland scheinbar keine amtliche Bekanntmachung über den vorläufigen Genehmigungsbescheid zur Kapazitätserhöhung der Urananreicherungsanlage (UAA) in Almelo gegeben hat. In dem Sammeleinspruch wird beantragt, "unverzüglich über meine / unsere konkreten Einspruchsmöglichkeiten informiert zu werden.

Ich / wir lehne/n jegliche Nutzung der Atomenergie ab. Daher lehnen wir auch den Wieterbetrieb der UAA Almelo und den geplanten Ausbau generell ab. Eine Katastrophe in der Urananreicherungsanlage Almelo oder beim Urantransport hätte auch Auswirkungen auf meine Gesundheit, auf mein Leben. Mein Recht auf körperliche Unversehrtheit ist gefährdet.

Ich behalte mir vor, meinen Einspruch (ggf. durch Sachbestände) näher zu erläutern und zu ergänzen und beantrage kostenlos über den Stand des Verfahrens informiert zu werden. Keine Urananreicherung in Almelo – und auch nicht anderswo!"

Informationen über den weiteren Verlauf des Genehmigungsverfahrens und über grenzüberschreitende Anti-Atom-Aktivitäten sind beim Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau unter Tel.: 02562 / 23125 erhältlich.