Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.
Prinz-Albert-Str. 73, 53113 Bonn,
Fon 0228-21 40 32, Fax 0228-21 40 33
BBU

 

 

Übersicht

AKW Biblis - Betreiber RWE hat zum wiederholten Mal mangelnde Zuverlässigkeit und Fachkunde unter Beweis gestellt / BBU und BUND Hessen fordern Entzug der Betriebsgenehmigung für das AKW Biblis Block A und unverzügliche Abschaltung von Block B

Nach der heute bekannt gewordenen Information des Hessischen Umweltministeriums, wonach das AKW Biblis A im Bereich der Sumpfsiebe für das Notkühlsystem nicht den Genehmigungsvorschriften entspricht, fordern der hessische Landesverband des BUND und der BBU den sofortigen und endgültigen Entzug der Betriebsgenehmigung für das AKW Biblis.

BUND-Geschäftsführer Michael Rothkegel: "Zum wiederholten Mal muss die Öffentlichkeit zur Kenntnis nehmen, dass der Betreiber des AKW Biblis, RWE, die nach Atomgesetz zum Betrieb eines Atomkraftwerkes zwingend erforderliche Zuverlässigkeit nicht besitzt. Schon bei der Inbetriebnahme 1975 entsprach Block A des AKW Biblis nicht der Betriebsgenehmigung. Wie viele Skandalfälle braucht es noch, bis das Gefahrenpotential für Leben und Gesundheit von Millionen Menschen im Rhein-Main-Gebiet endlich beseitigt wird?"

BBU und BUND fordern darüber hinaus die sofortige Abschaltung von Block B.

BBU-Sprecher Eduard Bernhard: "Solange ungeklärt ist, ob auch das AKW Biblis B möglicherweise nicht den Vorschriften der Betriebsgenehmigung entspricht, ist ein Weiterbetrieb nicht zu verantworten. Sicherheitsinteressen der Bevölkerung müssen absoluten Vorrang vor den Wirtschaftsinteressen des Betreibers haben, zumal RWE sich die derzeitige Situation selbst zuzuschreiben hat."

Die heutige Kritik des Umweltexperten der CDU-Fraktion im Landtag, Dr. Walter Arnold, an der "Informationspolitik des Betreibers RWE" geht nach Ansicht der Umweltverbände BUND und BBU eindeutig an der Problemlage vorbei.

Michael Rothkegel: "Hier ist nicht falsch oder zu spät informiert worden, hier hat der Betreiber gegen Auflagen verstoßen. Nicht akzeptabel wäre es, wenn eine nachträgliche "Heilung" durch ein erneutes Genehmigungsverfahren die einzige Konsequenz bleibt."

Für den BBU e.V.
Eduard Bernhard, Vorstandsmitglied

Für den BUND Hessen e.V.
Michael Rothkegel, Geschäftsführer