Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.
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BBU

 

 

Übersicht

BBU erhebt schärfsten Protest und fordert parlamentarischen Untersuchungssausschuss zum Komplex "Energieriese E.ON Düsseldorf" 

  • Geplanter E.ON-Kauf der spanischen Energiefirma Endesa
  • E.ON-Preispolitik bei Strom und Gas in Deutschland
  • Verwicklungen ehemaliger Regierungsbeamter bzw. Politiker in E.ON-Konzern (s. ZDF-Sendung "Frontal" am Dienstag 21.02.06, 21:00 Uhr "Endesa-Kauf durch E.ON - E.ON verwickelte deutsche Politiker und Beamte")

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. in Bonn erhebt schärfsten Protest gegen die unangemessenen Preiserhöhungen der letzten Zeit für Gas und Strom und erst recht gegen den geplanten E.ON-Kauf (Erwerb des größten spanischen Energieerzeugers Endesa zum Preis von ca. 26 bzw. 46 Milliarden Euro bei Übernahme der Verpflichtungen).

Wie es wirklich um die E.ON-Ertragslage steht, zeigt die Tatsache, dass plötzlich zig Milliarden Euro vorhanden sind, wenn es um den Endesa-Kauf geht, um zu größten Energielieferanten der Welt werden zu können (s. Medienmeldungen).

Dass es im E.ON-Konzern überhaupt zu der heutigen Situation kommen konnte, ist nach verschiedenen Meldungen höchst wahrscheinlich auf die zuarbeitende Schar von höchsten Regierungsbeamten bzw. Bundespolitikern zurück zu führen. Dies vermittelte zumindest die oben genannte ZDF-Sendung.

Mit Namensnennungen u.a. Exstaatssekretär Tacke (BMWI), Ex-Wirtschaftsminister Müller, SPD-Politiker Clement und Ex-Bundeskanzler Schröder, die jetzt einträgliche Posten im E.ON-Konzern innehaben.

Der BBU fordert deshalb, durch einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss nicht nur das Preisgebaren des E.ON-Konzerns (inklusive deren Töchter), sondern auch das Verhalten der betroffenen Beamten und Politiker in der Vergangenheit und der Gegenwart zu überprüfen, die Ergebnisse schnellstmöglich mitzuteilen und auch offen zu legen und wer welche Gehälter sowie Pensionen, Abfindungen usw. erhielten bzw. noch erhalten.

BBU, Bonn, Eduard Bernhard, Energiepolitischer Sprecher