Schnellere AKW-Abschaltung, um Leitungen für Erneuerbare Energien freizumachen

Um die Erneuerbaren Energien weiter voran zu bringen, muss der Atomausstieg forciert werden. Das haben heute .ausgestrahlt, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bundesverband Windenergie (BWE) und das Umweltinstitut München mit ihrem offenen Brief an die Partei- und Fraktionsspitzen von CDU, CSU und SPD gefordert. Das Thema Atomenergie ist bislang in den Sondierungen zwischen den drei Parteien in keiner Weise angesprochen worden. Das muss sich jetzt ändern. Denn immer noch bieten sieben in Betrieb befindliche Atomkraftwerke das Potential für den Super-GAU und tagtäglich entsteht zusätzlich Atommüll, dessen dauerhaft sichere Lagerung bis heute ungelöst ist. Das absurde: Während Windenergieanlagen wegen angeblicher Netzengpässe vor allem in Norddeutschland immer wieder abgeregelt werden, laufen die AKW nahezu ungedrosselt weiter. Ihr Atomstrom verstopft die Leitungen, die der Windstrom nutzen könnte, heißt es in dem Brief. Der Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (Die Linke) hat zu diesem Thema vor wenigen Tagen eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet. (Foto: AKW Emsland, Lingen)

Mit dem Brief soll vor allem Druck gemacht werden, um die Verhandler von SPD und CDU/CSU auf die Handlungsnotwendigkeiten beim Atomausstieg und die Möglichkeiten für den Klimaschutz aufmerksam zu machen. Der Brief fokussiert daher auf die noch in Betrieb befindlichen AKWs, deren Zerstörungspotential im Falle eines schweren Unfalls die größten Umwelt-Auswirkungen hätte. Weitere Forderungen, wie zum Beispiel die Stilllegung der bislang komplett vom Atomausstieg ausgesparten Uranfabriken in Gronau und Lingen, werden in dem Brief zunächst nicht genannt.

Dokumentation der PM (beim BUND): Verbände fordern schnellere AKW-Abschaltung, um Leitungen für erneuerbare Energien freizumachen

Der offene Brief ist auch hier als PDF.

26. Januar 2018 | Atomkraft, Bundestagswahl, Energiewende

Berlin: Anlässlich der heute beginnenden Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD fordern Umwelt- und Energieverbände eine Vereinbarung im Koalitionsvertrag darüber, Atomkraftwerke schneller vom Netz zu nehmen. Die Initiatoren des Briefes, die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bundesverband Windenergie (BWE) und das Umweltinstitut München, weisen in einem gemeinsamen Offenen Brief an die Parteivorsitzenden von SPD, CDU und CSU darauf hin, dass das Sondierungspapier keine Aussagen zur Atomkraft enthalte, obwohl die sieben noch laufenden Atomkraftwerke ein ständiges Sicherheitsrisiko bedeuteten und tagtäglich zusätzlichen unnötigen Atommüll produzierten.

Das Weiterlaufenlassen der Atomkraftwerke sei ein erhebliches Hindernis für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Windenergieanlagen würden wegen angeblicher Netzengpässe immer wieder abgeregelt, während die AKW gleichzeitig nahezu ungedrosselt weiterliefen, kritisieren die Verbände. Um den für den Klimaschutz zentralen Ausbau kostengünstiger erneuerbarer Energien zu ermöglichen, sollten die Atomkraftwerke schneller vom Netz genommen werden.

Die Unterzeichner des Briefes fordern von der neuen Bundesregierung, das Risiko der Atomkraft schnellstmöglich zu beenden. Die bis Sommer 2018 anstehende Überarbeitung des Atomgesetzes müsse genutzt werden, um die Übertragung weiterer Strommengen auf die noch laufenden AKW zu verhindern.

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