Da macht einer dann doch vor allem eine Art persönliche Abrechnung. Mit einer Friedensbewegung aus den 1980er Jahren und der späteren Außen- und Sicherheitspolitik von rot-grünen bis zu den Merkel-Regierungen. Aber es geht auch um die Rolle von Deutschen, die an der Entdeckung der Kernspaltung, der Entwicklung und Verbreitung von Atomwaffen und Reaktoren beteiligt waren und mittendrin in der Ost-West-Konfrontation seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. „Die Deutschen und die Atombombe“, ein mindestens ambivalentes Buch von Joachim Krause, Politikwissenschaftler und emeritierter Professor für Internationale Politik am Institut für Sozialwissenschaften der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Viele Standpunkte und Einordnungen muss man nicht teilen, sondern deutlich widersprechen. Aber Ausführungen zu historischen Dingen in Sachen Atomenergie, Waffen und Reaktoren und deutscher Beteiligung einer weiterhin latenten „Kernwaffenmacht“ sind vermutlich informativ. „Deutsche und die Atombombe – Geschichte bis Gegenwart“ weiterlesen