Insgesamt 25 Komunen sind von der Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle in der Bundesrepublik betroffen. Die meisten dieser Kommunen hatten mit dem Betrieb der inzwischen aus Sicherheitsgründen stillgelegten Atomkraftwerke über die Gewerbesteuer hohe Steuereinnahmen und weitere Zuschüsse durch die Atomkonzerne. Die Zwischenlagerung aller Arten von Atommüll könnte vor Ort noch Jahrzehnte dauern. Keine neue Erkenntnis eigentlich. Anti-Atom-Initiativen hatten immer wieder gewarnt, dass die oberirdische Zwischenlagerung noch Jahrzehnte dauern kann und auf die gravierenden Sicherheitsmängel hingewiesen. Warnungen, die nur im Ausnahmefall vor Ort in der Kommune gehör fanden. Nun aber betonen die in ASKETA zusammengeschlossenen Kommunen seit einigen Jahren, dass sie „Verantwortung“ hätten und große Nachteile: Radioaktive Risiken durch die verlängerte Zwischenlagerung aufgrund der Verzögerungen bei der Endlagersuche? Kein Wort dazu: „Für die betroffenen Kommunen bedeutet das unter anderem, dass Flächen langfristig gebunden bleiben und sich dadurch Möglichkeiten für Wohnungsbau, Gewerbe und andere kommunale Entwicklungen einschränken können“, stellt Christian Keller, Erster Bürgermeister von Grafenrheinfeld, in einem Beitrag zur letzten ASKETA-Tagung in Salzgitter fest. „AKW-Standortgemeinden fordern „Ausgleich“ – Debatte über Sicherheit findet anderswo statt“ weiterlesen