Hervorgehoben

umweltFAIRaendern unterstützen! Spenden erwünscht! Tipps zum Recherchieren – info|news kostenlos abonnieren

Hallo und Willkommen. Unterstützt diese Seite – Bestellt INFO|News, um aktuell informiert zu bleiben! RSS-Feed mit https:umweltFAIRaendern.de/feed – SPENDET für die Arbeit von Umweltveraendern.de – wie das geht? Email an info@umweltFAIRaerndern.de – Stichwort Spende! Um auf dieser Seite zu recherchieren: Nutzt das Menü (3-Striche-Menü) und die SUCHE (UND-Verbindung) ist sehr hilfreich, probiert es aus! +++ Wie Texte von dieser Seite übernommen werden können, steht hier.

 

Atomanlagen im Krieg: Drohnenangriffe und Stromausfälle in Saporischschja

Atomkraft im Kriegsgebiet und eventuell auch als Zielscheibe für konventionelle Angriffe mit Kriegswaffen. Seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ist das zu einer realen Bedrohung geworden. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) und auch andere Stellen berichten regelmäßig – auch in Verbindung mit den Meldungen der Internationalen Atomenergie Organisation (IAEO) – über die Lage der Atomanlagen in der Ukraine. Im Focus steht der mit sechs Reaktoren größte AKW-Komplex im massiv umkämpften Saporischschja. Immer wieder kommt es zu Stromausfällen. Zuletzt wurden auch tödliche Angriffe auf Mitarbeiter des Atomkomplexes gemeldet. Am AKW Tschernobyl hatten russische Truppen bei Kriegsbeginn für Zerstörungen gesorgt. Zuletzt hatten Drohnenangriffe die Schützhülle des explodierten Atommeilers durchschlagen und deren Funktion zerstört. Auch an anderen Atomanlagen gibt es immer wieder kriegsbedingte Gefährdungen.

BASE meldet zuletzt: „15.07.2026 – Am Nachmittag des 14. Juli 2026 ist es nach Angaben der IAEA zu einem erneuten Ausfall der externen Stromversorgung des Kernkraftwerks Saporischschja gekommen. Diesmal sei die einzige verbleibende Stromleitung zur Anbindung an das ukrainische Stromnetz infolge eines Unwetters unterbrochen worden. Mithilfe aller 19 am Standort verfügbaren Notstromdieselgeneratoren sei der Strombedarf für Kühlwasserpumpen und Sicherheitseinrichtungen gedeckt worden, bis die externe Stromanbindung wiederhergestellt werden konnte. Des Weiteren berichtet die IAEA, dass es zuletzt vermehrt zu Drohnenangriffen in der Nahe dem KKW Saporischschja gelegenen Stadt Enerhodar gekommen sei. Unter den zivilen Todesopfern hätten sich demnach auch Angestellte des Kernkraftwerks sowie von Subunternehmen befunden. Solche Kampfhandlungen in der Umgebung haben damit ebenfalls eine hohe Relevanz für die nukleare Sicherheit der Anlage. IAEA-Generaldirektor Grossi rief daher abermals zu maximaler militärischer Zurückhaltung in der Umgebung von kerntechnischen Anlagen auf. (Quelle: IAEA)“

Kernfusion: Bundesregierung legt Gesetzentwurf vor und nennt es Bürokratieabbau und Modernisierung des Strahlenschutzrechts

Mit Tempo geht die Bundesregierung die rechtlichen Grundlagen für die Kernfusion in Deutschland an. Kaum ist der Referentenwurf durch ein Stellungnahme-Verfahren, kommt auch schon der „Gesetzentwurf der Bundesregierung“. Als Bürokratieabbau ordnet die Bundesregierung ein, dass sie kein Atomrecht für die Kernfusion für erforderlich hält, sondern Änderungen im Bereich des Strahlenschutzes. Ob wenigstens die ausreichen, muss noch geprüft werden. Angesichts der enormen Risiken der Fusionstechnologie im Grenzbereich zu Atomwaffen braucht es eine umfassendere Regelung auch im Atomrecht. Kernfusion in auch Sache des Atomwaffensperrvertrages – oder wo ist das international geregelt? „Kernfusion: Bundesregierung legt Gesetzentwurf vor und nennt es Bürokratieabbau und Modernisierung des Strahlenschutzrechts“ weiterlesen

Genehmigt: Russland darf bei Uranfabrik in Lingen bei Atombrennstoff-Fertigung beteiligt werden

Trotz Krieg Russlands gegen die Ukraine: der russische Atomkonzern Rosatom darf sich am deutschen Standort in Lingen an der Herstellung von Uran-Brennelementen vom Typ VVER/WWER für den Einsatz vor allem in osteuropäischen Atomkraftwerken beteiligen. Das für die Genehmigung zuständige Umweltministerium in Niedersachsen erteilte dazu die erforderliche atomgesetzliche Genehmigung. Das Atomrecht ist in Deutschland Sache des Bundes. Die Länder übernehmen die Zuständigkeit im Rahmen der sogenannten Auftragsverwaltung für den Bund. Der kann in diesen Fällen das Land per Weisung zwingen, seine Entscheidungen durchzuführen. (Foto: TVEL, VVER/WWER Brennelemente) „Genehmigt: Russland darf bei Uranfabrik in Lingen bei Atombrennstoff-Fertigung beteiligt werden“ weiterlesen

Bundesregierung bestätigt: Teilweise deutscher Urankonzern URENCO liefert fürs britische Militär

Das britische Militär benötigt – vermutlich für seine Atom-U-Boote neuen Uranbrennstoff für den Reaktorantrieb. Denn soll nun das zivile Urananreicherungsunternehmen URENCO liefern, an den auch die deutschen Konzerne RWE und E.on beteiligt sind. 2024 hatte die britische Regierung die beiden beteiligten Staaten Deutschland und Niederlande entsprechend angefragt, ob es Bedenken gäbe, wenn ein ziviles Unternehmen für nukleare Verteidigungszwecke liefert. Was genau geplant ist, halten die drei Staaten geheim. Daher ist nicht auszuschließen, dass URENCO künftig Atombrennstoff auch für andere Verteidigungszwecke bereitstellt. Auf eine „Schriftliche Frage“ einer Linken Bundestagsabgeordneten hatte die Bundesumweltministerium maximal ausweichend geantwortet (siehe unten). Eine weitere Anfrage ist bereits auf dem Weg. „Bundesregierung bestätigt: Teilweise deutscher Urankonzern URENCO liefert fürs britische Militär“ weiterlesen

Atompolitik, Plutonium und Wirtschaftsinteressen: Irrwege der Bundesrepublik unter dem Einfluss industrieller Lobbyinteressen

Unter dem Stichwort „Spurensuche“ geht umweltFAIRaendern in vielen Artikeln den Verquickungen der zivilen und militärischen Nutzung der Atomenergie nach. Dazu gehören Rückblicke auf die Entstehung einer Atomforschung und deren Anwendungen. Zuerst war die Atombombe, dann Atomreaktoren. Immer wieder werden hinter der vermeintlich friedlichen Atomenergie militärische Motive verborgen. Deutschland hatte bereits im Faschismus an der Bombe gearbeitet. Die militärischen Motive spielten auch in der frühen Bundesrepublik eine entscheidende Rolle. Jetzt legt Ullrich Kleemann ein umfangreiches und detailliertes Werk vor, in dem er die Chemie-Industrie als bedeutsamen Treiber identifiziert und faktenreich deren Aktivitäten nachzeichnet. Als Schlüsselfigur widmet sich Kleemnann dabei einer Person, die als (un)heimlicher Atomminister angesehen werden musste und bereits im deutschen Faschismus und im Zweiten Weltkrieg eine treibende Kraft für Kriegsverbrechen aller Art war: Karl Winnacker, Nationalsozialist, der trotz seiner Vorgeschichte absurderweise noch heute Anerkennung genießt. Sein irres Atomerbe müssen wir noch heute teuer bezahlen. Warum das so ist, erklärt Kleemann in seinem Buch. „Atompolitik, Plutonium und Wirtschaftsinteressen: Irrwege der Bundesrepublik unter dem Einfluss industrieller Lobbyinteressen“ weiterlesen

×