Seit den 90er Jahren läuft die Stilllegung und der Rückbau der ehemaligen Atomanlagen der DDR. Wie überall in Deutschland und anderswo mit erheblichen Zeitverzögerungen und Kostensteigerungen. Das hatte umweltFAIRaendern.de vor wenigen Tagen mit Blick auf die Atomruinen von Lubmin, Rheinsberg und auch Wismar berichtet. Betroffen ist offenbar auch die sogenannte Zerlegehalle (ZLH) in Lubmin. Dort sollen radioaktive Großkomponenten wie Reaktordruckgefäße und Dampferzeuger sowie aktivierte Bauteile, die bereits teilweise vor Ort zwischengelagert werden, zerlegt, konditioniert und endlagergerecht verpackt werden. Wegen der hohen Strahlenbelastung eine überaus anspruchsvolle Angelegenheit. Statt wie geplant Ende 2025 soll die Halle nun erst Ende 2027 fertig sein, die Inbetriebnahme ist nunmehr für 2028 geplant. (Foto: Grafik/Screenshot Betreiber EWN) „Atomruine Lubmin: Auch Zerlegehalle kommt später und wird teurer“ weiterlesen
Kategorie: Klimakatastrophe
Militärisch-zivile Atomenergie mit deutscher Unterstützung: Policy paper Statement on civil nuclear fuel use Published 4 February 2026
Auch Deutschland ist beteiligt, wenn die Risiken einer militärisch-zivilen Atomenergie eskalieren. Darüber berichte aktuell auch wieder die taz. Beteiligt auch die ehemaligen Atomkonzerne RWE und PreussenElektra. Es geht um die Urananreicherung von URENCO. Eine Technik, die für Atomwaffen ebenso taugt, wie für normale Atommeiler oder auch Treibstoff für Atom-U-Boote. Oder als Kriegsziel wie im Iran. Oder um Atomwaffenstaat zu werden, wie Pakistan. Wenn die Grenzen zwischen vermeintlich ziviler und militärischer Nutzung der Atomenergie verschwimmen… „Militärisch-zivile Atomenergie mit deutscher Unterstützung: Policy paper Statement on civil nuclear fuel use Published 4 February 2026“ weiterlesen
Erblast Atomenergie: Teure Atomruinen in Lubmin und Rheinsberg
Bis weit in die 2040er Jahre wird sich die Stilllegung und der Rückbau der DDR-Träume einer heilen nuklearen Atomstromwelt hinziehen. Nach der „Wende“ sind die Atomanlagen der DDR abgeschaltet worden. Immer neue Probleme haben die geplanten Rückbauzeiten deutlich verlängert und damit natürlich auch die Kosten in die Höhe getrieben. Nicht anders sieht es beim mit dem Rückbau des ersten DDR-Atommeilers in Rheinsberg aus. „Erblast Atomenergie: Teure Atomruinen in Lubmin und Rheinsberg“ weiterlesen
Klimakatastrophe schaltet Atomenergie ab – Atomenergie als Machtpolitik
Während dezentrale Windkraftwerke und Solaranlagen die Stromerzeugung in Europa und anderswo immer weiter absichern und obendrein die Strompreise senken, kommt das fossil-nukleare System zentraler, auf Wasserkühlung angewiesener Großkraftwerke mit Kohle, Gas und Atom an seine Grenzen. Schweiz, Frankreich, Ungarn, Rumänien und möglicherweise noch weitere Ländern haben die Leistungen von Atomreaktoren heruntergefahren oder komplett abgeschaltet. In Frankreich musste sogar ein AKW mit mehreren Reaktoren wie schon im letzten Jahr wegen Quallen im Kühlwasserkanal abgeschaltet werden. Obwohl sich zeigt, dass Atomenergie sowohl bezüglich der Kosten als auch mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit unbrauchbar ist, setzen weiterhin viele Staaten auf den Ausbau. Der Grund: Die Atomenergie zur Stromerzeugung ist auch der Aufstieg zur Atommacht. Die Fähigkeit, Atomenergie zu betreiben und damit in der einen oder anderen Weise auch den Zugang zu Atomwaffentechnik zu bewerkstelligen, spielt in einer immer mehr krisengeschüttelten Welt offenbar eine immer gewichtigere Rolle. „Klimakatastrophe schaltet Atomenergie ab – Atomenergie als Machtpolitik“ weiterlesen
Strahlendes Atomerbe Uranbergbau Wismut – Fast neun Milliarden Euro Sanierungskosten
143 Millionen Euro kostet es den Steuerzahler*innen voraussichtlich im Jahr 2027, das strahlende Erbe des DDR-Uranbergbaus für die russische Atomenergie bei der Wismut in Ostdeutschland aufzuräumen. Insgesamt, so ist im Haushaltsentwurf der Bundesregierung zu lesen, wird mit Kosten von 8,9 Mrd. Euro für die Sanierung gerechnet. Der Clou: Um Kosten zu sparen, hat die damalige Bundesregierung die Sanierung der weiträumig radioaktiv belasteten Uranbergbaugebiete in Thüringen und Sachsen nicht wie sonst üblich im Rahmen des Atomgesetzes geregelt. Der Uranbergbau für die ehemalige Sowjetunion seit den 1950er Jahren in der DDR hat nicht nur über Jahrzehnte für massive Umweltschäden, sondern auch für erhebliche Gesundheitsschäden gesorgt. Vor allem die im Uranbergbau Beschäftigen erkrankten oftmals an Lungenkrebs und starben daran. „Strahlendes Atomerbe Uranbergbau Wismut – Fast neun Milliarden Euro Sanierungskosten“ weiterlesen
