Unter dem Stichwort „Spurensuche“ geht umweltFAIRaendern in vielen Artikeln den Verquickungen der zivilen und militärischen Nutzung der Atomenergie nach. Dazu gehören Rückblicke auf die Entstehung einer Atomforschung und deren Anwendungen. Zuerst war die Atombombe, dann Atomreaktoren. Immer wieder werden hinter der vermeintlich friedlichen Atomenergie militärische Motive verborgen. Deutschland hatte bereits im Faschismus an der Bombe gearbeitet. Die militärischen Motive spielten auch in der frühen Bundesrepublik eine entscheidende Rolle. Jetzt legt Ullrich Kleemann ein umfangreiches und detailliertes Werk vor, in dem er die Chemie-Industrie als bedeutsamen Treiber identifiziert und faktenreich deren Aktivitäten nachzeichnet. Als Schlüsselfigur widmet sich Kleemnann dabei einer Person, die als (un)heimlicher Atomminister angesehen werden musste und bereits im deutschen Faschismus und im Zweiten Weltkrieg eine treibende Kraft für Kriegsverbrechen aller Art war: Karl Winnacker, Nationalsozialist, der trotz seiner Vorgeschichte absurderweise noch heute Anerkennung genießt. Sein irres Atomerbe müssen wir noch heute teuer bezahlen. Warum das so ist, erklärt Kleemann in seinem Buch. „Atompolitik, Plutonium und Wirtschaftsinteressen: Irrwege der Bundesrepublik unter dem Einfluss industrieller Lobbyinteressen“ weiterlesen
Kategorie: Spurensuche
Nukleare Risiken wachsen: USA und Saudi-Arabien verkünden Atomdeal mit Möglichkeit von Atomwaffen
Nach langen Verhandlungen haben die USA unter Präsident Trump einen Atomdeal mit Saudi-Arabien vereinbart. Dabei geht es nicht nur um Atomkraftwerke, sondern insbesondere auch um die Urananreicherung. Dabei verzichten die USA auf ein wesentliches von der IAEO gefordertes Sicherheitsprotokoll. Die Technologie der Anreicherung mit Zentrifugen ist grundsätzlich geeignet, auch atomwaffenfähiges Uran herzustellen. Auch wenn Details und konkrete Maßnahmen entweder noch nicht ausverhandelt sind bzw. noch nicht bekannt sind: Die nuklearen Risiken im Nahen Osten wachsen vor dem Hintergrund des Angriffs der USA auf den Iran, begründet mit den dortigen Fähigkeiten zur Urananreicherung, weiter an. Mit dem jetzt verkündeten Deal werden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in keinem Fall wahrscheinlicher. (Foto: KI) „Nukleare Risiken wachsen: USA und Saudi-Arabien verkünden Atomdeal mit Möglichkeit von Atomwaffen“ weiterlesen
Halbfinale: Ravel contra Maurice – France Spain Bolero.
Ja, ist was mit Kultur. Ist kompliziert. Alle gemeinsam – und jedeR einzelne: Bolero – Öffentlich-rechtlicher Rundfunk #WDR – Frankreich gegen Spanien. Ist nun so. In jedem Fall. Was für ein Erlebnis von Fussball. Und Musik. Einfach nur klicken: Tanz des Lebens. Bolero – Maurice Ravel und de la Parra – Spanien ist Europa- Irgendwie mit viel Besserungsbedarf.
„Friedliches“ Uran für militärische Zwecke? Linke fragt Bundesregierung
Darf der zivile Urankonzern URENCO, an dem deutsche Unternehmen beteiligt sind und über den auch die Bundesregierung samt VETO-Rechten eine Kontrollfunktion ausübt, künftig für britische Atom-U-Boote Kernbrennstoff für die Nuklear-Reaktoren herstellen? Diesen Tabubruch eines der „friedlichen“ Nutzung der Atomenergie verpflichteten Unternehmens für militärische Zwecke Uran anzureichern, hatten die beteiligten Niederlande vor wenigen Tagen öffentlich gemacht und Zustimmung bekundet. Jetzt reagiert DIE LINKE mit deutlicher Kritik an diesem Vorhaben und hat dazu eine „Schriftliche Frage“ an die Bundesregierung auf den Weg gebracht. (Foto: Screenshot von der Homepage der URENCO-Anlage in Capenhurst, UK. Dort soll die Urananreicherung für militärische Zwecke erfolgen.) „„Friedliches“ Uran für militärische Zwecke? Linke fragt Bundesregierung“ weiterlesen
Atomenergie zivil-militärisch: Urananreicherung für britische Atom-U-Boote
Die Niederlande haben zugestimmt, dass der zivile Urankonzern URENCO für das britische Militär Atombrennstoff herstellen darf. Auch eine Zustimmung von der deutschen Bundesregierung müsste erfolgen, denn Deutschland gehört mit den Niederlanden und Großbritannien zu den drei Kontrollmächten über die URENCO. URENCO reichert Uran für den Einsatz in Atomkraftwerken zur Stromerzeugung an, könnte technisch aber auch atomwaffenfähiges Uran herstellen. Daher unterliegt das Unternehmen einem Kontrollsystem im Rahmen von Euroatom und IAEO. Seit Jahren werden die Grenzen zwischen ziviler und militärischer Atomenergie immer mehr aufgeweicht. „Atomenergie zivil-militärisch: Urananreicherung für britische Atom-U-Boote“ weiterlesen
