Grünes Licht für Atomtransporte aus Berliner Forschungsreaktor nach Frankreich – Transportgenehmigung für Uran liegt vor

Für den Export von Uran-Brennstoff aus dem ehemaligen Atomforschungsreaktor in Berlin-Wannsee liegt nun auch eine Transportgenehmigung vor. Nach Angaben des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BaSE) ist eine entsprechende Genehmigung für den Abtransport von 15 Uran-Platten erteilt worden, die im stillgelegten Reaktor nicht mehr eingesetzt wurden. Die Anreicherung liegt mit 19,75 Prozent des spaltbaren Uran-235 knapp unterhalb der Schwelle zur Atomwaffenfähigkeit. Ziel des Atomtransports ist eine Atomfabrik von Framatome SAS in Romans-sur-Isere (Frankreich). Die erforderliche Exportgenehmigung war bereits vor einigen Wochen vom zuständigen Bundesamt für Ausfuhrkontrolle und Wirtschaft (BAFA) erteilt worden. UmweltFAIRaendern hatte darüber am 8. April berichtet. Für den Abtransport Richtung Frankreich dürften gepanzerte Fahrzeuge zum Einsatz kommen, da sich die Sicherungsanforderungen aufgrund erhöhter Terrorrisiken in den letzten Jahren deutlich erhöht haben. Konkrete Angaben dazu liegen aber nicht vor. (Foto: gepanzerte Spezialfahrzeuge der Firma Daher)

  • Zum Thema Terrorschutz bei nuklearen Anlagen und Transporten – Stichwort SEWD – auf umweltFAIRaendern.de
  • Über gültige Atomtransportegenehmigungen informiert das zuständige Bundesamt BaSE hier. Sie werden veröffentlicht, nachdem der erste Transport im Rahmen einer Genehmigung stattgefunden hat.
  • Exportgenehmigungen für Kernbrennstoffe bzw. Brennelemte werden vom Bundesumweltministerium hier veröffentlicht.

Auch hochradioaktiver Atommüll lagert noch im Berliner Forschungs-Reaktor. Der soll nach den derzeitigen Plänen der Betreiber nach einer Abklingzeit der Brennelemente in das Zwischenlager Ahaus in NRW abtransportiert werden. Der Betreiber, die Helmholtz-Gesellschaft Berlin, hat die Stilllegung mit einem Dialogprozess mit einer Begleitgruppe verbunden. Öffentliche Stellungnahmen der Begleitgruppe bzw. der beteiligten Gruppen oder Personen zu den Atomtransporten mit unbestrahlten Uran-Platten nach Frankreich oder von hochradioaktivem Atommüll nach Ahaus liegen meines Wissens bislang nicht vor.

Der Transport der bestrahlten Brennelemente nach Ahaus dürfte nicht auf die Zustimmung der BI Ahaus oder der dortigen Gemeinde stoßen. Angekündigte Transporte aus dem Forschungsreaktor Garching sind vor Ort bereits auf Widerstand gestoßen und die Gemeinde hat Klagen angedroht.

Nachgebessert: NBG reagiert auf BUND-Kritik an Geologiedaten-Gutachten

Das Nationale Begleitgremium (NBG) bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager für hochradioaktive Abfälle reagiert auf die Kritik des BUND an einem Gutachten zu den Geologie-Daten. Dabei räumt das Gremium in seiner Antwort offen ein, dass Nachbesserungen erforderlich waren. Während andere Einrichtungen im Endlagersuchverfahren sich in solchen Fällen schwer tun, Mängel einzuräumen oder Nachbesserungen durchzuführen,  zeigt sich das NBG also lernfähig.

Die Kritik des BUND bezog sich auf ein Gutachten von Dr. Christian Bücker. Der Gutachter hatte laut NBG „Einsicht in den Datenraum der BGE genommen und ermittelt, welche Daten bis einschließlich 18.03.2021 öffentlich zugänglich waren.“ Dazu hatte das Gremium erklärt: „Nicht alle geologischen Daten, die in den Zwischenbericht eingeflossen sind, sind auch öffentlich. Ein NBG-Gutachter konnte sie trotzdem einsehen. Hier seine Einschätzung – kurz & knapp zusammengefasst.“

Diese Veröffentlichung hatte der BUND kritisiert: „NBG-Gutachten zur Verfügbarkeit geologischer Daten unzureichend. Sorgfältiger und umfangreicher Blick in den Datenraum essentiell“.

In der Antwort an den Umweltverband (hier online) teilt das NBG mit Datum 12. Mai unter anderem mit: „Jedoch hat auch das NBG an einigen Stellen des Gutachtens Nachbesserungsbedarf gesehen und Herr Bücker hat eine Revision des Gutachtens erstellt. Wir sehen den Auftrag damit als erfüllt an. An dieser Stelle möchten wir gerne noch einmal das Angebot erneuern, Vorschläge für Aufträge an die Sachverständigen beim NBG einzureichen.“

Weiter ist zu lesen: „Sicherlich bedarf es sowohl seitens der Sachverständigen als auch seitens des NBG eine gewisse Orientierung und Einarbeitungszeit, um gemeinsam der wichtigen ebenso wie neuen Aufgabe des NBG gerecht zu werden. Ihre Hinweise nehmen wir in diesem Prozess gerne auf.“

Eine Bewertung der jetzt erfolgten Revision steht beim BUND noch aus.

Endlagerung radioaktiver Abfälle: Gameover im Schacht Konrad

Mit großer regionaler Unterstützung haben Umweltorganisationen vom niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies (SPD) die Rücknahme des Planfeststellungsbeschlusses für das im Bau befindlichen Atommüllendlager im Schacht Konrad in Salzgitter gefordert. Dort sollen unterirdisch leicht- und mittelradioaktive Abfälle aus dem Betrieb der Atommeiler künftig endgelagert werden.

Wie jüngst im Fall Gorleben, wo die hochradioaktiven Abfälle eingelagert werden sollten, müsse es jetzt ein neues Suchverfahren mit einer vergleichenden Standortsuche geben. Gorleben war nach 40 Jahren willkürlicher Festlegungen von Politik und Atomwirtschaft im September letzten Jahres bei einer solchen Prüfung im Rahmen des Standortauswahl-Gesetzes anhand geologischer Kriterien als ungeeignet erklärt und vom weiteren Verfahren ausgeschlossen worden. Es brauche einen bundesweiten Neustart mit einem transparenten und wissenschaftsbasierten Suchverfahren, fordern die Verbände bei der Übergabe der Antragsunterlagen zur Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses.

Alles über Atommüll und den Schacht Konrad in Salzgitter auf umweltFAIRaendern.

Dokumentation:

Siehe auch:

Konrad, konrad-gameover, Presse

Breites Bündnis fordert Rücknahme des Planfeststellungsbeschlusses

Gemeinsame Pressemitteilung von BUND und NABU und dem Bündnis Salzgitter gegen Schacht KONRAD / 27.05.2021

BUND und NABU haben heute einen Antrag auf Widerruf des Planfeststellungsbeschlusses für Schacht Konrad beim Niedersächsischen Umweltministerium eingereicht. Damit fordern die Umweltverbände das Land auf, das Atommüllprojekt aufzugeben und den Weg für eine transparente und wissenschaftlich basierte Standortsuche frei zu machen. Aufgrund der enormen Umweltprobleme ist der Schacht als Atommülllager ungeeignet. Ihren Antrag haben die Umweltschützer*innen gemeinsam mit dem Salzgitteraner Bündnis gegen Schacht KONRAD Landesumweltminister Olaf Lies heute persönlich übergeben.

„Unser Antrag ist die notwendige Konsequenz aus den immer eklatanter werdenden Widersprüchen zwischen den heutigen Anforderungen an ein tiefengeologisches Lager für radioaktive Abfälle und dem alten Projekt Konrad. Radioaktive Abfälle in eine alte Eisenerzgrube zu bringen, ohne Rückholbarkeit oder Reversibilität zu gewährleisten und ohne genaue Kenntnis der geologischen Verhältnisse, wird der Verantwortung für künftige Generation nicht gerecht“, erklären Heiner Baumgarten, Vorstand des BUND-Landesverbandes, und Petra Wassmann, KONRAD-Beauftragte des NABU Niedersachsen, gemeinsam. Sie kritisieren, dass selbst zum Zeitpunkt des Planfeststellungsbeschlusses das Projekt nicht dem damaligen Stand von Wissenschaft und Technik entsprach. „Trotz vorheriger Sicherheitsbedenken von Landes- und Bundesumweltminister wurde die Genehmigung von Schacht Konrad im Atomkonsens mit den Energiekonzernen im Juni 2000 politisch vereinbart. Anders als damals haben wir heute als anerkannte Umweltverbände das Recht, juristisch gegen die Entscheidung vorzugehen und angesichts der Gefahren, die von einem Atommülllager Schacht Konrad ausgehen würden, ist es sogar unsere Pflicht“, so Baumgarten und Wassmann.

Auch aus rechtlicher Sicht ist eine Inbetriebnahme nicht zu rechtfertigen. „Die klageabweisenden Urteile des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg stehen einer Rücknahme des von Anfang an rechtswidrigen Planstellungstellungsbeschlusses nicht entgegen. Auch sind die 2002 angenommenen Voraussetzungen für die Zulassung des Endlagers entfallen, sodass der Beschluss widerrufen werden kann“, erläutern Michéle John und Ulrich Wollenteit, die die Umweltverbände als RechtsanwältInnen vertreten. „Die Anlage entspricht weder dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik noch den Anforderungen, die an den Nachweis der Langzeitsicherheit zu stellen sind. Ohne einen solchen Nachweis darf ein Endlager nicht betrieben werden. Der Planfeststellungsbeschluss muss deshalb zurückgenommen werden.“

Frank Klingebiel (Oberbürgermeister der kreisfreien Stadt Salzgitter), Matthias Wilhelm (1. Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter-Peine), Hans Kasinger (Nds. Landvolk Braunschweiger Land e.V.) und Ludwig Wasmus (Vorstand Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD) stellen übereinstimmend fest: „Das Bündnis Salzgitter gegen KONRAD fordert genau aus diesen Gründen seit Jahren die Aufgabe des völlig veralteten Projektes.“ Ludwig Wasmus: „Der Antrag ist die Chance für Umweltminister Lies, endlich das richtige zu tun. Alle wissen, dass Konrad heute nicht mehr genehmigungsfähig wäre. Trotzdem wird daran festgehalten, nur weil es eine Genehmigung gibt.“ Klingebiel ergänzt: „Uns als Kommune ist damals das Klagerecht gänzlich abgesprochen worden. Und dem Privatkläger beschied das Bundesverfassungsgericht, dass er kein Recht auf „Nachweltschutz“ habe und für seine Nachkommen nicht klagen dürfe. Das heißt aber auch, dass der Langzeitsicherheitsnachweis noch nie juristisch überprüft wurde.“

Klingebiel, Wilhelm, Kasinger und Wasmus resümieren abschließend: „Deshalb freuen wir uns, dass BUND und NABU nun gemeinsam mit uns diesen Weg gehen. Das Bündnis ist überzeugt, dass dieser Weg ein langer und steiniger, aber am Ende im Interesse der in Salzgitter und der Region lebenden Menschen ein erfolgreicher sein wird.“

Hintergrund:

Schacht Konrad ist ein stillgelegtes Eisenerzbergwerk bei Salzgitter. Es wird seit 1981 als Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle geplant. Die Standortauswahl erfolgte seinerzeit ohne wissenschaftliche geologische Untersuchungen. Der Planfeststellungsbeschluss für die nicht-rückholbare Einlagerung von 303.000 m² schwach- und mittelradioaktiver Abfälle wurde 2002 erteilt.  2008 wurde mit der Sanierung der alten Schächte und dem Ausbau für die Atommülllagerung begonnen. Nach mehrfachen Verzögerungen ist die Inbetriebnahme derzeit für 2027 geplant. Daran anschließen würde sich eine ca. 30 Jahre dauernde Einlagerungszeit.

BITTE VORMERKEN: Für Mittwoch, den 2. Juni 2021 12.30 Uhr laden wir zu einer virtuellen Pressekonferenz bei der die juristischen Schritte sowie der Start der Kampagne #KONRAD_gameover erläutert werden. Eine gesonderte Einladung geht Ihnen noch zu.

Kontakte:

Heiner Baumgarten, Landesvorsitzender, BUND Niedersachsen: Tel. (0151) 275 075 80,
heiner.baumgarten@bund.net

Petra Wassmann, KONRAD-Beauftragte des NABU Niedersachsen: (0171) 625 95 27,
petra.wassmann@nabu.de

Frank Klingebiel, Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter: Simone Kessner, Pressesprecherin der Stadt Salzgitter, Tel. (05341) 839 33 95 oder (0160) 908 122 59

Ludwig Wasmus, Vorstand Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD: Tel. (0151) 261 579 05

Matthias Wilhelm, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter: Tel. (0160) 533 01 88

Hans Kasinger, Niedersächsisches Landvolk Braunschweiger Land: Tel. (0171) 121 69 98.

Neue Uran-Brennstoffe für alte Reaktoren

Die Atomlobby ist nicht nur dabei, neue nukleare Anwendungen und dafür erforderliche neue Uran-Brennstoffe zu entwickeln. Auch für die immer älteren noch in Betrieb befindlichen Atommeiler in aller Welt wird intensiv an neuen Uran-Brennstoffen gearbeitet. Diese sollen bei niedrigeren Kosten eine höhere Stromausbeute ermöglichen und damit gegenüber den Erneuerbaren Energie Kosten-Nachteile reduzieren. In den USA wird dazu – mit deutscher Unterstützung – unter anderem auch eine höhere Anreicherung des spaltbaren Uran-235 angestrebt. Der zu Rosatom gehörende russische Konzern TVEL geht eine andere Richtung: Das Uran wird kompaktiert, so dass sogar eine niedrigere Anreicherung eine höhere Stromausbeute ermöglichen soll. Klar dürfte sein, dass bei allen Entwicklungen mit veränderten Brennstoffen in Alt-Anlagen auch veränderte Sicherheitsanforderungen entstehen. (Foto: Old school – Brennelementefertigung in Lingen)

Die Aktivitäten der internationalen Atomlobby zur Herstellung neuer Nuklear-Brennstoffe sind überaus vielfältig. So sind Brennstoffe bzw. Brennelemente in der Entwicklung, die im Falle eines Versagens der Kühlung möglichst nicht oder verspätet schmelzen bzw. kritisch werden sollen. Damit – so die Versprechungen, könnten die Auswirkungen schwerer Unfälle eingegrenzt werden. Russland, China und nun auch die USA arbeiten auch intensiv daran, für neue mobile und modulare Reaktoren, die noch allesamt in der Erforschung sind, mit fast atomwaffenfähig angereichertem Uran (19,75 Prozent) ihre Ziele zu erreichen.

In den USA ist ein Auftrag für die Herstellung von rund 600 KG solchen Brennstoff ein Auftrag gerade an die us-amerikanische Centrus Energy gegangen. URENCO ist damit vorerst aus dem Rennen, was diesen Brennstoff für den US-Markt angeht, verfolgt aber mit einer eigenen Uran-Batterie eigene Wege. Militärs und Rohstoff-Konzerne sind an diesen neuen Mini-Reaktoren besonders interessiert.  Sie sollen ohne Wartung für drei bis fünf Jahre Strom und Wärme erzeugen, bei einer Leistung von 5 – 30 MW. Ob das funktionieren wird, ist unklar. Aber es wird sehr viel Geld in diese Technik gesteckt.

Andere Entwicklungen neuartiger Brennstoffe sind für die bis heute noch am Netz befindlichen herkömmlichen Atomreaktoren vorgesehen. Dabei geht es vor allem darum, die Wirtschaftlichkeit, also die Stromausbeute zu erhöhen. Damit wird natürlich auch eine weiter Verlängerung der Laufzeiten angestrebt, sodass immer ältere Reaktoren mit immer intensiver ausgenutzten Sicherheitsmargen konfrontiert werden.

Auch das teilweise deutsche Unternehmen URENCO will dazu in den USA jetzt Uran bis zu 10 Prozent anreichern. Dass hatte die Bundesregierung jüngst eingeräumt. Bislang wird Uran-Brennstoff in den bestehenden AKWs zwischen 3 – 5 Prozent angereichert. Eine erhöhte Anreicherung erhöht die Stromerzeugung und reduziert möglicherweise die Stillstandszeiten. Die USA wollen damit ihre Klimaziele erreichen, indem die AKWs möglichst länger laufen. Ohne eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit wären aber längere AKW-Laufzeiten nicht denkbar. Und es braucht weitere Maßnahmen, wie z.B. Steuervergünstigen, über die die US-Regierung derzeit berät. Für die teilweise deutsche URENCO ist das ein Markt, in dem sie mit einer neuen Genehmigung für bis zur 10 Prozent Anreicherung jetzt einsteigen wird – wenn es vorerst beim sogenannten HALEU (siehe oben) schon nicht so wie gewünscht klappt.

Der russische Brennstoffkonzern TVEL verfolgt eine andere Linie, mit der der Uranbrennstoff zu einer erhöhten Stromausbeute bei den laufenden Alt-Anlagen beitragen soll. Darüber berichtet aktuell World Nuclear News. Demnach wird das Uran höher verdichtet, sodass die Energieausbeute auch bei weniger hoch angereichertem Uran verbessert werden kann, so die Meldung. Nachdem TVEL bereits mit dem Betreiber von Paks in Ungarn entsprechende Verträge geschlossen hat, ist es dem Unternehmen nun gelungen, auch einen Vertrag mit dem finnischen Betreiber der AKWs in Loviisa abzuschließen.

WNN berichtet auf seiner Seite, dass bei Entwicklungsarbeiten für diesen neuen Brennstoff zahlreiche Einrichtungen beteiligt waren: „The company noted the project has involved the participation of a number of Russian nuclear industry enterprises, such as OKB Gidropress (part of Rosatom’s machine-building division Atomenergomash), Bochvar Institute (TVEL’s material science research facility), Elemash Machine-building plant and the Kurchatov Institute national research centre. The new fuel passed a range of hydraulic, longevity and vibration tests at the site of OKB Gidropress research and experiment facility.“

In Finnland handelt es sich um zwei Reaktoren vom russischen Typ VVER-440, der Vertrag war demnach bereits im März 2018 vereinbart worden. Schon im November 2017 hatte TVEL mit MVM Paks Verträge für wdie Entwicklung dieser Brennstoffe für die ebenfalls VVER-440-Reaktoren unterzeichnet.  Dabei wurden unterschiedliche Lösungen für die jeweiligen Reaktoren bzw. die Brennelemente umgesetzt.

Weiter informiert WNN: „The new modification of second-generation VVER-440 fuel for the Paks plant enables an increase in the coolant volume inside the reactor core and optimisation of the hydro-uranium ratio, which will have a positive impact on both the technical and economic performance of the power unit, TVEL said.

„Using the new design of a fuel bundle with increased uranium capacity, we have developed two different solutions of VVER-440 fuel cycle strategy for our customers in Hungary and Finland, taking into account their individual requirements,“ said Alexander Ugryumov, vice president for Research, Development and Quality at TVEL JSC. „While the Paks plant in Hungary will enhance economic efficiency by decreasing the amount of fuel bundles loaded in the reactor core, the team at the Loviisa plant decided to maintain the same number of fuel assemblies, but lower their uranium enrichment level. In both cases, our engineering projects will make power plant operation in Finland and Hungary more efficient.“

Zu deutsch (danke an Deepl.com): „Während die Anlage in Paks in Ungarn die Wirtschaftlichkeit durch die Verringerung der Anzahl der in den Reaktorkern geladenen Brennelemente erhöhen wird, hat sich das Team in der Anlage in Loviisa entschieden, die gleiche Anzahl von Brennelementen beizubehalten, aber den Urananreicherungsgrad zu verringern. In beiden Fällen werden unsere Engineering-Projekte den Kraftwerksbetrieb in Finnland und Ungarn effizienter machen.“

TVEL wird künftig intensiver auch mit dem französischen Atomkonzern Framatome zusammenarbeiten. An der in Deutschland betriebenen Uran-Brennelementefabrik von Framatome in Lingen, wird sich TVEL mit 25 Prozent beteiligen. Siehe dazu auch diesen Artikel online auf der Seite vom Freitag. Die Uranfabrik ist ebenso wie eine weiter Brennstofffabrik in Gronau bis heute vom Atomausstieg ausgeschlossen. Die Anlagen verfügen über unbefristete Genehmigungen und versorgen weltweit Alt-Reaktoren mit Brennstoff. Natürlich sind die Konzerne bemüht, ihren Anteil am Weltmarkt auch künftig auszubauen.

Weil immer was geht: The Times They Are A-Changin‘

80. Glückwunsch. Und ein riesengroßes Dankeschön! Für alle diese wunderbaren Lieder, weil es immer eine neue Welt zu bauen gilt und die Zeiten sich ändern werden und weil das Neue aus dem Alten entstehen wird. Danke Bob Dylan. „Der bedeutendste Poet der Moderne“. Und wenn in der Taz ausgerechnet Bettina Wegner sagt: „Dylan zu kopieren, 
ist mir nie gelungen“, dann ist das einfach nur wunderschön. Weiter sagt sie dort: „Niemand von uns hätte jemals an Dylan vorbeikommen können. Als wir 1966 den Hootenanny-Club in Ostberlin gründeten, konnte jeder kommen und singen, was er wollte. Viele Jungs haben Dylan-Songs gesungen. Das hat der FDJ nicht gefallen. Als ich schon jahrelang beruflich unterwegs war, hatte ich für kurze Zeit den Wunsch, einmal Dylan zu kopieren, seinen näselnden, leiernden Gesang, es ist mir nie gelungen. Also bleibt mir heute nur der Wunsch: Werden Sie 100 Jahre alt und bleiben Sie gesund, Herr Zimmerman! Und danke für Ihre Worte und Ihre Musik. (Die Liedermacherin und Lyrikerin Bettina Wegner, 73, lebt in Berlin.) May you stay Forever young. So vieles für die Ewigkeit: Like a rolling stone und immer: Jimis Version: All along the Watchtower! Oder für the change of the world? (Unbedingt!) Von den All-Stars My Back pages bis zu den Lagerfeuern dieser Erde: Blowin` in the Wind. Es ist so viel für eine bessere Welt. Und da ist Patti Smith, wo Dylan nicht war. Aber es ist überall!

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