Atommüll: „Zwischenlager ohne Ende?“ – Laufzeitverlängerung und Terrorgefahren – NBG diskutiert Öffentlichkeitsbeteiligung

Das Nationale Begleitgremium (NBG) für die Suche nach einem dauerhaften Atommülllager nimmt jetzt die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ins Visier. Grund dafür: Weil die Suche nach einem „Endlager“ deutlich länger dauern wird, werden die Zwischenlager länger benötigt, als die bislang genehmigten 40 Jahre. Außerdem erfordern auch wachsende Terrorgefahren eine Überprüfung der Sicherheit der Zwischenlagerung. Das NBG vertritt die Auffassung, dass es angesichts des Zusammenhangs von Zwischen- und Endlagerung erforderlich ist, die Öffentlichkeitsbeteiligung auszuweiten und die vielen betroffenen Standorte einzubeziehen. Nur so könne ein tragfähiger und glaubwürdiger Prozess auf den Weg gebracht werden. Zwei Gutachten, die sich mit Beteiligungsmodellen und den Sicherheitsanforderungen befassen, sollen in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Am 13. Januar findet der Workshop unter dem Titel „Zwischenlager ohne Ende?“ in Karlsruhe statt.

Auf seiner Homepage informiert das NBG in dieser Weise über die geplante Tagung:

„Das Nationale Begleitgremium lädt Sie zu einen Workshop zur Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle nach Karlsruhe ein. Unter dem Titel „Zwischenlager ohne Ende?“ will das Gremium dort am 13. Januar 2018 von 10.30 Uhr bis 16.00 Uhr mit interessierten Bürger*innen, mit Kommunal-politiker*innen von Zwischenlagerstandorten und mit Vertreter*innen von Standortinitiativen über Sicherheitsfragen der Zwischenlagerung und Möglichkeiten der Beteiligung der Bürger*innen an einem Zwischenlager-Diskurs sprechen. Zu beiden Themen hat das Nationale Begleitgremium Gutachten in Auftrag gegeben. Neben den Gutachtern sollen auch die Betreiber von Zwischenlagern bei dem Workshop zu Wort kommen.

Bei der Veranstaltung im Akademie-Hotel Karlsruhe will das Begleitgremium mit Bürger*innen und Vertreter*innen von Kommunen oder von Initiativen im auch für das Publikum offenen Fishbowl-Format diskutieren. Die beiden Expertisen zur Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle, die die Gutachter bei dem Workshop vorstellen, werden vor Weihnachten hier auf der Homepage des Gremiums veröffentlicht. Das Gremium hat die Karlsruher Grünen-Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl um ein Grußwort gebeten. Es hat zudem den Vorsitzenden der Geschäftsführung der bundeseigenen BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung, Jochen Flasbarth, als Referenten nach Karlsruhe eingeladen.

  • Anmerkung umweltFAIRaendern: Es ist schon erstaunlich und wenig nachvollziehbar, dass die Grüne-MdB, aber nicht andere VertreterInnen aus dem Bundestag die Möglichkeit eines solchen Eingangsstatements erhalten!

Die Einladung zum Workshop und dessen Programm können Sie ganz unten herunterladen. Für die Bahnfahrt zum Workshop können Sie ein günstiges Veranstaltungsticket buchen. Hinweise dazu finden Sie in einer Meldung, die Sie unten öffnen können. Bürger*innen, die an dem Workshop teilnehmen wollen, sollten sich über die Homepage des Gremiums anmelden: Dazu können Sie auf der Startseite den Button „Anmeldung zu Sitzungen und Veranstaltungen“ anklicken. Sie können auch in der blauen Menüleiste unten unter „Service“ den Punkt „Anmeldung“ auswählen.“

Print Friendly, PDF & Email

1 Gedanke zu „Atommüll: „Zwischenlager ohne Ende?“ – Laufzeitverlängerung und Terrorgefahren – NBG diskutiert Öffentlichkeitsbeteiligung

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.