Atomtransporte: Radioaktiv über Hamburg

„2018 sind lt. Senatsauskünften 80 Kernbrennstofftransporte und 99 sonstige Atomtransporte nachweisbar durch unsere Stadt gegangen, also nicht weniger als in den beiden Jahren zuvor.“ Das ist die Bilanz, die in einer Kleinen Anfrage der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE in Hamburg gezogen wird (Drucksache 21/16768, PDF). Dabei hatte bereits im letzten Jahr der rot-grüne Senat in Hamburg mit einigen Hafenunternehmen einen freiwilligen Verzicht für den Umschlag von Kernbrennstoffen ausgehandelt. Anfang April 2019 erklärte der Senat dann sogar, dass alle Hafenunternehmen sich diesem Verzicht beim Umschlag von Kernbrennstoffen (angereichertes Uran, Brennelemente) angeschlossen hätten. Andere Uranprodukte (mit nicht angereichertem Uran), die ebenfalls zum Einsatz in Atomkraftwerken dienen, dürfen aber weiterhin durch Hamburg zur Weiterverarbeitung transportiert werden. Eine aktuelle Liste der Atomtransporte für das erste Quartal 2019 liegt nun vor. Oberpeinlich: Trotz des Teil-Verzichts haben Atomkraftgegner*innen einen weiteren Kernbrennstoff-Transport bei Eurogate im Hamburg Hafen beobachtet.

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