Bis die Kühlung versagt: Warten auf den Super-GAU in den sechs AKWs von Saporischschja?

Mitten im Kriegsgebiet in der Ukraine stehen die sechs Atomreaktoren von Saporischschja. Die Anlage produziert keinen Strom mehr. Die Reaktoren müssen aber mit Strom versorgt werden, damit die hochradioaktiven Brennelemente nicht überhitzen. Wasser muss als Kühlung mit (elektrischen) Pumpen durch die sich aufheizenden Uranbrennelemente gedrückt werden. Klappt das nicht, glühen die Brennelemente durch und es könnte zu Wasserstoffexplosionen und auch Atomexplosionen kommen. Nicht vergleichbar mit Tschernobyl. Aber eine Katastrophe von nicht nur lokaler Bedeutung. Russische Truppen halten die AKWs besetzt. Bedient werden die Atommeiler durch ukrainisches Personal – unter extremste Bedindungen. Versagt die (Not-Diesel-)Stromversorgung für die Kühlung der Reaktoren kommt es möglicherweise zu massiven Freisetzungen radioaktiver Strahlung. Aber auch ein direkter Raketeneinschlag könnte katastrophale radioaktive Folgen haben. Die atomenergiefreundliche Internationale Atom-Energie Agentur warnt massiv, vor den drohenden Gefahren.

Siehe zur Situation in der Ukraine rund um die Atomanlagen in Saporischscha auch diesen Artikel der Tagesthemen: Dort werden viele Kriegsereignisse der letzten Monate aufgeführt, die immer wieder zu einer massiven Bedrohung für das Personal der Atomanlagen und die Menschen und Umwelt geführt haben. Selbst die atomfreundliche IAEA ist im Alarm-Zustand, nicht zuletzt, weil Saporischschja mitten in dem Kampfgebiet liegt, in dem die vielzitierte Gegenoffensive der Ukraine gegen die russische Intervention stattfinden wird. Die IAEA hatte auf entsprechende Bewegungen rund um die Atomanlagen berichtet und – ohne große Reaktion der „Staatengemeinschaft“ – eine Schutzzone eingefordert.

  • In Deutschland hat sich dieinternationale Ärtz:innenorganisation IPPNW immer wieder für eine entmilitarisierte Zone rund um die Atomanlagen ausgesprochen.

Tagesthemen schreibt über die nukleare Bedrohung unter der Zwischenüberschrift „Wolke könnte Hunderte Kilometer weit ziehen“ folgendes: „Welche Gefahr von einem Atomkraftwerk ausgeht, hängt von der Menge an radioaktivem Material ab und der Art des Angriffs. Das AKW Saporischschja hat sechs Reaktoren. Jeder Reaktor ist mit 163 Brennelementen bestückt. Daneben gibt es immer auch ein Kühlbecken für verbrauchte Brennstäbe. Außerdem gibt es ein Trockenlager mit 174 mit Beton ummantelten Stahlbehältern mit alten Brennelementen. Insgesamt sind es 8700 Brennstäbe.“

umweltFAIRaendern dokumentiert: Update 159 – IAEA Director General Statement on Situation in Ukraine

43/2023, Vienna, Austria

Ukraine’s Zaporizhzhya Nuclear Power Plant (ZNPP) lost all external power for several hours this morning, underlining the extremely precarious nuclear safety and security situation at the facility and the urgent need to protect it and prevent an accident, Director General Rafael Mariano Grossi of the International Atomic Energy Agency (IAEA) said today.

It was the seventh time Europe’s largest nuclear power plant (NPP) was completely disconnected from the national electricity grid since the military conflict in Ukraine began 15 months ago, once again forcing it to rely on emergency diesel generators for the power it needs for reactor cooling and other essential nuclear safety and security functions, Director General Grossi said.

The ZNPP’s only remaining external 750 kilovolt (kV) power line was cut around 05:30am local time and re-connected after more than five hours, according to IAEA experts present at the plant.

“This morning’s loss of all off-site power demonstrates the highly vulnerable nuclear safety and security situation at the Zaporizhzhya Nuclear Power Plant. As I’ve said repeatedly, this simply can’t go on. We’re playing with fire. We must act now to avoid the very real danger of a nuclear accident in Europe, with its associated consequences for the public and the environment,” Director General Grossi said.

“I’m continuing to engage in intense negotiations with all the involved parties to secure the protection of the Zaporizhzhya Nuclear Power Plant. I will not stop until this has been achieved,” he said.

The Director General said he aimed to secure agreement on a set of principles to protect the ZNPP during the armed conflict, covering also the availability and security of external power supplies at all times.

The seven indispensable pillars for nuclear safety and security outlined by the Director General early during the conflict also stress the need for secure off-site power supplies from the grid for nuclear sites.

The ZNPP does not have any operational back-up power lines since the last functioning 330 kV power line was damaged on the right bank of the Dnipro River on 1 March. This back-up power line has still not been repaired, meaning that when the 750 kV line is lost the plant immediately depends on its diesel generators which are its last line of defence for electricity supplies, Director General Grossi said.

“For more than two and a half months, this major nuclear power plant has only had one functioning external power line. This is an unprecedented and uniquely risky situation. Defence-in-depth – which is fundamental to nuclear safety – has been severely undermined at the ZNPP,” he said.

Director General Grossi called for stepped-up efforts to restore the ZNPP’s back-up power lines and reiterated the need for the IAEA team at the site to gain access to the nearby Zaporizhzhya Thermal Power Plant (ZTPP), which has yet to be granted despite assurances by Russian state nuclear company Rosatom. The ZTPP operates its 330 kV open switchyard, through which back-up power has in the past been provided to the ZNPP.

Initially after this morning’s off-site power cut, all the ZNPP’s 20 diesel generators started operating, but 12 of them were later switched off. This left eight running, which is sufficient to operate all systems safely. The IAEA experts at the site were informed that there is enough diesel fuel for 23 days. After the 750 kV line was restored, the diesel generators were gradually turned off.

Five of the ZNPP’s six reactors were already in a cold shutdown state before today’s power outage, and preparations were under way to transfer also Unit 5 from hot to cold shutdown. Following the restoration of off-site power, Unit 5 is being returned to hot shutdown.

Elsewhere in the country today, a team of IAEA experts at the South Ukraine NPP said an emergency shutdown had occurred at one of its three reactor units.  Plant management informed the IAEA team that the automatic shutdown took place due to grid disturbance or instability. The SUNPP still has off-site power available.

Hochradioaktiver Atommüll: „Entsorgungskommission“ mit Positionspapier

Am 23. Juni debattiert auf Einladung des Atommüllreports die Anti-Atom-Bewegung den weiteren Umgang mit hochradioaktiven Atomabfällen in Hannover. Grundlage wird ein Gutachten sein, das im Auftrag des BUND von der Physikerin Oda Becker derzeit erarbeitet wird. Nachdem das Suchverfahren für eine dauerhafte unterirdische („End)Lagerung dieser brisanten tödlichen Abfälle jahrzehnte länger brauchen wird, muss das Zeug statt bislang geplanter 40 nunmehr 100 Jahre oberirdisch „zwischen“gelagert werden. Aber wie steht es um die sicherheitstechnischen Anforderungen, damit Atom-Behälter nicht explodieren, Dichtungen nicht versagen oder  „zivilisatorische“ Entwicklungen zur Freisetzung der enormen Strahlung führen. Was muss getan werden, gegen wachsende Terrorrisiken oder gar Krieg? Jetzt meldet sich auch das Beratungsgremium der Bundesregierung, die „Entsorgungungskommission“ (heißt wirklich so) mit einer Empfehlung und einem Positionspapier zu Wort. Will da jemand diskutieren?

Studien im Auftrag des BUND zu Sicherheitsmängeln bei der Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle:

Nukleare UnSicherheiten bei hochradioaktivem Atommüll? BMU bei Fachtagung vom Atommüllreport vertreten

Angekündigt wurde die Fachtagung des Atommüllreports am 23. Juni in Hannover hier bereits. Verlängerte oberirdische Lagerung hochradioaktiver Strahlenabfälle – wie soll das für die nächsten Jahrzehnte gehen? Mit dabei ist nun auch das Bundesumweltministerium mit dem Chef der Atomabteilung Gerrit Niehaus, zuletzt in Baden Würtemberg. Der BUND wird demnächst ein Update einer Studie der Physikerin Oda Becker zu Sicherheit und Mängeln bei der Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle vorlegen.

Vor allem für die Zwischenlager in Gorleben und Ahaus brisant, denn hier müssen spätestens ab 2028 Antworten zu gravierenden Sicherheitsfragen vorgelegt werden, um neue Betriebsgenehmigungen zu erhalten. Grund genug für Ursula Schönberger und dem von einigen Atom-kritischen-NPOs getragenen wissenschaftsorientierten Atommüllreport. Einen Blick über den deutschen Tellerand wird Marcos Buser, Geologe und Sozialwissenschaler aus der Schweiz wagen – er hat einige Ideen für mehr Sicherheit mit verbunkerten und tiefergelegten Atommülllagern.

Aber nicht nur für Gorleben und Ahaus ist das Thema „heiß“. An den meisten AKW-Standorten gibt es solche gefährlichen Atommülllager. Bezahlt werden muss die Lagerung der radioaktiven Abfälle (für eine Million Jahre) auch noch. Wird das funktionieren? Ein wachsamer Blick dazu von Prof. Dr. Wolfgang Irrek von der Hochschule Ruhr-West. „Atommüllalarm“ gibt es in München-Garching und Jülich. Zu den bevorstehenden Atomtransporten mit hochradioaktiven Materialien per CASTOR nach Ahaus wird Dr. Hauke Doerk, Physiker, Umweltinstitut München kritisch berichten. Anmeldung dringend erforderlich!

Das aktualisierte Programm ist hier online und hier direkt als PDF. Anmeldungen sollten bis Anfang Juni erfolgen!

Studien von Oda Becker im Auftrag des BUND:

Siehe außerdem:

Atomgefahren: Wiederholte Verstöße gegen Sicherheitsprotokolle – Teilweise deutsche URENCO wird von US-Atomaufsicht überprüft

Wiederholt hat der teilweise deutsche Urankonzern URENCO in seiner Anlage in New Mexico (USA) gegen Sicherheitsprotokolle verstoßen. In der Anlage wird gasförmiges Uran zur Herstellung von Brennstoff für Atomkraftwerke angereichert. Die Protokolle regeln Maßnahmen zum Schutz gegen Freisetzung radioaktiver und chemisch-toxischer Uranverbindungen. Sie sollen sicher stellen, dass nur autorisiertes Personal auf dem Gelände der Uranfabik in unmittelbare Nähe der Uranlager und Fertigungshallen Zugang haben und durch weitere Sicherungsmaßnahmen verhindert wirden, dass es durch äußere Einwirkungen zur Freisetzung des Uran-Gases kommt. Nach zwei Verstößen im letzten Jahr hatte die zuständige Atomaufsicht, die National Regulatory Commission (NRC), bereits eine Zivilstrafe in Höhe von 70.000 Dollar gegen die URENCO USA auf den Weg gebracht. Jetzt ist es zu einer weiteren Sonderinspektion durch die Kontrolleure der US-Atomaufsicht gekommen, nachdem am 21. April 2023 erneut gegen Sicherheitsauflagen verstoßen wurde: Ein Kran war in der Nähe von Gebäuden zur Verarbeitung von gefährlichem radioaktivem und chemo-toxischen Uranhexafluroid ohne die erforderlichen Sicherheitskontrollen eingesetzt worden. Das berichtet unter anderem Fox-News mit Bezug auf eine Meldung der US-Atomaufsicht. (Siehe die Dokumentation der NRC Meldungen unten)

  • Der Artikel „Nuclear Regulatory Commission begins inspecting New Mexico uranium facility following incident in April – NRC inspection was prompted by concerns over safety protocols at the NM uranium facility“ von Fox-News vom 9. Mai ist hier online. Auch NuclearEngerniering berichtet über die Vorfälle bei URENCO USA.
  • Alles über URENCO auf umweltFAIRaendern.de
  • URENCO ist ein Urankonzern im Eigentum der Niederlande und Großbritannien sowie in Deutschland RWE und E.on gehört. Im westfälischen Gronau, im niederländischen Almeo und in Capenhurst (GB) betreibt URENCO unter anderem Anlagen zur Herstellung von angereichertem Uran für konventionelle Leichtwasserreaktoren. Außerdem betreibt das dreistaatliche Unternehmen die Uran-Fabrik in New Mexico, USA. Weil bei der Urananreicherung der URENCO technisch auch ohne größere Probleme atomwaffenfähiges Uran hergestellt werden könnte, unterliegen die Anlagen besonderen internationalen Kontrollen, um den milititärischen Mißbrauch zu verhindern. Die Uranfabrik in Gronau, wie eine weitere Anlage zur Herstellung von Brennelementen in Lingen, ist vom Atomausstieg in Deutschland ausgenommen. Beide Anlagen sind im internationalen Uran-Geschäft weiterhin aktiv und versorgen Atommeiler in aller Welt mit nuklearem Brennstoff.

Fox-News schreibt weiter, dass die NRC die Kontrollinspektion damit begründet, dass erneut ein Versagen der Kontrollen zur „Verhinderung chemischer, radiologischer und kritischer Gefahren“ bei URENCO US festzustellen ist. Die Inspektoren des NRC stammen dem Bericht zu Folge aus der Region II in Atlanta und werden sich für einige Tage vor Ort bei URENCO aufhalten. Dabei sollen nicht nur die Vorfälle vom April 2023 eingehend untersucht werden. Auch die Wirksamkeit der Maßnahmen, die nach den vorhergehenden Sicherheitsverstößen angeordnet wurden, sollen noch einmal überprüft und ggfls neu bewertet und verändert werden. Am Ende wird ein öffentlicher Bericht stehen,  in dem Feststellung und Schlussfolgerungen dargelegt werden. Der Bericht wird üblicherweise innerhalb von 45 Tagen nach Abschluss der Kontrollen veröffentlicht.

Laut Energy Monitor Worldwide* vom 08.04.2023 ereignete sich ein erster Vorfall im März 2022. Mitarbeiter hatten drei Baufahrzeuge beobachtet, die ohne weitere Barrieren in unmittelbarer Nähe eines Gebäudes geparkt waren, in dendn das gasförmige Uranhexafluorid verarbeitet wird. UF6, so die chemische Formel, ist eine extrem giftige Verbindung, radioaktiv und explosiv. Die NRC veranlasste umgehend eine Sonderinspektion und erstellte einen Bericht über den Vorfall. (Der Energy Monitor Worldwide ist über die Genios-Datenbank mit einem Zugang über die öffentlichen Bücherhallen recherchiebar, siehe Dokumentennummer 117429033)

Nur wenige Monate später, im Juni 2022 kam es zu einem weiteren Vorfall: Der Fahrer eines Lastwagens hielt die vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen nicht, die im Bereich Bereich eines Gebäudes mit Uranhexafluorid-Zylindern gelten. Eine Meldung des Unternehmens nahm die NRC zur einer Nachkontrolle im August 2022 zum Anlass. Laut Energy Monitor Worldwide stellten die NRC-Inspektoren mit ihren Inspektionen fest, „dass Urenco USA bei beiden Vorfällen keine angemessenen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen hatte.“

Laut EMW hätten die Versäumnisse und mangelnden Sicherheitsmaßnahmen zu Unfällen mit dem Uranhexafluorid führen können, die Risiken für Beschäftigte und Öffentlichkeit zur Folge hätten haben können. Über die Schlussfolgerungen der NRC-Untersuchungen seit Urenco USA im Dezember 2022 informiert worden. Das Unternehmen habe in einer schriftlichen Antwort die Verstöße zugegeben und Pläne für Abhilfemaßnahmen vorgelegt. Als Reaktion auf die Sicherheitsverstöße habe die NRC die Geldbuße vorgeschlagen. Das Unternehmen hat 30 Tage Zeit, die vorgeschlagene Strafe zu zahlen oder sie anzufechten, heißt es in dem Bericht. Unklar ist, ob die Strafe von URENCO auch gezahlt wurde.

Zum Hintergrund der URENCO US schreibt EMW: Die Aktivitäten von Urenco US gehen auf das Jahr 1992 zurück, als der „Vertrag von Washington“  den Weg für den Einsatz seiner Uran-Zentrifugentechnologie in den Vereinigten Staaten ebnete. „Ursprünglich wollte das Unternehmen im Bundesstaat Louisiana tätig werden, doch aufgrund der positiven Unterstützung durch die Bevölkerung wurde die National Enrichment Facility in Eunice, New Mexico, errichtet. Aufgrund des ursprünglichen Plans lautet der offizielle Lizenznehmer jedoch Louisiana Energy Services, während der Geschäftsname UUSA lautet.“ Der URENCO Neubau war das erste Nuklearprojekt „in den USA seit fast 30 Jahren“. Die Anlage habe 5 Milliarden Dollar gekostet und wäre eines der größten Bauprojekte im Bundesstaat New Mexico. Außerdem war URENOC US „das erste Projekt, für das die NRC eine kombinierte Bau- und Betriebsgenehmigung erteilte. Der Bau begann 2006 und wurde in drei Phasen abgeschlossen. Die Produktion von angereichertem Uran startete im Juni 2010, die erste Kundenlieferung erfolgte im März 2012. „Die Anlage hat derzeit 64 Kaskaden in Betrieb und produziert etwa 5 Mio. SWU pro Jahr, eine Kapazität, die ausreicht, um etwa ein Drittel des jährlichen US-Bedarfs zu decken.“

Dokumentation PM der National Regulatory Commission (NRC) als PDF. Siehe auch direkt hier als PDF

No: II-23-014 May 8, 2023
Contact:
Dave Gasperson, 404-997-4417

NRC Begins Special Inspection at Urenco USA Facility

The Nuclear Regulatory Commission has launched a special inspection at the Urenco USA
uranium enrichment facility in Eunice, New Mexico. The inspection follows an April 21
incident
involving the operation of a crane near a building that handles uranium hexafluoride without the
required safety controls present.

The facility is safe, but the event raises concerns about safety protocols at the site and
warrants additional NRC inspection as it involves a breakdown of controls designed to prevent
chemical, radiological, and criticality hazards – the primary concern at U.S. fuel cycle facilities.
Two similar events occurred in 2022, prompting the NRC to propose Urenco USA receive a
$70,000 civil penalty earlier this
month.

The inspection began today and inspectors from the NRC’s Region II office in Atlanta are at
the Urenco USA plant. Over several days, the inspectors will assess the effectiveness of previous
corrective actions taken by the facility to implement safety controls during construction activities
and evaluate the appropriateness of the company’s overall response.

“The recurrence of safety incidents at the Urenco USA fuel fabrication facility is
concerning, and we expect all our license holders to prioritize safety, strictly adhere to the highest
standards, and take prompt action to correct deficiencies,” said NRC Region II Administrator Laura
Dudes. “We’re committed to holding all NRC license holders accountable and taking appropriate
action to protect public health and safety.”

The inspection team will document their findings and conclusions in a public report
typically issued within 45 days of the completion of the inspection.

SIEHE auch NRC die Ankündigung über die 70.000 Dollar Strafe (PDF), und auch direkt hier

No: II-23-004 April 3, 2023
Contact:
Dave Gasperson 404-997-4417

NRC Proposes $70,000 Fine to Urenco USA Uranium Enrichment Facility

The Nuclear Regulatory Commission has proposed a $70,000 civil penalty for Urenco USA
for two violations of agency requirements related to improperly implementing safety controls at its
Eunice, New Mexico, plant.

The first violation occurred during a March 2022 event when plant staff found three
construction vehicles parked near a building that handles uranium hexafluoride without physical
barriers in place. The company notified the NRC as required and the agency launched a special
inspection in response and documented its findings in a May 10, 2022,
report.

The second violation occurred during a June 2022 event when plant management observed
an employee not following established safety procedures for trucks entering an area near a building
containing uranium hexafluoride cylinders. The company notified the NRC and the agency
conducted a follow-up inspection Aug. 24, 2022.

During that inspection, NRC inspectors found that Urenco USA failed to implement
adequate safety measures during both incidents. Specifically, the company did not take enough
precautions to prevent a potential accident sequence involving construction vehicles damaging the
facility or the uranium hexafluoride inside – increasing the risk to plant workers and the public.

Urenco USA was
notified of the apparent violations Dec. 8, 2022. The company submitted
a
written response to the NRC Feb. 8, 2023, admitted the violations, and discussed their plans for
corrective actions.

The NRC reviewed Urenco USA’s response and determined that while the incidents did not
result in the release of radioactive material, the potential safety consequences of the violations
warrant the proposed fine.

The company has 30 days to pay the proposed penalty or contest it. The NRC will consider
any response from the company before making a final determination on the matter.

×