Protokoll Landtag NRW. Ausschuss. Wirtschaftsministerin – Zeche zahlt deutscher Kohlestandort – Ein nuklearer Hoffnungsträger THTR Hamm auf dem Atommüll-Schrotthaufen

Vermutlich ist der Titel zu kompliziert. Aber das ist diese ganze Atomsache nun mal. Auch wenn derzeit oft eher verniedlichend von den Perspektiven gesprochen wird, ohne die Risiken zu betrachten. Nicht klug. Ein solches Desaster und WEM es WAS kostet passiert gerade wenig beachtet in Hamm in NRW. Eigentlich müssten die damaligen Betreiber des Atommeilers unter Führung von RWE den Rückbau des Ende der 1980 Jahre stilllegten AKWs bezahlen. Dumm nur, das diese Gesellschaft mit begrenzter Haftung GmbH irgendwie Pleite gegangen ist, weil mit dem sogenannten Thorium-Hoch-Temperatur-Reaktor THTR einfach kein Geld zu verdienen war, weil er einfach nicht funktionierte. Trotz allen offiziellen und nicht-offiziellen „Experten“. Der THTR wurde maximal gehypte damals. Möglicherweise ähnlich, wie heute das herbeireden der Atomfusion, obwohle wir derzeit ganz andere Probobleme haben. Aber: Mehr als eine Milliarde Euro könnte dieser atomare Blödsinn aus den 1970er Jahren kosten, den die damaligen Volksparteien immer mit Unterstützung der FDP gegen alle aufkommenden Widerstände durchgesetzt hatten. Die Zeche zahlt entweder ein Kohleland-Steuerzahler in NRW oder einer aus der Bundesrepublik inkl. exDDR. Eine Grüne Ministerin Mona Neubaur erzählt das Desaster im zuständigen Ausschuss des Landtags NRW im Dezember 2025 so …

Auszug aus dem Protokoll der Sitzung aus der Parlamentsdokumentation NRW, hier mit dem Link zur dortigen Quelle, als PDF:

9 Aktuelle Entwicklungen beim THTR-300 (Bericht auf Wunsch der Landesre-
gierung)

Ministerin Mona Neubaur (MWIKE) berichtet:

Seit dem 1. Dezember 2025 befinden wir uns daher nun in der in der Bundesrepublik
Deutschland historisch einmaligen Situation, die Sicherheit des Betriebs eines im
sicheren Einschluss befindlichen Kernkraftwerks im Wege der Ersatzvornahme ge-
währleisten zu müssen. Das bedeutet, dass die Atomaufsicht des Ministeriums für
Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie mithilfe des fachkundigen Unterneh-
mens „RWE Nuclear“ die sicherheitstechnisch notwendigen Aufgaben und Maßnah-
men durchführt.

Die anfallenden Kosten werden zuerst vom MWIKE getragen. Ein entsprechender
Titel wurde vorsorglich in den Haushalt 2025 aufgenommen. Dieser Titel steht mei-
nem Haus auch für das Jahr 2026 und die weiteren Jahre zur Verfügung.“

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