Nächste Runde: Hamburger Wärme-Dialog für Klimaschutz bei der Fernwärme

Muss weg - aber wie: Alte Kohle-Heizkraftwerk Wedel
Das alte Kohle-Heizkraftwerk Wedel muss ersetzt werden. Aber wie? Eine Entscheidung fällt nach dem Sommer. Der Wärme-Dialog zeigt Alternativen.

(UPDATE 25/8/2105: Terminänderung: Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, siehe unten!) Trotz der Kontroversen im Gutachter-Begleitprozess bei der künftigen Gestaltung der Fernwärme-Versorgung in Hamburg wird der Wärme-Dialog fortgesetzt. Gemeinsam veranstalten der Hamburger Zukunftsrat und die Energienetz-Genossenschaft am 1. September einen Dialog über die anstehende Entscheidung, wie das alte Kohleheizkraftwerk in Wedel, mit dem derzeit durch besonders klimaschädliche Kohle die Fernwärmeerzeugung stattfindet, ersetzt werden kann. Während die Stadt und Vattenfall bislang an einem zentralen Ersatz auf Gasbasis festhalten, wollen Umweltverbände und Initiativen einen Einstieg in die Dezentralisierung und verstärkten Einsatz von Erneuerbaren Energien durchsetzen. Es geht um dreistellige Millionen-Investitionen. Thema auch: Die Mogelpackung beim Klimaschutz im Neubaugebiet „Altona Mitte“.

Die Energienetz-Genossenschaft, einer der Träger des Wärme-Dialogs, hat sich aus Anlass des Volksentscheids Unser Hamburg – Unser Netz zur Rekommunalisierung der Energienetze für Strom, Gas und Fernwärme gegründet und verfolgte zunächst das Ziel, sich am Stromnetz als Partner der Stadt Hamburg zu beteiligen. Nach dem erfolgreichen Volksentscheid hat sich die Genossenschaft inzwischen neue Ziele gesetzt. Im Juni beschlossen die GenossInnen einstimmig: „Wir wollen zukünftig eigene dezentrale Energieerzeugungsanlagen bauen und betreiben, um selbst regenerativen Strom und Wärme in der Metropolregion Hamburg zu produzieren und zu vermarkten. Wir fördern Direkt- und Eigenverbrauchskonzepte, Energieeffizienzmaßnahmen und Kraft-Wärme Kopplung. Wir beteiligen uns an dem Aus- und Aufbau von Nahwärmenetzen sowie an der Modernisierung des Stromnetzes“, heißt es dazu auf der Homepage.

Die bisherigen Planungen für den vierten Hamburg Wärme-Dialog sehen so aus:

53. Ratstreffen und Vierter Hamburger Wärmedialog

Dienstag, 01.9., ab 18 19 Uhr, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

Eine gemeinsame Veranstaltung des Zukunftsrates Hamburg und der EnergieNetz Hamburg eG.

Der Senat wird 2019 das Fernwärmenetz von Vattenfall zurückkaufen. Aber bereits jetzt werden Entscheidungen zur Wärmeerzeugung vorbereitet, die dazu führen können, dass weiterhin vorwiegend Kohle und Gas verbrannt werden.

Wie aber könnte ein zukunftsfähiges Wärmeversorgungskonzept für Hamburg aussehen, das klimaschädliche Emissionen deutlich reduziert und faire Preise für alle Fernwärmenutzer bietet. Welche Rolle kann das vom Senat beauftragte Gutachten- und Beteiligungsprojekt  „Kraftwerk Wedel und Alternativen“ in der Entscheidungsfindung spielen? Wie geht es weiter in der Neuen Mitte Altona: „Klima-Modellquartier“ oder die große Mogelpackung?

Diskutieren Sie mit uns und den Experten auf dem Podium:

  • Hanne Harder, Initiative „Stopp – Kein Mega-Kraftwerk Wedel“
  • Christian Maaß, Hamburg Institut
  • Christian Wystub, Betriebsratsvorsitzender Vattenfall Wärme Hamburg (* Hinweis: Wystup ist inzwischen nicht mehr online als Diskussionsteilnehmer genannt)
  • Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie, Hamburg

Mit anschließender Diskussion.

Moderation: Matthias Ederhof, Vorstand EnergieNetz Hamburg eG.

 

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