
Die Wirklichkeit ist besser als jede Satire: Ole von Beust (CDU) und Matthias Platzeck (SPD) sind neben Jürgen Trittin (Grüne) die neuen Ober-Finanz-Kommissare in Sachen: Was kostet die Atommülllagerung und wer soll das bezahlen? Von Beust und Platzeck wissen wie man das ganz große Geld zu Lasten der SteuerzahlerInnen versenkt. Der eine mit einer Elbphilharmonie, die den BürgerInnen für schlappe 77 Millionen versprochen wurde und deren Gesamtkosten heute fast 900 Mio. Euro betragen. Der andere begnadeter Aufseher eines Berliner Flughafens, der inzwischen weit über fünf Mrd. Euro kostet und möglicherweise – weil es so schön war – gleich noch mal neu gebaut werden muss. Diese beiden Experten im Versenken von Steuergeldern leiten nun eine Atom-Kommission, die nach dem Willen der „Bundesregierung sicherstellen (soll), dass die verantwortlichen Unternehmen langfristig wirtschaftlich in der Lage sind, ihre Verpflichtungen aus dem Atombereich zu erfüllen.“ Fehlt eigentlich nur noch jemand, der sich mit Bahnhöfen auskennt.
Mit der Expertise, die diese beiden Experten auszeichnet, braucht man sich wohl nicht allzuviele Gedanken machen, was die von der Bundesregierung beschlossene „Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs“ (KFK) am Ende bringen wird. Bleibt aber die Frage: Trittin? Warum Trittin?
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