COP23 und Klimaschutz: Initiative Kohle Stoppen Hamburg – Rote-Linie-Aktion Rathausmarkt 10/11/2017

Der Kohleausstieg muss jetzt beginnen! Das ist die klare Botschaft, die gestern von einem breiten Bündnis und 25.000 TeilnehmerInnen auf der Demo „Klima retten – Kohle stoppen“ in Bonn an die Welt-Klimakonferenz, aber auch an die künftige Bundesregierung, gesendet wurde. Unterstrichen wurde diese Forderung heute von „EndeGelände“ mit Aktionen in und um die rheinischen Braunkohlegruben, an denen 4.500 Menschen teilnahmen. In Hamburg haben sich zahlreiche Initiativen, Umwelt-Verbände und entwicklungspolitische Organisationen zusammen getan. Beteiligt an der „Initiative Kohle Stoppen Hamburg“ u.a. der BUND (AK Energie) Hamburg, Brot für die Welt, die Infostelle für Klimagerechtigkeit von der Nordkirche Weltweit, der Gegenstrom Hamburg, attac, die NaturFreunde, der Landesverband Windenergie und Greenpeace Hamburg (mehr siehe unten). Während in Bonn die Klimaverhandlungen beginnen, rufen sie für den 10. November zu einer Aktion auf dem Hamburger Rathausmarkt auf und wollen dort die Rote Linie gegen Kohle ziehen: „Bis hierhin und nicht weiter!“, heißt es in dem Aufruf. Rund 94 Prozent des in Hamburg erzeugten Stroms stammt aus fossilen Energieträgern.

Der Aufruf der Initiative KohleStoppenHamburg (als PDF zum download):

Klima schützen Hamburg: Raus aus der KOHLE

Liebe Klimabewegte,

um die zerstörerischen unumkehrbaren Folgen des Klimawandels zu begrenzen, darf die 1,5-Grad-Grenze keinesfalls überschritten werden. Dafür bleibt uns kaum noch Zeit. Deswegen ziehen wir am 10.11.2017 um 10:30 Uhr auf dem Rathausmarkt die Rote Linie und sagen: „Bis hierhin und nicht weiter!“ Sei auch Du dabei!

Warum jetzt?

Diesen November findet in Bonn die Weltklimakonferenz (COP23) statt. Obwohl sich die meisten Länder, darunter auch Deutschland, mit dem Pariser Abkommen verpflichtet haben, ihre C02 Emissionen drastisch zu senken, sind diese seitdem weiter angestiegen. Deutschland ist nach wie vor Spitze beim Verbrennen klima­ schädlicher Kohle und wird seine Klimaziele für 2020 klar verfehlen. Deshalb müssen die ältesten Kohlekraft­ werke umgehend stillgelegt werden .

Warum Hamburg?

Hamburg gilt  mittlerweile als trauriges Beispiel für eine verfehlte Klimapolitik. 94 % des in Hamburg erzeugten Stroms stammen aus fossilen Energieträgern. Die Zahlen für die Wärmeproduktion sind ähnlich schlecht.

Klimagerechtigkeit jetzt!

Die Folgen des Klimawandels sind schon heute Fluchtursachen in den Ländern des globalen Südens. Gleichzeitig machen Großkonzerne, auch aus Hamburg, mit der Nutzung fossiler Energien riesige Profite. Wir hier in Hamburg sagen „Nein“ zur dreckigen Kohle,die in den Kraftwerken Moorburg,Tiefstack und Wedel des Energiekonzerns Vattenfall verbrannt wird. Und wir sagen „Nein“ zum Bau des kürzlich genehmigten Kraftwerks des Chemiekonzerns Dow Chemical in Stade.

Wir fordern von Senat und Bürgerschaft: Verbindliche Maßnahmen für einen raschen sozialverträglichen Kohleausstieg in Hamburg – Hamburg raus aus der Kohle!

Die Aktion

Dazu wollen Klima-, Energie- und Umweltgruppen, sowie kirchliche Akteure aus Hamburg gemeinsam mit Euch am Freitag den 10.11.2017 um 10:30 Uhr auf dem Rathausmarkt die Rote Linie vor dem Rathaus ziehen und verdeutlichen, dass ein sofortiger Kohleausstieg unausweichlich ist. Klimaschutz wird nicht in Bonn durchgesetzt,sondern dort wo wir aktiv werden. Lasst uns Hamburg gemeinsam zum Vorreiter machen!

Zieht euch rot an und seid kreativ. Wir freuen uns über viele Transparente, Schilder und rote Bänder, um eine lange „Rote Linie“ ziehen zu können und ein deutliches Zeichen für Klimagerechtigkeit zu setzen. Wir freuen uns auf euch!

 

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