Uranabbau in Grönland? – Besser die Finger von lassen

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Widerstand gegen Uranbergbau in Grönland formiert sich.

Weltweit wird von internationalen Konzernen intensiv nach Rohstoffen gesucht, darunter auch das für die Atomwirtschaft notwendige Uran. In Folge der Klimakatastrophe wird auch Grönland als ein künftiger Uran- und Rohstofflieferant immer bedeutsamer (Spiegel). Die Regierung hat angekündigt, den Uranbergbau angehen zu wollen und hat ein entsprechendes Verbot im Herbst letzten Jahres aufgehoben. Im März haben zwei Konferenzen in Nuuk und in Kopenhagen stattgefunden, die sich mit den Folgen des Uranbergbaus befassten. Als Fazit ist klar: Der Widerstand gegen einen Uranbergbau in Grönland hat erst begonnen. Hier als Dokumentation eine englischsprachige Pressemeldung der Organisatoren.

Uranbergbau: Internationale Konferenz 2014 in Freiberg/Sachsen

Uranabbau? Besser in der Erde lassen. Foto: Dirk Seifert
Uranabbau? Besser in der Erde lassen. Foto: Dirk Seifert

Weltweit wird von Unternehmen und Investoren die Suche nach Uranvorkommen vorangetrieben. Immer mehr Länder drängen, sich an dem umwelt- und gesundheitsgefährdenden Uranabbau zu beteiligen. Und immer öfter gibt es massive Proteste. Tansania, die Mongolei und Grönland sind im Focus der Konzerne. Da will die Wissenschaft nicht abseits stehen. Im September 2014 wird in Freiberg die internationale Konferenz “Uranium Mining and Hydrogeology” stattfinden. Durchgeführt wird die Konferenz zum inzwischen siebten Mal von der Technischen Universität – Bergakademie Freiberg. Freiberg liegt zwischen Chemnitz und Dresden. Erste Informationen über die geplante Konferenz sind auch hier zu finden (PDF).

Dreckiger Uranabbau: Immer mehr Länder wollen mitmischen

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Uran muss in der Erde bleiben. Das fordern viele von Uranbergbau Betroffene und die Anti-Atom-Bewegung. Foto: Dirk Seifert

Kasachstan, Canada, Australien, Niger, Namibia, Russland. Das sind derzeit die führenden Länder in Sachen Uranbergbau. In diesen Ländern wird derzeit mit erheblichen Umweltschäden und vielen Menschenrechtsverletzungen der Brennstoff für den Betrieb von Atom-Kraftwerken oder auch -Waffen aus der Erde geholt. Eine detaillierte Übersicht über den Beginn der Atomspirale, die zum weltweit ungelösten Problem der dauerhaften Atommülllagerung führt, ist auf der Seite World Uranium Mining zu finden. Dort sind die Fördermengen für das Jahr 2012 veröffentlicht.