Atomtransporte: Namibias Uran für Europas Atommeiler

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Hafen Hamburg: Atomtransporte zwischen Elbphilharmonie und Kreuzfahrtschiffen. Foto: Dirk Seifert

Erneut hat in Hamburg ein Atomtransport mit Uranerzkonzentrat (Yellow Cake) stattgefunden. Sechs Container mit dem radioaktiven Material, aus dem im weiteren Verlauf angereichertes Uran für Brennelemente zum Einsatz in Atommeilern hergestellt wird, kamen per Schiff über den Hafen. Die mit  CATU beschrifteten Container sind vermutlich mit der „Golden Karoo“ (Korrektur) „Green Mountain“ aus Namibia nach Hamburg gelangt. Von hier aus ging die strahlende Reise per Zug weiter. Vom Süd-West-Terminal zunächst nach Maschen und dann über Bremen, Osnabrück, Münster, Köln und Bonn weiter bis nach Südfrankreich. Ab Hamburg startete der Transport am 29.1. und passierte Köln-Bonn am frühen Morgen des 31.1.2015. In Narbonne beginnt dann in einem ersten Schritt die Umwandlung zum Atombrennstoff.

Radioaktiv durch Deutschland: Atomtransport aus dem Hamburger Hafen gestartet (Update 17.8.2014)

Uranerz in Containern im Hamburger Hafen: Kommenden Montag könnte die Reise quer durch Deutschland starten.
Reihenweise Uranerzkonzentrat in Containern im Hamburger Hafen: Kommenden Montag könnte die Reise quer durch Deutschland starten.

UPDATE: Atomzug aus dem Hamburger Hafen ist mit 36 Uran-Containern gestartet! Strahlende Reise durch Deutschland: Atomtransport aus Hamburg auf dem Weg!

Am Montag Nachmittag startet vermutlich Ein Uran-Zug mit mindestens 36 Containern aus dem Hamburger Hafen ist auf dem Weg quer durch Deutschland. Ab Mitternacht geht es vermutlich über Niedersachsen Bremen, Münster, Köln, Bonn weiter die Mosel entlang über Rheinland Pfalz nach Narbonne in Frankreich.

Was Uranbergbau zerstört: Tanzania – Selous Game Reserve und Bahi-Swamp

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Uran-Exploration in Illindi Village, Bahi Region, 2011, Foto: Anthony Lyamunda

Der russische Atomgigant ROSATOM ist ebenso wie der französische Konzern AREVA weltweit im Geschäft. Um ihre Atomprogramme mit dem nötigen Brennstoff zu versorgen und den Nachschub zu sichern, wird weltweit nach Uranvorkommen gesucht und abgebaut. ROSATOM lässt über kanadische und australische Unternehmen (Mantra, Uranium One) die Vorkommen erkunden. Z.B. im ostafrikanischen Tanzania, wo eine Uranmine in einem der bedeutendsten Wild-Schutzbegiete, dem Weltnaturerbe Selous Game Reserve, nahezu einsatzbereit ist. In einem weiteren Gebiet, dem für die heimische Bevölkerung lebenswichtigen Bahi-Swamp, einem extrem fruchtbaren Überschwemmungsgebiet in der Nähe der Hauptstadt Dodoma, läuft die Erkundung.

Uran tötet – Französischer Atomkonzern AREVA in der Mongolei

anti-nuclear-mongoleiLogoUmweltFAIRaendern-geAlarmierende Meldungen in Sachen Uranbergbau mit katastrophalen Folgen kommen aus der Mongolei. Dort erkundet der französische Atomgigant AREVA seit Jahren die Uranvorkommen und bereitet den Abbau vor. Die Initiative „MUNX TENGER – ewiger Himmel“ berichtet aktuell auf ihrer Homepage über Krankheiten und Missbildungen bei den Viehherden in der Nähe der Bohrungen, die AREVA zur Erkundung der Uranstätten durchgeführt hat. Die Gründe dafür sind zwar nicht klar, aber der räumlich-zeitliche Zusammenhang ist unübersehbar, berichtet Munx-Tenger. UmweltFAIRaendern dokumentiert im folgenden den Artikel, der im Original hier als PDF zu lesen ist.

Konflikte und Rohstoffe: Kein Frieden nach Frankreichs Kriegseinsatz in Mali

MaliMali rund ein Jahr nach dem Beginn des  Kriegseinsatzes französischer Truppen im März 2014: „Wir sind sehr enttäuscht von Frankreich, wir fühlen uns verraten. Die Franzosen haben mit ihrem Militäreinsatz den Weg freigebombt und die Islamisten verjagt, und dann durften sich die Tuareg-Rebellen hier breitmachen – nur weil Frankreich sich Hilfe bei der Befreiung von Geiseln verspricht, weil es unsere Bodenschätze will, weil es sich einwickeln lässt von diesen Leuten.“ Das sagt Tiefolo Coulibaly aus Kidal in einer Reportage von Alexander Göbel im DeutschlandRadio. Coulibaly arbeitet für eine Hilfsorganisation. „Er hat hier die Zeit unter den Islamisten von Ansar Dine erlebt, den radikalislamischen Tuareg, dann die Befreiung durch die Franzosen, und schließlich den Einmarsch der MNLA.“

Rohstoff-Konflikte um Uran im Niger: Frankreichs Atomkonzern AREVA unter Druck

areva-01Erneut haben im Niger am 6. Februar trotz starker Repressionen hunderte von Menschen in der Hauptstadt Niamey gegen den französischen Atomkonzern AREVA demonstriert (siehe hier).  Die Regierung des Niger verhandelt seit Monaten mit dem Atomgiganten über bessere Konditionen beim Uran-Bergbau. „Niger will gemäss seinem Bergbaugesetz aus dem Jahr 2006 die Steuern von 5,5 auf 12 Prozent der Einnahmen anheben, Areva beruft sich auf frühere Abmachungen, die Steuererhöhungen bis ins Jahr 2043 untersagen“, schreibt Swissaid.

Uran, Rohstoffe, Konflikt: Deutsche Militäreinsätze in Afrika als „Sicherheit“ für Europa

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Hamburger Schauspielhaus zur Abschottung Europas gegen Flüchtlinge aus Afrika. Foto: Dirk Seifert

Deutschland entdeckt seine Interessen in Afrika! Vordergründig geht es um humanitäre Hilfe und Anti-Terror-Kampf – und darum, dass die Zahl der Flüchtlinge, die aus Krisengebieten sich nach Europa auf den Weg machen, kontrolliert werden kann: Doch schon im zweiten Satz wird auch über die wirtschaftlichen Interessen gesprochen, die mit Militäreinsätzen verbunden sind: „Humanitäre Notsituationen, aber auch wirtschaftliche Interessen sind für Verteidigungsministerin von der Leyen gute Gründe, um die Bundeswehr auf Mission zu schicken.

Uran – Niger – AREVA – Frankreich: Widerstand gegen Uranabbau und AREVA

Uranmine bei Arlit im Niger. AREVA beutet aus... Foto: Davin Francois
Uranmine bei Arlit im Niger. AREVA beutet aus… Foto: Davin Francois

Rund 40 Prozent des Urans für den Betrieb seiner Atomkraftwerke erhält Frankreich aus dem Niger. Dort, in der ehemaligen Kolonie, betreibt der Atomkonzern AREVA seit rund 40 Jahren den umwelt- und gesundheitsschädlichen Uranabbau. Seit vielen Jahren formiert sich immer mehr Widerstand gegen die Abbaubedingungen und die Verträge. Erst vor wenigen Wochen demonstrierten tausende Menschen in Arlit, im Norden des Niger, gegen AREVA. Die Regierung des Niger versucht derzeit, neue Verträge zu faireren Bedingungen mit AREVA auszuhandeln.

Spekulationen über Uranpreise – Nach dem Ende des russisch-amerikanischen Programms „Megatonnen zu Megawatt“

Radioaktiv-10.jpgSeit längerer Zeit sind die Preise für Uran als Brennstoff für den Betrieb von Atomkraftwerken im Keller. In vielen Regionen der Welt wird zwar die Exploration vorangetrieben und neue Uranvorkommen entdeckt, aber selbst bei bereits in Betrieb befindlichen Uranminen führen die niedrigen Uranpreise dazu, dass der Minenbetrieb pausiert oder reduziert wird. Hinzu kommt, dass nach Fukushima die japanischen AKWs allesamt vom Netz gingen und auch in Deutschland abgeschaltet wurden. Doch nun läuft zum Jahresende das Programm „Megatonnen zu Megawatt“ (Nuklearforum Schweiz) zwischen den USA und Russland über die Reduzierung von Atomwaffen aus (siehe Greenpeace-Magazin). In diesem Rahmen wurde über 20 Jahre hochangereichertes Uran (über 90 Prozent Uran 235) aus den Sprengköpfen zu Uran für Atomreaktoren umgewandelt (mit rund fünf Prozent Uran 235). Führt das Ende dieses Programms nun zu steigenden Uranpreisen und zur Inbetriebnahme neuer Uranminen?

Französische Atom-Interessen – AREVA in Afrika

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Massive Wirtschaftsinteressen in Afrika: Uran und der französische Atomgigant AREVA

Frankreich – AREVA – Uran – Afrika. Im Januar 2012 intervenierten französische Truppen in Mali. Jetzt beteiligt sich Frankreich an einem Militäreinsatz in Zentralafrika. Im Tschad sind französische Truppen stationiert und im Niger haben Spezialkräfte nach dem Einsatz in Mali auf dem Gelände der Uranminen des Atomkonzerns AREVA Stellung bezogen. Die alte Kolonialmacht Frankreich zeigt eine massive Präsenz in der Region südlich der Sahara. Und immer wieder ist dabei die Rede von Bodenschätzen, von Uran, von Gold und von Öl. Und der Name AREVA taucht immer wieder auf und immer wieder geht es um Uran, von dem Frankreich für seine fast 80-prozentige Stromerzeugung aus Atomenergie abhängig ist.

Afrika – Uran – Atomenergie – AREVA – Frankreich: Atomic Africa – Film von Marcel Kolvenbach

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Mächtige Interessen in Afrika: Der französische Atomgigant AREVA

Nach dem Militäreinsatz Frankreichs in Mali im Januar 2013 intervenieren französische Truppen nun auch in Zentralafrika. Immer wieder kommt dabei die Frage auf, wie weit die Rohstoffe in der afrikanischen Region südlich der Sahara eine Rolle für Frankreich spielen, in den Gebieten seines ehemaligen Kolonialreichs auch militärisch einzugreifen. Die südliche Sahara-Region  gilt als ausgesprochen reich an Rohstoffen wie Uran, Gold und Öl. Besonders für seine Atomkraftwerke ist Frankreich von Uranimporten abhängig. Derzeit stammen rund 40 Prozent des Urans aus dem Niger. Nach dem Kriegseinsatz in Mali hat Frankreich auf den Uranminen im benachbarten Niger, die vom Atomgiganten AREVA seit Jahrzehnten ausgebeutet werden, Spezialeinheiten der Armee stationiert.

Dossier: Kampf um Rohstoffe – Der Uranabbau, der Niger und die AREVA

Uranmine bei Arlit im Niger. AREVA beutet aus... Foto: Davin Francois
Uranmine bei Arlit im Niger. AREVA beutet aus… Foto: David Francois/Wikipedia

Seit rund 40 Jahren wird im Niger durch den französischen Atomkonzern AREVA Uranerz abgebaut. Mit schweren Schäden für Umwelt und Gesundheit der Menschen. Seit Jahren wachsen die Proteste über den Uranabbau für Frankreich in dem armen Wüstenstaat an. Auch bewaffnete Auseinandersetzungen, Terroranschläge und Geiselnahmen kennzeichnen die Konflikte.