Endlagersuche: Nationales Begleitgremium wählt neuen Vorsitz

Nachdem im März das Nationale Begleitgremium mit Monaten Verspätung endlich vom Bundestag und Bundesrat vollständig besetzt worden ist, hat das Gremium auf einer auch im Internet übertragenen Sitzung seine Spitze neu gewählt. Das NBG hatte sich verständigt, weiterhin eine quotierte Doppel-Spize zu wählen. Klaus Töpfer, der jahrelang als Co-Vorsitzender das NBG engagiert mitgeleitet hatte, ist nicht mehr im neuen NBG vertreten und stand damit nicht mehr zur Wahl. In einer vorhergehenden Befragung war vor allem Günther Beckstein im Mittelpunkt, nachdem seine CSU-Kollegen in der bayerischen Staatsregierung und der Bundesregierung laut einem Spiegel-Artikel massiv politisch in das Endlager-Verfahren einwirken, um Bayern komplett aus der Endlagersuche heraus zu bekommen. In einem ersten Wahlgang fanden die Kandidaten Grundwald, Beckstein und Leinen zunächst keine qualifizierte Mehrheit.

Leinen zog daraufhin seine Kandidatur zurück. Der zweite Wahlgang endete mit einem Patt zwischen Beckstein und Grunwald. In der Stichwahl wurde dann Armin Grunwald, der schon in der Endlager-Kommission und in der Erst-Besetzung des NBG beteiligt war, vor dem CSU-Mitglied Günther Beckstein zum neuen männlichen Vorsitzenden gewählt. Für den weiblichen Vorsitz, den bislang Miranda Schreurs innehatte, die auch erneut zur Wahl antrat, kanditierte auch die Bürgervertreterin Marion Durst. Bereits im ersten Wahlgang wurde Miranda Schreurs im Amt bestätigt.

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