Hochradioaktiver Atommüll: In den Castor reinschauen – mit Myonen?

Atommüll. Was tun? Klar ist erstmal: Der Atommüll ist weltweit vorhanden, die Menge wächst und was damit jemals sicher für irgendwas mit einer Million Jahre (WAS?) passieren soll und kann, weiß so richtig niemand. Aber egal: Männer heulen nicht und: Atomstrom kann man gern mal machen. Hoffentlich trift es andere. Aber: Wie kann man wirklich prüfen, dass hochradioaktiver Atommüll auch langfristig oberirdisch sicher gelangert werden kann? Was macht die Strahlung, was wissen (Grenzen) wir und was macht die Zeit? Was droht an Risiken aus wachsenden sozialen und staatlichen Konflikten? Stichwort Zivilisation! Und was können Myonen helfen, um diese Risiken genauer zu betrachten und später zu bewerten?

Wie man in einen Atomreaktor schauen könnte, ist hier zu lesen. Die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) von Atommüll hat ein Auge drauf. Aber wie kann sie – ohne Castorbehälter zu öffnen und reinzuschauen, prüfen, wie es in den Behältern aussieht und in welchem Zustand der darin befindliche Atommüll ist? Droht eine Atomexplosion, wenn man den Behälter bewegt, wenn er ins Endlager soll? Oder hält das Zeug auch einer verlängerten oberirdischen Zwischenlagerung, gemessen an technischen und zivilisatorischen Anforderungen stand? Die Sache ist viel komplizierter und riskanter, als diese paar Fragen andeuten! Vor allem: Es braucht eine gesellschaftliche Entwicklung, die Standards weiterdenkt und Sicherheit neu denkt? Am Rande des Limits. Was, wenn wir das nicht mehr schaffen? Was, wenn wir das nicht mehr wollen würden?

Myonen und das Atomforschungsprogramm der BGZ.

Ist das kompliziert? Atmen! Jupiter Jones, Laufzeitverlängerung – Neues Album – 2009 „Mal richtig abschalten“ in Berlin – „Lesen ohne Atomstrom“ – in Hamburg jetzt demnächst vor Fukushima-Katastrophen-Jahrestag – irgendwas falsch?

Jupiter Jones. Vor „Still“ – auf einer Bühne in Berlin – Keine Laufzeitverlängerung für Atomenergie – über 50.OOO vor dem Brandenburger Tor – NEIN zu Merkel, CDU/CSU, Liberale – Nein zu Risiko Tschernobyl II – es folgte Fukushima. Jupiter Jones auf einer Bühne der Anti-Atom-Bewegung. 2009! Fette Bühne! (eher nüchtern hier) (Moderation war mein Job.) „Einfach mal richtig abschalten“ war die „Parole“ gegen die Atom- und Kohlelobbyisten, im angesicht einer überaus erfolgreichen Expansion der Erneuerbaren Energien nach dem entstrechenden Gesetz der ersten rot-grünen Bundesregierung. Es folgte eine Art „Einsicht“, es folgte – schrittweiser – Atom(strom)ausstieg. Merkel – erst für nukleare Laufzeitverlängerung – korrigierte sich! Wenn Japan, auf einer feurigen Erdbebenrinne, als high-tech-gesellschaft, Atomrisiken nicht auf die Reihe bekommt, die Sicherheit von Atommeilern nicht gewährleisten kann, – dann schafft das Niemand. Merkel – rechts – suchte den Zusammenhalt, irgendwie. Merz sucht – mit der Idee Lindner und Black Rock – mehr Spaltung! Viel ist passiert, seit dem. Auch bei Jupier Jones. Bei Nicholas Müller – Seele ATMEN. DANKE. Für alles! Und für das Statement. Und ein neues – echtgelebtes – Album! Was eigentlich rede ich hier: Erinnerungen – Gegenwart – Zukunft. Na klar!

Für immer: Nordpool/Südpool (Youtube)

Vielleicht – vermutlich – sehr sicher – würde Jupiter Jones – mein Gefühl – in den Rahmen von „Lesen ohne Atomstrom“ reinpassen. Aber die sind ja keine Literatur! Ok? Die nunmehr 10. Veranstaltung einer Reihe, die nach der Katastrophe von Fukushima am AKW Krümmel begann, auf ausdrücklichem Wunsch von Nobelpreisträger Günther Grass! An seiner Seite – für den Atomausstieg – Nina Hagen. Natürlich schrill. Und nun wieder zurück zum Thema:

Atomenergie spaltet: Gewaltfreie Aktion – „Evangelische Kirche und Anti-AKW-Bewegung“

„Das Beispiel der Hamburger Initiative kirchlicher Mitarbeiter und Gewaltfreie Aktion im Konflikt um das AKW Brokdorf 1976–1981“ lautet  der Untertitel, des über 400 seitigen Buches von Dr. theol. Luise Schramm. Kein Krimi und auch kein Plädoyer für zivilen Ungehorsam, aber eine faktenreiche Erzählung über die Geschichte von zivilem Ungehorsam in der Auseinandersetzung um globale ökologische Risiken und Institution Kirche am Beispiel Atomenergie. Es gibt ein paar Ausflüge in die Jahre bis zur Katastrophe von Tschernobyl und der Inbetriebnahme von Brokdorf Ende 1986. Die „Solidarische Kirche“ als Nachfolgerin der Initiative ist nicht mehr Thema der „wissenschaftlichen Reportage“. Thema aber ist die damalige Kampagne für einen „Stromzahlungsboykott“ und auch die Besetzung der Petri-Kirche nach der Selbstverbrennung von Hartmut Gründler in Hamburg. Es geht Kirche um Moral. Natürlich. Um Religion, um Menschenbild. Es geht darum, aus Geschichte zu lernen? Das Buch ist ein kontruktiver und faktenreicher Beitrag zur Geschichte des zivilen Ungehorsams, – in der Kirche, bei der Suche nach Gott und Mensch. (Komisch aber: Viele Veröffentlichtungen aus dem kirchlichen Bereich sind mir bei meiner Internetrecherche jetzt nicht aufgefallen. Aber vielleicht ist so eine alte Instituion in diesem schnelllebigen jungen Medium an der Basis noch nicht so aktiv? Aber vielleicht ist der Preis von 90 Euro für das Buch auch – inzwischen – zu prüfen?! Das Buch ist bereits 2018 erschienen.)

  • Das Buch ist bei Vandenhoek und Rupprecht erschienen: Siehe hier. Mit einem Preis von 90 Euro ist allerdings wahrscheinlich, dass junge umweltengagierte Menschen dieses Buch außerhalb von einigen Universitäten nicht wirklich zur Kenntnis nehmen können und auch viele Aktive aus den Reihen gewaltfreier Aktionsgruppen nicht.
  • Eine ausführliche Besprechung des Buches von Luise Schramm ist natürlich hier bei „Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften“ erschienen. Sie stammt von Jan-Henrik Meyer vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte / Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Darin bespricht er auch das Buch „Gaumer, Janine: Wackersdorf. Atomkraft und Demokratie in der Bundesrepublik 1980–1989. München 2018: Oekom Verlag , ISBN 978-3-96238-073-1, 368 S. € 29,00. “ Hier auch als PDF online! (Ich traue mich aus Urheberschutzgründen nicht, diese PDF auch direkt hier verfügbar zu machen, denke aber eigentlich, als wissenschaftlicher Beitrag müsste der Text inzwischen „öffentlich“ frei verfügbar sein! Erklärt mir, was richtig oder falsch wäre und was recht ist!)
  • Siehe auch hier das Archiv Aktiv – über die Geschichte des zivilen Ungehorsams.
  • Eine 14 seitige  Arbeit von Luise Schramm mit dem Titel „Kirchliche AntiAKWBewegung zwischen Militanz und Gewaltfreiheit“ ist 2017 hier als PDF bei Nordkirche nach 45 veröffentlicht. Zu Dokumentationszwecken auch hier als PDF.
  • Die Akademie Nordkirche berichtet 2018 über eine Veranstaltung zum Buch: „Luise Schramm erschließt die Geschichte dieser kirchlichen Basisgruppe seit ihrer Entstehung im Zusammenhang mit den Großdemonstrationen gegen den Bau des Atomkraftwerkes Brokdorf und legt sowohl den Diskussionsprozess als auch die Debatten um die Aktionsweise innerhalb der Anti-AKW-Bewegung dar. Ausführlich widmet sie sich auch der Besetzung der Hauptkirche St. Petri 1979, an der auch HIkMuGA-Pastoren beteiligt waren. Die Autorin liest aus ihrer jüngst erschienenen Studie mit anschließender Diskussion.“

In dem Buch geht es um den Verlauf und in gewisser Weise um die Motive, warum Kirchen-Aktive mit Mitteln des Zivilen Ungehorsams in den 1970er und Anfang der 1980er gegen die Nutzung der Atomenergie und den Bau von Atomkraftwerken angingen, am Rande der Legalität, aber Legitim? Eine Diskussion um einen Aktivismus, der Gesellschaft und also ein Miteinander demokratisch und sozial verbessern will. Innerkirchliches Selbstverständnis und Kirche in Staat und Gesellschaft – es geht in der Frage Atomenergie, um eine Überlebensfrage der Menscheit. Es geht um Impulse, um die „Bewahrung der Schöpfung“ – auch wenn das den Bruch mit „Konventionen“ erfordert. Es geht um humanistischen Sinn, legitim, gemeinwohlorientiert – und Person.

Über den Verlauf und die Diskussionen, die Ziele und Selbstverständnis und die innerkirchliche Demokratie; – darüber gibt das Buch von Schramm zum Konflikt über den Bau des AKW Brokdorf und den damit verbundenen innerkirchlichen Konflikten im Spannungsfeld von Institution und (demokratischer) Umgang mit den Herausforderungen zivilem Ungehorsams einen detaillierten Einblick. In den 1970er Jahren als ein Bruch von Nachkriegsdeutschland im Aufstreben einer demokratischen Erneuerung gegen den Faschismus – mehr Demokratie wagen, hatte Willi Brandt empfohlen! Das wird in dem Buch historisch nicht eingeordnet, aber: Der Konflikt in dem Themenfeld wird detailliert, in jedem Fall faktenreich und gut gegliedert dargestellt.

Die Autorin, Dr. theol. Luise Schramm ist heute Pfarrerin der Ev.-luth. Kirchgemeinde Bad Schandau in der Sächsischen Landeskirche. Für ihre Darstellungen der „HIkMuGA“, so die im Buch verwandte Abkürzung für  „Hamburger Initiative kirchlicher Mitarbeiter und Gewaltfreie Aktion“, greift dich Wissenschaftlerin auch auch Archive ehemaliger Aktivist:(inn)en, wie Ulfrid Kleinert, Jan Steen und auch Wolfgang Hertle, zurück.

Informationen vom Verlag (wie oben verlinkt) als Dokumentation:

Evangelische Kirche und Anti-AKW-Bewegung

Das Beispiel der Hamburger Initiative kirchlicher Mitarbeiter und Gewaltfreie Aktion im Konflikt um das AKW Brokdorf 1976–1981 | Luise Schramm

Hardcover
2017 Vandenhoeck & Ruprecht
Auflage: 1. Auflage
452 Seiten; 23.7 cm x 16 cm
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-525-55792-1

Evangelische Kirche und Anti-AKW-Bewegung
Wie agierten kirchliche Akteure im Spannungsfeld von Anti-AKW-Bewegung einerseits und institutionalisierter Kirche andererseits? Diese Frage untersucht Luise Schramm in ihrer Studie exemplarisch anhand der Hamburger Initiative kirchlicher Mitarbeiter und Gewaltfreie Aktion (HIkMuGA) im Konflikt um das Atomkraftwerk Brokdorf.Sie erschließt die Geschichte dieser kirchlichen Basisgruppe seit ihrer Entstehung im Zusammenhang mit den Großdemonstrationen gegen den Bau des Atomkraftwerkes Brokdorf bis zur Großdemonstration im Frühjahr 1981 und legt sowohl den Diskussionsprozess als auch die Debatten um die Aktionsweise innerhalb der Anti-AKW-Bewegung dar. Weiterhin gibt sie einen tieferen Einblick in die Geschichte des von der HIkMuGA angestoßenen Stromzahlungsboykottes und untersucht, inwieweit die Diskussionen um die Atomenergie durch die HIkMuGA-Pastoren in die Gemeindearbeit, in Gottesdienste und auf Kirchentagen eingebracht wurden. Ausführlich widmet sie sich der Besetzung der Kirche St. Petri in Hamburg, an der auch HIkMuGA-Pastoren beteiligt waren, und schildert die beginnenden Institutionalisierung der Umweltverantwortung in der Nordelbischen Kirche mit der Einsetzung des hauptamtlichen Umweltbeauftragten. Ein geschichtlicher Ausblick auf die Proteste gegen das AKW Brokdorf 1986 und den in dieser Zeit entstandenen sechs Blockaden, die von der Solidarischen Kirche, in die die HIkMuGA aufgegangen ist, getragen wurden, schließt die Darstellung ab.

Frankreich kündigt Ausbau der Uran-Brennstoff-Erzeugung auf Basis teilweise bundesdeutscher Zentrifugen-Technik der URENCO an

Der französische Atomkonzern Orano baut laut Medienberichten die Herstellung von Uran-Brennstoffen an seinem Standort in Tricastin im Süden an der Rhone aus. Mehr als 1,3 Milliarden Euro sollen dort investiert werden, um die Produktionskapazitäten für angereichertes Uran auszubauen. Dabei kommen Zentrifungen zur Anwendung, in denen minimalste Gewichtsunterschiede der Uran-Isotope genutzt werden, um spaltbares Uran herzustellen. Grundsätzlich ist diese Technik in der Lage, Uran für den Einsatz in Atomkraftwerken bis hin zu Atomwaffen herzustellen. Die Technik stammt von der teilweise deutschen URENCO, die eine vergleichbare Anlage im westfälischen Gronau sowie in den Niederlanden, Grobritannien und den USA betreibt. Gemeinsam mit Orana betreibt URENCO die sogenannte ETC – Enrichment Technology Company, die die Zentrifungen entwickelt und baut. Die Ausbaupläne habe die Commission nationale du débat public (CNDP)  bereits am 5. Oktober 2022 beschlossen und Orano mit der Umsetzung beautragt. (Siehe weitere Informationen unten als Dokumention, Foto: Lager mit Uran in Pierrelatte an der alten Georges Besse.)

Mitte der 2000er Jahre hatte die weitgehend staatliche französische Atomwirtschaft sich zur Hälfte an der URENCO-Tochter ETC beteiligt. Anders als die Bundesrepublik ist Frankreich Atomwaffenstaat und benötigt angereichertes Uran nicht nur für Atomkraftwerke oder Forschungsanlagen, sondern auch für U-Boot-Antriebe oder Atomwaffensprengköpfe.

Bis zu 1,7 Milliarden Euro sollen laut Orano zur Erweiterung der Anlage Georges Besse 2 auf dem Gelände der Atommeiler in Tricastin investiert werden. Die GB2 war 2004 in Bau gegangen und die Zentrifuge der URENCO lösten in der Folge die unwirtscaftliche Diffusionstechnik ab, die auch in den USA verbreitet war. Die GB2 wurde zwischen 2011 und 2016 schrittweise in Betrieb genommen und verfügte seitdem „über eine jährliche Produktionskapazität von 7,5 Millionen Separationsarbeitseinheiten (STE), mit denen die Arbeit gemessen wird, die für die Trennung von Uran erforderlich ist. Orano möchte die Produktionskapazität der Anlage auf das Maximum von 11 Millionen STE ausbauen.“ So berichtet am 10. Februar unter anderem Les Journal de Enterprises. 

  • Siehe auch einen Bericht zur Erweiterungs-Ankündigung mit Datum 1o. Oktober 2022 bei der World Nuclear News.

Weiter soll aus der Pressemitteilung von Orano hervorgehen, dass die „bereits vorhandenen 14 Module um vier weitere Module erweitert werden. Der Zeitplan sieht vor, dass die Bauarbeiten Ende 2024 beginnen und die Anlage 2030 vollständig in Betrieb genommen werden soll. Insgesamt sollen rund 50 zusätzliche dauerhafte direkte Arbeitsplätze geschaffen werden (derzeit sind rund 350 Personen in den Anlagen von Georges Besse 2 beschäftigt).“

Informationen zu den einzelnen Modulen und den schrittweisen Erweitungen der Anlage sind auch hier bei der Gemeinde von Pierrelatte zu finden, auf deren Gebiet die Atomanlagen liegen. Dort wird ausdrücklich betont, dass die GB2 zur Herstellung von „zivilem Uran“ eingesetzt wird.

Les Journal des Enterprises berichtet, dass das Erweiterungsprojekt laut Orano dem Bedarf nach einer Erhöhung „der Anreicherungskapazitäten als Beitrag zur westlichen Energiesouveränität“ diene. „Derzeit teilen sich vier große Produzenten den Weltmarkt für Urananreicherung“, „zwei westliche Anreicherer, die britische Urenco (31 % der Produktionskapazitäten) und Orano (12 %)“, sowie ein „russischer Anreicherer, Rosatom (43 %), und die chinesische CNNC (13 %).“ Das Medium betont: „Im Gegensatz zu Europa und den USA sichert Russland seine Energiehoheit heute selbst. Rosatom trägt sogar durchschnittlich 30 % zur Versorgung des westlichen Marktes bei (28 % in den USA und 31 % in Europa).“ Allerdings hängt der Auftrag zur Erweiterung sicherlich auch damit zusammen, dass Frankreich eine Erweiterung seiner Atomstromerzeugung anstrebt und auch die militärischen Anwendungen modernisiert und gestärkt werden sollen.

Nach den Berichten solle die Erweiterung auch dazu dienen, auf „eine potenzielle kurz- und mittelfristige Knappheitssituation schnell“ reagieren zu können. Damit würde auch die Abhängigkeit „der Lieferung von angereichertem Uran durch Rosatom für den westlichen Markt ganz oder teilweise eingestellt wird“, so Orano. Die Erweiterung wird so dargestellt, als reagiere Orano auf die Kriegssituation. „Vor dem Krieg in der Ukraine schätzte Orano, dass „die Nachfrage stabil bleiben würde“. Angesichts der möglichen Folgen des Konflikts schätzt Orano seinen potenziellen Markt für die Jahre 2030-2040 nun jedoch auf 11 Millionen STE pro Jahr. US-amerikanische Stromerzeuger haben bereits Handelsgespräche über die Substitution ihres angereicherten Urans aus Russland aufgenommen.“

  • Einige Übersetzungen wurde mithilfe von Deepl.com kontrolliert und verbessert!

INFORMEZ-VOUS ET EXPRIMEZ-VOUS 

Orano a saisi la Commission nationale du débat public (CNDP), qui a décidé, le 5 octobre 2022, d’organiser une concertation relative au projet d’extension de son usine d’enrichissement d’uranium Georges Besse II, située sur le site Orano du Tricastin.

La concertation préalable vise à :

• Présenter le projet au public, en diffusant une information claire et transparente et en répondant à toutes les interrogations du public relatives au projet.

• Recueillir les observations et propositions du public sur l’opportunité du projet, ses objectifs et ses principales caractéristiques, les alternatives et sa non-réalisation.

L’usine Georges Besse 2 est une installation nucléaire d’enrichissement d’uranium civil par le procédé de centrifugation. Elle dispose de 2 unités en fonctionnement, composées de 8 modules pour l’unité Sud et 6 modules pour l’unité Nord. Mise en service progressivement entre 2011 et 2016, sa capacité annuelle nominale est actuellement de 7,5 millions d’UTS1 (MUTS). L’uranium enrichi produit par l’usine, à usage exclusivement civil, permet d’alimenter l’équivalent de 90 millions de foyers annuellement2.

Orano propose aujourd’hui de porter la capacité annuelle de production à 11 millions d’UTS / an, soit la capacité installée initialement prévue lors du lancement du projet en 2004. Cette extension de capacité, dans le contexte géopolitique actuel, permettrait de répondre aux besoins de nos clients électriciens occidentaux qui souhaiteraient s’affranchir de l’approvisionnement en uranium enrichi russe.

liens :

Participer à la concertation

Plus d’infos 

DOCUMENTS PROJET EXTENSION GB2

(****** die gleich genannten vier PDF-Dateien sind hier als Archiv auch hier als Zip.Datei)

 

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