Strahlendes Atomerbe Uranbergbau Wismut – Fast neun Milliarden Euro Sanierungskosten

143 Millionen Euro kostet es den Steuerzahler*innen voraussichtlich im Jahr 2027, das strahlende Erbe des DDR-Uranbergbaus für die russische Atomenergie bei der Wismut in Ostdeutschland aufzuräumen. Insgesamt, so ist im Haushaltsentwurf der Bundesregierung zu lesen, wird mit Kosten von 8,9 Mrd. Euro für die Sanierung gerechnet. Der Clou: Um Kosten zu sparen, hat die damalige Bundesregierung die Sanierung der weiträumig radioaktiv belasteten Uranbergbaugebiete in Thüringen und Sachsen nicht wie sonst üblich im Rahmen des Atomgesetzes geregelt. Der Uranbergbau für die ehemalige Sowjetunion seit den 1950er Jahren in der DDR hat nicht nur über Jahrzehnte für massive Umweltschäden, sondern auch für erhebliche Gesundheitsschäden gesorgt. Vor allem die im Uranbergbau Beschäftigen erkrankten oftmals an Lungenkrebs und starben daran. (FOTO: Wismut.de, Urheberrechte werden dort nicht genannt!

Die Erläuterungen im Entwurf des Bundeshaushalts zeigen außerdem, dass auch nach der geplanten Beendigung der wesentlichen Sanierungsarbeiten der Uranbergwerke und -Halden noch für viele Jahre weitere Aktivitäten zur Sicherung und Überwachung erforderlich bleiben, die mit weiteren Kosten verbunden sein werden. Dabei werden dann z.B. auch das Land Sachsen stärker beteiligt sein.

Im Haushaltsentwurf der Bundesregierung heißt es: „Die Wismut GmbH wickelt die Bergbauaktivitäten mit dem Ziel einer geordneten Stilllegung sowie der Sanierung und Rekultivierung der Betriebsflächen und Anlagen unter Umwelt-, Strahlenschutz- und Bergsicherheitsaspekten ab. Der Bund
hat die Wismut GmbH von Kosten der Stilllegung und Sanierung freigestellt. Die Aufwendungen werden sich voraussichtlich auf etwa 8,9 Mrd. € belaufen.“

Im Haushaltsentwurf werden die Kosten im Kapitel „Energie 0903“ erklärt: „Die Wismut GmbH wickelt die ehemaligen Uranbergbauaktivitäten mit dem Ziel einer geordneten Stilllegung sowie der Sanierung und Rekultivierung der Betriebsflächen und Anlagen unter Umwelt-, Strahlenschutz- und Bergbausicherheitsaspekten ab. Die Kernsanierung wird nach der Vorausschau im Sanierungsprogramm 2020 bis 2028 abgeschlossen sein, danach folgen ausschließlich Langzeitaufgaben.“

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