Die Bundesregierung mit ihrer fossilen Wirtschaftsministerin Katharina Reiche ist dabei, die Erneuerbare Energiewende zu zerschlagen. Die Klimakatastrophe wird mit ihren Auswirkungen immer massiver, aber die Bundesregierung will mit einem Gesetzespaket den Ausbau der Windenergie in Deutschland ausbremsen. Während neue Gaskraftwerke sogar mit Unterstützung der EU gefördert werden, drohen jetzt einseitige Kostenbelastungen gegen die Windenergiebranche. Die geplanten Maßnahmen gefährden die Finanzierung neuer Windenergieanlagen. Selbst das in vielen Ländern anstehende Repowering alter Anlagen stünde damit möglicherweise vor dem Aus. Die Unternehmen der Erneuerbaren, aber auch die Beschäftigen in der Windenergiebranche und die IG Metall Küste sind alarmiert. Klimaschutz- und Umweltorganisationen unterstützen den Protest am 9. Oktober in Berlin, 14Uhr, Reichstagswiese.
- Der BUND ruft hier zur der Demo am 9. Oktober auf.
- Die Petition der Beschäftigen der Windbranche und der IG Metall Küste ist hier: Aktion Wind
Der Bundesverband WindEnergie (BWE) und der Bundesverband Erneuerbare Energie rufen gemeinsam mit vielen anderen auf, siehe auch unten.
Dokumentation Aufruf: Bündnis Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien sind der Garant für eine günstige und zuverlässige Energieversorgung – und für Wertschöpfung in unserer Heimat. Sie machen uns unabhängig von Öl- und Gasimporten und auch von unberechenbaren internationalen Partnern. Sie liefern die Energie, mit der wir Wärme, Mobilität und Industrie elektrifizieren und über 436.000 Arbeitsplätze sichern. Sie sind Deutschlands beste Antwort auf die Klimakrise – und eine der prosperierendsten Wachstumsbranchen unseres Landes.
Diese Erfolgsgeschichte ist in Gefahr. Mit den Gesetzesvorhaben, die im Juli das Kabinett passiert haben, droht ein erheblicher Einbruch beim Ausbau der Erneuerbaren. Als Beschäftigte und Unternehmer der Erneuerbaren-Branche, und als Menschen aus der ganzen Breite der Gesellschaft, sagen wir: Wer den Ausbau der Erneuerbaren ausbremst, bedroht die Modernisierung unseres Landes.
Die Folgen sind schon jetzt gravierend. Die Ankündigungen haben so viel Unsicherheit in den Markt gebracht, dass die Investitionsbereitschaft bereits eingebrochen ist, Milliardeninvestitionen auf Eis liegen. Banken finanzieren Projekte nicht mehr und Menschen verlieren ihre Arbeitsplätze. Deutsche Technologieführerschaft wandert einmal mehr ins Ausland ab.
Deshalb rufen wir für Freitag, den 9. Oktober, zu einer gemeinsamen Demonstration in Berlin auf. Wir fordern die Abgeordneten des Bundestags auf, Netzpaket und Erneuerbare-Energien-Gesetz so zu ändern, dass sie keine Investitionshemmnisse schaffen.
Um die Energiewende voranzubringen, brauchen wir:
- einen gesetzlichen Rahmen, der Planungssicherheit, Investitionsanreize und Wirtschaftlichkeit der Erneuerbaren sichert – und für mehr Tempo beim Ausbau von Sonne und Wind an Land und auf See sorgt und den bestehenden Betrieben für Bioenergie und Wasserkraft eine Perspektive bietet.
- eine Ausbauoffensive für Verteilnetze, Stromspeicher und die Digitalisierung des Energiesystems. Wer teures fossiles Gas durch Erneuerbare ersetzt, senkt die Strompreise für alle.
- europäische Unabhängigkeit durch eine eigene Herstellerindustrie – und ihren Schutz vor unfairem Wettbewerb.
- eine niedrigere Stromsteuer für alle, damit E-Autos und Wärmepumpen attraktiver werden und die Strompreise für alle sinken.
Die Erneuerbaren Energien sind Grundlage für Wohlstand, Sicherheit und einen enkeltauglichen Planeten – gemeinsam wollen wir dafür sorgen, dass das auch so bleibt! Komm am Freitag, den 9. Oktober, mit uns nach Berlin!
Datum: 9. Oktober 2026, 14 Uhr
Ort: Berlin, Reichstagswiese
Erstunterzeichner:

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