Video über internationale Urankonferenz Tansania: Das Uran muss in der Erde bleiben

Uranabbau? Besser in der Erde lassen. Foto: Dirk Seifert
Uranabbau? Besser in der Erde lassen. Foto: Dirk Seifert

Weltweit sind Konzerne und Investoren unterwegs, um neue Rohstoffquellen zu finden und zu erschließen. Auch das für die Atomenergie so wichtige Uran steht auf der Liste und in immer mehr Ländern werden sie fündig: Mali, Grönland, die Mongolei und auch Tansania gehören zu diesen Ländern, in denen künftig Uranbergbau betrieben werden soll. Noch besteht in diesen Ländern die Chance, den extrem umwelt- und gesundheitsschädlichen Uranabbau zu verhindern und damit ein Zeichen für den Ausstieg aus der Atomenergie zu setzen. Anfang Oktober 2013 fand deshalb zur Unterstützung in Tansania eine Internationale Konferenz über die Umwelt- und Gesundheitsrisiken statt. Die AktivistInnen und Fachleute aus rund 15 Ländern besuchten örtliche Initiativen in der Nähe der Hauptstadt Dodoma, wo derzeit Uranfelder erkundet werden. In Dar Es Salaam fand im Anschluss eine Fachkonferenz statt.

Mit Unterstützung von ROBIN WOOD und der IPPNW Deutschland haben jetzt Jonathan Happ und Jean-Jacques Schwenzfeier eine Dokumentation über die Konferenz, die Risiken des Uranabbaus, die Haltung der Regierung und den Widerstand in Tansania erstellt. Das Video (mit Untertiteln) steht jetzt hier zur Ansicht bereit:

 

Tansania in Trouble 7 – Mkuju River Uranmine im Nationalpark verzögert sich

SONY DSC
Uranabbau in einem der größten Nationalparks Afrikas, dem Selous Game Reserve. Eine Bedrohung für Menschen, Tiere und Umwelt. Foto: Dirk Seifert, Giraffen im Mikumi-Nationalpark im Norden des Selous Game Reserve.

Uranabbau in Tansania: Bereits vor zwei Jahren sorgte der geplante Uranabbau in Tansanias Süden für einen Skandal. Weltweit gab es Proteste. Allein in Deutschland unterschrieben über 20.000 Menschen eine Protest-Erklärung: Denn die geplante Uranmine liegt im Südosten des als Weltkulturerbe geschützten Nationalparks Selous Games Reserve. Dort hatte die australische Firma MANTRA Uranerz gefunden und den Abbau beantragt.

Der Nationalpark gehört zu den größten Schutzgebieten Afrikas und zählt wegen seines Artenreichtums zu den wichtigsten Schutzzonen. MANTRA ist für das kanadisch-russische Unternehmen Uranium One tätig, das wiederum unter Kontrolle des russischen Staatskonzerns Rosatom steht. Nach Informationen des Uranium-Networks wird sich die Inbetriebnahme der ersten Uranmine in Tansania jedoch aufgrund bestehender Probleme weiter verzögern.

SONY DSC
Firmenwagen von MANTRA in Songea. Foto: Dirk Seifert

Nach den Uranfunden im Nationalpark stellt die Regierung von Tansania bei der UNESCO eine Ausnahmegenehmigung für den Uranabbau im geschützten Nationalpark. Das Gebiet um die Uranmine sollte von dem Gebiet ausgenommen werden, ohne dass der Titel „Weltkulturerbe“ gestrichen würde. Nach einer von der UNESCO geforderten Umweltverträglichkeitsstudie und unter der Führung Russlands – deren Konzern Rosatom wie erwähnt ein starkes Interesse an dem Urangebiet hat – gab es 2012 trotz massiver internationaler Proteste die Zustimmung. Wenig später erhielt MANTRA von der tansanischen Regierung die Genehmigung für den Betrieb der Uranmine und für die Produktion von Yellow Cake. Doch noch verzögert sich die Inbetriebnahme.

Tansania (Link zu einer Landkarte) hat bislang keinerlei Erfahrungen im Umgang mit radioaktiven Materialien, verspricht sich aber vom Uranabbau Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung. In nur wenigen Jahren hat Tansania daher ein entsprechendes System von Behörden und Rechtsvorschriften erlassen, eine Atomkommission etabliert und damit zumindest auf dem Papier die Voraussetzungen für den Uranabbau geschaffen. Neben dem Mkuju River Project wird in anderen Regionen Tansanias derzeit der mögliche Uranabbau erkundet (hier ein bebildeter Reisebericht im Rahmen der Internationalen Urankonferenz Anfang Oktober 2013: Bahi/Dodoma)

Während einer Internationalen Urankonferenz Anfang Oktober 2013 in Dar Es Salaam / Tansania berichteten sowohl der Gesundheitsminister als auch ein Vertreter des nationalen Umweltamts über die gesundheitlichen Vorkehrungen zum Schutz der Menschen vor den Folgen des Uranabbaus. Das war nicht sonderlich überzeugend. In einem Bericht des Ostafrika-Büros der Rosa Luxemburg Stifung – Mitveranstalter der Konferenz – heißt es dazu: „Der tansanische Gesundheitsminister, der die Konferenz offiziell eröffnete, betonte, dass der tansanischen Regierung die Probleme durchaus bekannt seien. Sie habe Vorkehrungen getroffen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Erhebliche Zweifel schürte dagegen der Vertreter des nationalen Umweltamtes. Er musste zugeben, dass die tansanische Regierung bisher weder technisch, noch finanziell oder personell in der Lage sei, die von ihr erlassenen Auflagen beim Uranabbau zu kontrollieren. Vielmehr müsse man sich in erster Linie auf die Berichterstattung und die Selbstkontrolle der Bergbauunternehmen verlassen.“

Wann genau der Uranabbau in der Mkuju-River-Mine starten wird, bleibt bislang unklar. Mehrfach ist die Inbetriebnahme verschoben worden und nach Informationen von Günter Wippel vom Uranium-Network soll MANTRA derzeit von einem Beginn in 2016 sprechen.

Mehr Informationen in einer Übersicht über das Mkuju-Projekt vom Uranium-Network hier als PDF.

Hintergrund dafür dürften die derzeit sehr niedrigen Uranpreise sein, die einen wirtschaftlichen Betrieb für Mkuju-River nicht ermöglichen. Allerdings gibt es auch andere Probleme, z.B. ist die Frage zwischen der Regierung und MANTRA umstritten, auf welchem Weg das Yellow Cake aus Tansania heraus transportiert werden soll. Während MANTRA das radioaktive Material nach Namibia auf dem Landweg transportieren und dort verschiffen will, fordert die tansanische Regierung den Export über den am Indischen Ozean gelegenen Hafen in Mtwara. Hier sollen in Zukunft auch Gas und Öl umgeschlagen werden.

Allerdings: Bis heute besteht ein über 200 Kilometer langer Abschnitt der Strecke aus einer für Schwertransporte kaum passierbaren Sandpiste. In der Regenzeit ginge hier derzeit gar nichts. Diese Strecke soll zwar ausgebaut werden, was vermutlich bis zu zwei Jahre dauern dürfte. Aber derzeit ist der Ausbau der Strecke gestoppt, weil es mit der Baufirma offenbar Vertrags- oder Finanzierungsprobleme gibt.

Tansania in Trouble 6 – Nach dem Uranabbau: Urananreicherung und die URENCO

DarEsSalaam-Tanzania-Urankonferenz-Foto-DirkSeifert0017Eine Vielzahl von Experten und AktivistInnen waren in der Woche vom 1. bis zum 7. Oktober in der Region Bahi/Dodoma (dort wird Uran exploriert, siehe hier den Bericht vom Fieldtrip der Konferenz) und in Dar Es Salaam, Tansania, zusammen gekommen, um über den Uranabbau und die damit verbundenen Risiken für die Gesundheit und die Umwelt zu diskutieren (hier zum Bericht und der Abschlusserklärung). Viele der TeilnehmerInnen der Internationalen Konferenz sind entweder selbst vom Uranabbau betroffen oder kamen aus Gebieten, in dener derzeit der Uranabbbau erkundet wird. Beteiligt waren auch WissenschaftlerInnen, MedizinerInnen ebenso wie GeologInnen und andere Fachbereiche, die über die Erfahrungen und Forschungen im Umgang mit dem Uranabbau aus den unterschiedlichen Ressorts berichteten. Die Beiträge werden demnächst auf dieser Seite veröffentlicht. Hier die Artikel zu Uranabbau und Tansania in der Übersicht.

Die Uranpreise sind im Moment auf einem Tiefstand, so dass viele der Uranprojekte derzeit quasi geparkt sind, weil sich der Abbau angesichts der Weltmarktpreise zur Zeit nicht lohnt. Erheblichen Einfluss auf den Fortgang der Uranwirtschaft wird auch die internationale Entwicklung der Atomenergienutzung haben. Der letzte Welt-Statusbericht über die Atomenergie (2013) kommt zu dem Ergebnis, dass trotz zahlreicher Ankündigungen von AKW-Neubauten die Atomenergie insgesamt an Bedeutung verlieren wird, weil immer mehr ältere Reaktoren abgeschaltet werden und weniger neue hinzugebaut werden.

In Deutschland soll der Ausstieg aus der atomaren Stromproduktion 2022 mit der Stilllegung der dann letzten drei von jetzt neun Reaktoren abgeschlossen werden.

robinwood_uranfabrig_gronauAllerdings: Die Bedeutung Deutschlands im internationalen Urangeschäft wird auch nach 2022 groß bleiben. Der Grund dafür ist, dass die in Deutschland in Betrieb befindlichen Uranfabriken in Gronau (Anreicherung) und in Lingen (Brennelemente-Herstellung) vom Ausstieg nicht betroffen sind. Die Anlagen haben eine unbefristete Betriebsgehnehmigung und sind daher vom Atomausstieg in keiner Weise betroffen. Diese Uranfabriken werden auch in Zukunft im internationalen Uranhandel eine große Bedeutung für die Versorgung von Atomkraften mit Uranbrennstoff haben. Nicht nur Uran aus Kanada, Australien, Kasachstan oder aus dem Niger werden in Deutschland verarbeitet. Künftig könnte auch Uran aus Gebieten in die deutschen Anlagen kommen, wo der Abbau aktuell noch gar nicht begonnen hat. Mehr dazu hier auf umweltfairaendern.de (Suchwort Gronau, URENCO) und bei Robin Wood.

AnneStolmar_MG_3363Auf der Konferenz in Dar Es Salaam konnte ich über den zweiten bedeutsamen Schritt in der Uranspirale einen Vortrag halten. Der nimmt die Urananreicherung bei URENCO in den Blick, dem derzeit zum Verkauf anstehenden deutsch-englisch-nierderländischen Konzern. In Deutschland betreibt die URENCO eine Anreicherungsanlage für Uran im westfälischen Gronau.

Hier der Vortrag in schriftlicher Form und in englisch:

After Mining – The next Step – The Enrichment of Uranium – Example: URENCO COMPANY – Dirk Seifert, Robin Wood – Germany, Dar Es Salaam, 05.10.2013

⦁    Its a long way from Uranium-Minung to use in Nuclear Power Plants – or Weapons. It is no cycle, it a SPIRAL! At the End there will be nuclear Waste, that have to be storaged for one Million Years (IAEO). No Country in the World has solved the Problems on the waste – no matter if lowradioaktive or highactive waste.

⦁    The Way of the Uranium: Mining (Transportation) – Yellow Cake – (Transportation) – Uranhexafluroid  – (Transportation) – Urandioxid – (Transportation) – Producing Fuel Elements (Assembly) – Transport – Chain-Reaktion in NPP – Transport –  Storage for the waste.

⦁    After Mining: Uranium (Yellow Cake) will be transformed to UF6 – Uranhexafluorid (p.E. in France, AREVA). Its a Gas, highly explosive in contact with water (even Water in the Air), poisinous, because Fluor is an accid. To use Uranium für Nuclear-Power-Plants (NPP) – or Uranium-Weapons, the U235 has to be enriched. For use in NPP you have to enrich Natural-Uran235 from roundabout 0,7 % up to roundabout 5 %.

Different Ways to do the Enrichment

1.    Diffussion
2.    Gas-Centrifuge (URENCO)
3.    Maybe in next Future: Laser
International „State of the Art“ is the technic of Enrichment with Gas-Zentrifuges.

⦁    From a technical view: The Technic of the Gas-Zentrifuge is able to enrich Uranium-235 up to 5 % – or to more than 80 %. Thats the reason, because the World is talking on the Gas-Zentrifuges oft he IRAN. You can use it for NPP or for Weapons.

Maybe someone told you: Germany is finishing the Nuclear Power until 2022. After Fukushima 8 Reactor were shut down. The last 9 Reactors will be closed step by step. In 2021 and 2022 the last 6 ones will be shotdown. But: With no Limits, Germany will is going on to produce Nuclear-Fuel for all the Reactors in the world.

There are still two very important Factorys for the Nuclear-Industry in the world and they have no Limitation for Producing Fuel in all the Future:

⦁    One Factory belongs to the french Company AREVA. You all will know this Company for Mining also. In Germany AREVA produces Nuclear Fuel – Elements in a town called Lingen.

⦁    The Enrichment of Uranium will be done in Gronau, Germany, near to the Boarder to the Netherlands. This Factory produces 4.500 Tons of enriched Uranium. Every tenth NPP in the World uses Uranium „Made in Gronau, Germany“.

⦁    The Enrichment-Facility in Gronau belongs to the international Company called URENCO. (URanium-ENrichment-COmpany), founded in the 70ths and owned by the britisch Goverment, the Goverment of the Netherlands and the German Electricity Companys E.on an RWE. URENCO has Facilitys in Germany, the Netherlands, Great Britain and in the USA.

⦁    The URENCO produces one/third of the Worlds Uranium Enrichment. And is willing to grow. In 2011 the Company had a sale of  1,302 Billion € netto and a profit of 359 Mio. €.

⦁    URENCO has Production on enriched Uranium and the Research and Development of the Enrichment-Technic and Building those Factorys. Since 2007 the Research, Devolpment and Buidling, done by a Daugther called Enrichment Techology Company (ETC) is shared 50/50 between URENCO (D, NL, GB) and AREVA (F).

⦁    Actually: All actually Owners will sell the URENCO. Some Experts talk about, that the Company has a worth between 8 to 10 Billion Euros. As far a we know: Cameco, Canada, AREVA, France and Rosatom, Russia are interested to buy the URENCO.

Enrichment: The Technic for NPP and for Uran-Weappons

There are two Ways for Building Nuclear Weapons. Reprocessing/Separate Plutonium out of Fuel-Elementes – or Enrichment of Uran235 over 80 % in Gas-Centrifuges. So every Country, who has one of these Technics is able, to built Weapons.

Germany (and the Netherlands) are no States owning such Weapons. But: They are able to do that. So: The URENCO is under control of the IAEO/Euratom, that no uranium will be produced with over 6 % Uranium235.

But there is another military Desaster: While upgrading natural Uranium there will be downgraded Uranium also. Even if URENCO-downgraded Uranium will not be used for that at this time: Downgraded Urannium will be used for Armour-Piercing Weapons, against Tanks and Bunkers. This kind of Uran-Weapons have been used in several Wars, in Afghanistan, in Irak. About the longterm Problems for People and Enviroment, where these Weapons are used, the IPPNW can tell u a lot more.

Uranium from all over the World will be used in Gronau and by URENCO.
The Uranium, that is used for enrichment is coming from all over the world. From Canada, Australia, Kasachstan – and from France.

You know: France has no mining of Uranium in ist own country, but France is Mining in a lot of Countrys. If we ask the German Goverment, if there is Uranium from Niger to be used in Gronau, they tell us: The Uranium is coming from France. But we know: There is Uranium coming from Niger to France and will go to Germany to be enriched in Gronau.
Acting against Nuklear Company for to stop the Minung.

ROBIN WOOD is a NGO for Action. We do a Campaign for 2 Years now, to inform people and to bring politicians to stop URENCO.  Our Activists stopped Trains with Uranium coming to or leaving Gronau, so Media will have a closer look a our goals.

One of our important arguments for to close the nuclear energy are the Danger and Trouble on Uranium-Mining.  That is the reason, because I am here, to get more Information on that from all of you. We inform the people in Germany on what will happen and we are trying to stop the Nuclear-Industry.

Trouble in Tansania 4 – Regierung setzt auf Uranabbau und warnt vor falschen Argumenten

uranium-tansaniaDie Regierung in Tanzania reagiert auf die in Dar Es Salaam stattfindende internationale Konferenz zum Uranabbau. Dort haben sich Fachleute aus nahezu allen Uranabbau-Ländern der Welt zu einer Konferenz zusammengefunden, um den Einstieg Tansanias in die Uranwirtschaft zu verhindern. Im Guardian Tanzania erläutert das Ministerium für Umwelt und Rohstoffe seine Politik für den Uranabbau und kündigt die baldige Eröffnung der ersten Uranmine des ostafrikanischen Staates an.

Alle Informationen zur Urankonferenz und dem Uranabbau in Tansania auf dieser Seite.

Der Guardian berichtet: „The ministry of Energy and Minerals has said that when the extraction of uranium at Mkuju River project starts it will contribute about USD 603 million to the country’s revenues and employ more than 690 Tanzanians.“

Das Uran-Projekt Mkuju-River ist besonders umstritten, weil es im südlichen Tansania am Rande eines Nationalparks liegt, der als Weltkulturerbe der UNO anerkannt ist. Um dort den Uranabbau zu ermöglichen hatte die Regierung von Tansania vor der UN beantragt, diesen Teil des Parks vom Kulturerbe auszuschließen. Das ist 2012 schließlich von der UNO akzeptiert worden. Unmittelbar danach hat die Regierung die Erlaubnis zur Vorbereitung des Uranabbaus erteilt. Dieser Ausbau findet derzeit statt, eine Inbetriebnahme der Mine wird in den nächsten Monaten erwartet.  Zu Forschungszwecken sind bereits 175 Tonnen Urangestein gefördert worden.

Weiter heißt es in der Zeitung: „The ministry’s Acting Commissioner for minerals, Ally Samaje said the extraction which is expected to begin soon has a life span of 12 years hence exploration should continue so as to find other uranium mines with longer life span.“

Der Uranbergbau in Tansania sei demnach nicht nur ein Nutzen für die Regierung und die Gesellschaft. Sie schaffe Arbeitsplätze. Sorgen der Bevölkerung, dass Radioaktivität und verseuchtes Wasser Folge des Uranabbau sein könnten, die die Landwirtschaft verhindern und Erkrankungen fördern könnten, wies der Sprecher zurück.  „Samaje however allayed the public’s fear towards uranium extraction following incorrect information which has been spread amongst the people claiming that the extraction would pose health problems to the people including liver cancer, DNA change and decomposed new born babies.“

Das richtet sich nicht nur gegen die internationalen Fachleute, die auf der Konferenz in Tansania vor den Gefahren des Uranabbaus warnen und vor wenigen Tagen in einem weiteren Uran-Gebiet – in der Region Bahi bei Dodoma – auf einer großen Veranstaltung die besorgte Bevölkerung mit vielen Fachbeiträgen informierten. Damit kritisiert das Ministerium auch die Anti-Uranabbau-AktivistInnen, z.B. der Organisation CESOPE, die an der Organisation und Durchführung der internationalen Konferenz beteiligt war.

Der Sprecher spielt die Risiken herunter, indem er auf die Gesetze und Vorschriften für den Uranabbau verweist und davon spricht, dass in Mkuju-River „lediglich“ der Abbau betrieben werde, alle anderen Schritte, die Risiken bergen könnten, aber im Ausland erfolgen würden.

Mkuju-River ist derzeit die einzige Uranmine, die in Betrieb geht. Aber in weiteren Regionen sind Uranvorkommen gefunden worden und werden derzeit untersucht, ob sie unter wirtschaftlichen Bedingungen für einen Abbau in Frage kommen. Der Guardian schreibt: „In recent years, researchers found uranium mines in various areas in the country including Mkuju River, Madaba, Bahi, Gallapo, Uluguru hills and Itigi. However, the Mkuju River is the only place where the uranium can be extracted for trade purposes.“

Internationale Uran-Konferenz in Tansania – Das Programm steht

Uran-Ausstellung 2013_250413__Seite_01In der nächsten Woche startet die Internationale Uran-Konferenz in Tansania. Das Programm ist jetzt hier als PDF. Vertreter aus zahlreichen Uranabbau-Staaten und Fachleute aus aller Welt werden in Dar Es Salaam über die Risiken und Erfahrungen mit dem Abbau von Uran berichten. Die Tagung findet in Tansania statt, weil dort gleich drei Uranminen exploriert werden, eine davon steht kurz vor der Inbetriebnahme.

Siehe hier: Uranabbau in Tansania – Eine Ausstellung über die Risiken

und: Niger: Krieg um Uran – Terroranschläge auf Uranmine des französischen Atomkonzerns AREVA

 

×