BUND: Statt hochradioaktiver Flussfahrten auf dem Neckar Zwischenlager bauen!

Demnächst sollen hochradioaktive Atomabfälle aus Obrigheim über den Neckar in das Zwischenlager an den AKWs Neckarwestheim verschifft werden. Die Betreiber EnBW bereiten sich jetzt mit einem Probelauf auf den Ernstfall vor, Bürgerinitiativen und Umweltverbände protestieren gegen diese gefährlichen Transporte. „Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, wird die Verschiffung der Brennelemente aus dem Kernkraftwerk Obrigheim ins Zwischenlager Neckarwestheim mit leeren Castor-Behältern geprobt. EnBW-Geschäftsführer Jörg Michels sprach von einer «sorgfältigen und gewissenhaften Vorbereitung» des Transports, um den Schutz von Mensch und Umwelt zu gewährleisten“, heißt es in einer dpa-Meldung.

Über die geplanten Proteste wird auch hier berichtet. Die Landesvorsitzende des BUND Baden Württemberg reagierte heute mit einer PM: „“Auch ein Probelauf ändert nichts daran, dass der Transport auf dem Wasser die riskanteste Variante ist, Atommüll zu transportieren“, sagt Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des BUND in Baden-Württemberg. „Atommüll ist hochradioaktiv. Ein gekentertes Schiff kann nicht einfach so geborgen werden. Ein Unfall betrifft automatisch viele Kilometer Wasser und Tausende Menschen.“ Bei einem Unfall mit Atommüll auf dem Neckar wäre zudem die Trinkwasserversorgung aus dem Uferfiltrat aus Neckar und Rhein gefährdet. „Statt mit dem Transport von Obrigheim nach Neckarwestheim auf dem Wasser weitere Risiken einzugehen, sollte die EnBW das Genehmigungsverfahren für das bereits 2005 beantragte Zwischenlager in Obrigheim vorantreiben“, so die Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg.“

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