Laut NDR bestätigt nun auch die GNS als verantwortliches Transportunternehmen, dass der hoch radioaktive Atommüll aus der Plutoniumfabrik im britischen Sellafield auf dem Weg ins Zwischenlager ist. Mit dem vermutlich auch bewaffneten Spezialschiff Pacific Grebe werden die sieben Castor-Behälter mit ihrer brisanten Fracht möglicherweise nicht über Nordenham, sondern direkt den Hafen von Brunsbüttel ansteuern. So jedenfalls könnte man Äußerungen zuständiger Stelle interpretieren, die der NDR zitiert.
Beim NRD heißt es mit Bezug auf die Polizei-Direktion Itzehoe in Schleswig-Holstein: „Das Transportschiff mit den verbleibenden Behältern sei vor Kurzem in England in See gestochen und soll die Region in Schleswig-Holstein in den kommenden Tagen erreichen. Welcher Hafen angesteuert wird, wird nicht bekanntgegeben.“ Und weiter schreibt der NDR: Vom Hafen aus geht es über Land weiter zum Zwischenlager Brokdorf (Kreis Steinburg). Beobachter und Aktivisten rechnen mit einer Ankunft im Laufe der kommenden Tage. Aus Sicherheitsgründen wird ein genauer Ablaufplan nicht veröffentlicht.“
Das Schiff wird in der Region Schleswig-Holstein erwartet. Nun ist aber die Frage, ob dem NDR diese Formulierung bzw. Darstellung im Wortlaut auch wirklich klar ist/war und somit verlässlich ist. Sie würde dann eigentlich dem sonstigen Text widersprechen. Denn im anderen Fall würde das Schiff aus UK nicht Schleswig-Holstein, sondern Niedersachsen ansteuern:
Eine bisher auch denkbare und zuvor oftmals für solche Transporte genutzte Route war der Hafen von Nordenham, südlich von Bremen in Niedersachsen. Von dort wäre für einen Transport nach Brokdorf zunächst eine Umladung auf Bahnwaggons und die Fahrt über Bremen und Hamburg Richtung Zwischenlager Brokdorf sinnvoll. Da Brokdorf selbst keinen Gleisanschluss hätte, wäre dann noch ein Umladen von Schiene auf LKW für sieben Castorbehälter erforderlich. Ein großer Aufwand, und mit zusätzlichen Strahlenbelastungen verbunden. Ein direkter Umschlag im Hafen auf LKW und Weitertransport in das nur knapp 20 Kilometer entfernte Zwischenlager Brokdorf würde einige der enormen Risiken reduzieren. Siehe dazu auch die Meldung (oben im Link) von umweltFAIRaendern mit einem Statement der zuständigen Atomgenehmigungsbehörde BASE.
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