Bundesdeutsche Uranfabriken Lingen und Gronau abschalten – Exporte stoppen!

banner-demo-lingen-690x180Vor der Demonstration am 29. Oktober in Lingen für die Stilllegung der beiden bundesdeutschen Uranfabriken laden die Initiatoren zu einer Pressekonferenz. Im Focus der Kritik der „Zickzack-Kurs“ vor allem des Bundesumweltministeriums. Einerseits werden den belgischen und französischen Atommeilern besondere Gefahren bescheinigt und die Einstellung des Betriebs gefordert. Andererseits will sich das Ministerium nicht für einen Export-Stopp bei den Lieferungen von Uranbrennstoff aus den deutschen Fabriken in Gronau und Lingen einsetzen. Entsprechende Vorschläge, die Ausfuhrgenehmigungen für derartige Uran-Lieferungen zu verweigern, hatte die Ärzteorganisation IPPNW jüngst mit einem Rechtsgutachten von Cornelia Ziehm untermauert. Der Betrieb der Uranfabriken in Lingen und Gronau ist vom Atomausstieg ausgenommen und in keiner Weise befristet. Die Anlagen beliefern weltweit Atomkraftwerke mit Brennstoff.

Uranfabrik in Gronau blockiert: Atomausstieg auch hier durchsetzen

Blockadeaktion an der Uranfabrik der URENCO in Gronau
Blockadeaktion an der Uranfabrik der URENCO in Gronau

Die Uranfabrik der URENCO in Gronau (Westfalen) ist seit heute morgen Ziel einer Aktion von AtomkraftgegnerInnen, die die beiden Einfahrtstore der Anlage blockieren.  Die Urananreicherungsanlage in Gronau ist wie die Brennelementefabrik im benachbarten Lingen vom Atomausstieg ausgenommen. Während die AKWs in Deutschland schrittweise abgeschaltet werden, sollen die Uranfabriken in Gronau und Lingen ohne jede Befristung weiterhin weltweit Atommeiler mit dem erforderlichen Brennstoff versorgen. Zu den Kunden der URENCO gehören auch die maroden Atomkraftwerke in Frankreich und Belgien. Über die Aktion berichten u.a. der WDR hier und die Grafschafter Nachrichten hier.

„Endlager“-Kommission: BUND mahnt fehlende Antworten zu Atommüll aus ASSE und Gronau an

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Klaus Brunsmeier: Für den BUND in der „Endlager“-Kommission aktiv

Der BUND verweist in einer aktuellen Stellungnahme im Rahmen der „Endlager“-Kommission auf ein Atommüll-Problem, mit dem sich vor allem die AG3 zu den Kriterien seit langem schwer tut und im bisher vorliegenden Bericht im Grunde nichts aussagt. Nicht nur hochradioaktiver Atommüll muss dauerhaft sicher gelagert werden. Mit dem „Nationalen Entsorgungsprogramm“ (NaPro) vom August 2015 hat die Bundesregierung die Kommission ersucht, auch darzulegen, wie mehr als 300.000 Kubikmeter leicht- und mittelradioaktiver Atommüll aus der ASSE II und dem Betrieb der Uranfabrik in Gronau zusammen mit dem hochaktiven Abfall gemeinsam gelagert werden könnten. Die Bundesregierung will damit Konflikte am geplanten „Endlager“ im Schacht Konrad in Salzgitter vermeiden. Für die genannten Abfälle ist der Schacht Konrad nicht genehmigt und die Atommüllmenge würde in etwa verdoppelt. Der BUND kritisiert in seinem Papier die bisherigen Aussagen der AG3 zu diesem Thema. Nicht zuletzt auch deshalb, weil zu Beginn der „Endlager“-Suche klar sein muss, was für ein Lager eigentlich gebraucht wird.

Für eine Welt ohne Atomkraft und Atomwaffen – Ostermarsch 2016 an Uranfabrik Gronau

Das Popmuseum und eine Uranfabrik: Gronau
Gegen Atomwaffen und AKWs: Ostermarsch.NRW 2016 startet in Gronau

Am kommenden Karfreitag, den 25. März, startet in Nordrhein-Westfalen der Ostermarsch an der Urananreicherungsanlage Gronau. Mit dabei ist der Nuclear-Free-Future-Award-Preisträger Golden Misabiko als Redner. Inzwischen rufen 30 Anti-Atomkraft- und Friedensinitiativen zur Teilnahme auf. Beginn ist 12 Uhr vor dem Haupttor der zum URENCO-Konzern gehörenden Gronauer Uranfabrik (Röntgenstraße 4).

Uranfabriken URENCO: Almelo nach Störfall wieder in Betrieb – Nachrüstungen in Gronau und Capenhurst

Fabrikationshalle der Uranfabrik in Gronau. Die Technik ist grundsätzlich auch in der Lage, waffenfähiges Uran herzustellen.
Fabrikationshalle der Uranfabrik in Gronau. Die Technik ist grundsätzlich auch in der Lage, waffenfähiges Uran herzustellen.

Nach einem Störfall in einem Produktionsbereich SP5 der zur URENCO gehörenden Uranfabrik im niederländischen Almelo hat das Unternehmen bereits am 23. Oktober die betroffenen Anlagenteile wieder in Betrieb genommen. Das berichtet URENCO auf seiner Homepage und auch die niederländsiche rtvOost. Der Störfall ereignete sich Ende August beim Umfüllen von angereichertem Uranhexafluorid.

Risiko atomwaffenfähiges Uran – Ostermarsch in Gronau

Das Popmuseum und eine Uranfabrik: Gronau
Das Popmuseum und eine Uranfabrik: Gronau

Der Aufruf Ostermarsch Gronau 3. April 2015: „Es ist 3 vor 12 – Urananreicherung sofort beenden statt verkaufen“

Am 3. April 2015 startet um „Drei vor Zwölf“ an der Urananreicherungsanlage
(UAA) Gronau der diesjährige Ostermarsch. Denn: Der Urenco-Konzern soll samt Atomwaffentechnologie der Urananreicherung mit Billigung der Bundesregierung meistbietend auf dem Weltmarkt verkauft werden – womöglich sogar an der Börse. Zugleich soll 2015 in Gronau ein neues Endlos-Atommülllager für 60 000 Tonnen Uranoxid zeitlich unbefristet in Betrieb gehen, um den Weiterbetrieb der Uranfabrik zu ermöglichen: Das ist kein Atomausstieg – und friedenspolitisch absolut unverantwortlich!

Gronau / Jülich / Lingen: Uranindustrie in der Krise? Personalabbau, Standortschließung, Überkapazitäten bei Urenco / ETC / Areva

Sonntagsspaziergang-Gronau-klein-2-1024x682In einer Presseerklärung haben heute Anti-Atom-Initiativen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) über die Krise der Uranfabriken von URENCO und AREVA an den Standorten in Gronau, Jülich und Lingen berichtet. umweltFAIRaendern dokumentiert: (korrigierte Fassung)

Uranfabrik Gronau: „Sperrmüll statt Atommüll“ – Blockade der Urananreicherungsanlage

Urenco-Wertstoff-Spermuell03Die Uranfabrik in Gronau dürfte in diesem Jahr noch vielfach in die Schlagzeilen geraten. Nicht nur, weil ihr Betrieb vom Atomausstieg ausgenommen ist. Nicht nur, weil die militärisch brisante Urananreicherungstechnik mit ihren Zentrifugen zum Verkauf steht. Aber auch, weil in Gronau immer neuer Atommüll entsteht, den die Betreiber lieber Wertstoff nennen und den sie in diesem Jahr in ein neues Lager packen wollen. Auch dieses Lager ist ohne jede zeitliche Befristung genehmigt. Kein Wunder also, dass heute Anti-Atom-AktivistInnen zur Tat schritten und eine kleine Blockade der Uran-Anlage organisierten. Parole: „Sperrmüll statt Atommüll“! umwelfFAIRaendern dokumentiert die Presseerklärung der AktivistInnen:

Uranfabrik Gronau und die URENCO – „Nukleare Brennstoffe nicht in falsche Hände geben“

Fabrikationshalle der Uranfabrik in Gronau. Die Technik ist grundsätzlich auch in der Lage, waffenfähiges Uran herzustellen.
Fabrikationshalle der Uranfabrik der URENCO in Gronau. Die Technik ist grundsätzlich auch in der Lage, atomwaffenfähiges Uran herzustellen. Foto: Dirk Seifert

Der Deutschlandfunk berichtet über eine der auch militärisch brisantesten Atomanlage in Deutschland. Die Uranfabrik in Gronau, die zum URENCO-Konzern gehört. Die URENCO steht zum Verkauf, die Bundesregierung ist äußerst schweigsam. Dabei läuft derzeit bereits ein weltweites Bieterverfahren.

Uranfabrik Gronau: Uran-Lager verzögert sich – mehr Atomtransporte künftig nach England.

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Hat einiges vor. Zdebel will die Urananreicherungsanlage Gronau stilllegen.

Mehrere Tageszeitungen berichten heute über den Atommüll in der Urananreicherungsanlage in Gronau. Anlaß  ist die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel. Demnach lagern in Gronau Ende Juli insgesamt 18.510 Tonnen hochgiftiges Uranhexafluorid (abgereichert und als Natururan) unter freiem Himmel. Eine neue Lagerhalle, die eigentlich schon in diesem Jahr in Betrieb gehen sollte, soll demnach nun erst 2015 eingeweiht werden. Dieses neue Uran-Lager ist ohne zeitliche Befristung genehmigt. Anti-Atom-Initiativen befürchten, auf diese Weise ein „Endlager durch die Hintertür“ entstehen könnte.  Zdebel verweist außerdem darauf, dass künftig auch Uran-Transporte im Pendelverkehr über den Ärmelkanal zwischen einer neuen Konversions-Anlage in Capenhurst (Großbritannien) und der Anlage in Gronau vermehrt stattfinden werden. 2016 soll diese neue Anlage in Betrieb gehen. Denkbar ist, dass diese Atomtransporte dann auch über die Häfen in Bremen stattfinden könnten.

Endlager durch die Hintertür? Neues Atommülllager in Gronau – Initiativen protestieren.

Das Popmuseum und eine Uranfabrik: Gronau
Droht ein Atommüll-Endlager durch die Hintertür? Uranfabrik in Gronau

Anti-Atom-Initiativen in Westfalen und Münster rufen zum Protest gegen ein neues Atommüll-Lager bei der Uranfabrik in Gronau auf. Dort sollen  – ohne jede zeitliche Befristung – 60.000 Tonnen abgereichertes Uran eingelagert werden. Die Initiativen befürchten, dass hier durch die Hintertür ein Endlager entstehen könnte. Denn was eigentlich Atommüll ist, bezeichnet die URENCO mit Zustimmung der Landes- und Bundesregierung als „Wertstoff-Lager“. Das abgereicherte Uran könnte – so URENCO – ja irgendwann in ferner Zukunft mal wieder Verwendung finden. Konkrete Planungen dafür gibt es nicht und werden auch nicht verlangt. Das ist möglich, weil das Atomgesetz es erlaubt, radioaktive Stoffe zur Verwertung zu verwenden und dafür kaum ernsthafte Kontrollen vorsieht. Daher gibt es für das Atommülllager keinerlei Befristung – rechtlich ist es zulässig, den weiter anfallenden Atommüll aus der Uranfabrik Gronau ewig dort als Wertstoff zu lagern.

Zum Nachhören: Urananreicherung URENCO Gronau – Reden vom Ostermarsch 2014

Anthony Lyamunda aus Tansania, wo der Einstieg in den Uranbergbau geplant ist
URENCO-Gronau, Ostermarsch 2014: Anthony Lyamunda aus Tansania, wo der Einstieg in den Uranbergbau geplant ist

Vor der Urananreicherungsanlage der URENCO in Gronau begannen in NRW die Ostermärsche 2014. Hintergrund dafür: Keine andere in Deutschland in Betrieb befindliche Atomanlage verkörpert die Brisanz zwischen kommerzieller und militärischer Nutzung der Atomenergie so sehr, wie die Urananlage in Gronau.