AKW Brokdorf: Hochradioaktiver Atommüll aus Sellafield noch 2018

Noch fehlt die notwendige Genehmigung, damit sieben weitere Castorbehälter mit Atommüll aus der Wiederaufarbeitungsanlage im britischen Sellafield in das Zwischenlager am AKW Brokdorf eingelagert werden können. Aber mit Bezug auf Informationen aus dem Bundesumweltministerium berichtet der NDR (ab Min. 14.04), dass offenbar noch in 2018 mit den Castortransporten aus England in die Wilstermarsch zu rechnen ist. Zuletzt war angekündigt worden, dass die Atomtransporte ab 2019 erfolgen sollten. Zuvor soll eine Informationsveranstaltung in der Region um das AKW Brokdorf stattfinden, heißt es im NDR Schleswig-Holstein-Magazin vom vergangenen Freitag (9.3.). Die Infoveranstaltung könnte möglicherweise ein Hinweis sein, dass das atomrechtliche Genehmigungsverfahren ohne Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt werden soll.

Nicht nur aus Sellafield, sondern auch aus dem französischen La Hague wird es in nächster Zeit derartige Castor-Transporte geben. Neben Brokdorf sind auch die Zwischenlager an den AKWs Philippsburg, Biblis und Isar betroffen. Die zuständige Genehmigungsbehörde, das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), teilt mit: „Zu den Rücktransporten von Atommüll aus der Wiederaufarbeitung im Ausland: Einem zwischen Bundesumweltministerium, Energieversorgungsunternehmen und Bundesländern abgestimmten Konzept zufolge sollen die verglasten Abfälle nun auf die Standortzwischenlager

  • Philippsburg in Baden-Württemberg (fünf Behälter mit MAW-Kokillen),
  • Biblis in Hessen (sieben Behälter mit HAW-Kokillen),
  • Brokdorf in Schleswig-Holstein (sieben Behälter mit HAW-Kokillen) und
  • Isar in Bayern (sieben Behälter mit HAW-Kokillen)

verteilt werden.“

E.on informiert hier in einer PDF über diese Atomtransporte. Die Datei kann auch hier direkt (PDF) heruntergeladen werden.

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