Belgisches AKW Tihange: »Hinweise, dass Risse ignoriert wurden«

Schwere Vorwürfe gegen die belgische Atomaufsicht und den Betrieb des maroden AKWs Tihange 2 (und Doel 3) hatte auf einer Tagung der Städte-Region Aachen jüngst die „Internationale Vereinigung unabhängiger Nuklearexperten“ (INRAG) vorgetragen. In einer Stellungnahme hatten die Experten der Atomaufsicht FANC vorgeworfen, gegen international anerkannte Bewertungsmaßstäbe für die Sicherheit von Kernkraftwerken zu verstoßen. Wolfgang Renneberg, ehemaliger Chef der deutschen Atomaufsicht, sprach sogar davon, dass es Hinweise gäbe, dass Risse im Reaktordruckbehälter möglicherweise bei der Genehmigung damals ignoriert wurden.

In der Jungen Welt vom 19. April hatte ich dazu ein Interview mit Renneberg geführt und einen Bericht unter dem Titel „Super-GAU möglich – Atomkraftwerke Tihange und Doel sind nukleare Pulverfässer. Tagung in Aachen schlägt Alarm“ geschrieben. In der gleichen Ausgabe kommentiert der Abgeordnete Hubertus Zdebel: „Mehr als ein Weckruf„. Über die Tagung in Aachen ist hier alles nachzulesen.

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