Atommülllagerung, die Ewigkeit und Risiken durch menschliche Einwirkungen

Wohin mit dem für eine Million Jahre höchst gefährlichen Atommül? Im Rahmen der vom Bund finanzierten Forschungsplattform ENTRIA (Entsorgungsoptionen für radioaktive Reststoffe, inter-disziplinäre Analysen und Entwicklung von Bewertungsgrundlagen) werden Entsorgungsoptionen für hochradioaktive bestrahlte Brennelemente und radioaktive Abfälle aus der Wiederaufarbeitung untersucht. In einem neuen Forschungsbericht unterziehen Wolfgang Neumann und Jürgen Kreusch sowie Anne Eckhardt die von Entria entwickelten Referenzmodelle für den künftigen Umgang mit dem strahlenden Atomerbe einer „vergleichenden Risikobewertung“, mit Blick vor allem auf durch Menschen verursachte schwerwiegende übertägige Einwirkungen von außen.

Da geht es nicht nur um schwerwiegenden Einwirkungen von außen gehen über Störfälle, gegen die eine kerntechnische Anlage ausgelegt sein muss und für die der Störfallplanungswert aus der Strahlenschutzverordnung (§ 49) einzuhalten ist, hinaus. Es soll „auch ein Risikovergleich für extreme Situationen gewährleistet werden, die für die Si-cherheitsdiskussion über Atomanlagen in der Bundesrepublik Deutschland relevant sind. Ziel ist es, mittels der qualitativen Bewertung der Risiken durch schwerwiegende Einwirkungen von außen bei den Tiefenlageroptionen sowie der Oberflächenlagerung einen weiteren Baustein zur Risikobewertung der ENTRIA-Referenzmodelle zu erhalten.“ Der Bericht „Neumann, Wolfgang; Kreusch, Jürgen (2018): Vergleichende Risikobewertung zu Auswirkungen von schwerwiegenden menschlichen Einwirkungen von außen bei den ENTRIA-Referenzmodellen. Hannover, ENTRIA-Arbeitsbericht-11“ ist auf der Homepage von Entria veröffentlicht und wird hier von UmweltFAIRaendern als PDF dokumentiert.

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