Atomtransporte durch Hamburg – Beihilfe zum AKW-Betrieb läuft

Der Handel mit radioaktiven Materialien zum Betrieb von Atomkraftwerken im Transit über Hamburg geht mit zahlreichen Atomtransporten weiter. Nachdem der rot-grüne Senat vor einiger Zeit mit Hafenunternehmen einen freiwilligen Verzicht beim Umschlag mit sogenannten Kernbrennstoffen vereinbart hat, rollen derartige Materialien vor allem auf den Straßen bzw. Autobahnen quer durch Hamburg. Vielfach sind Uran-Brennstoffe aus Schweden in Richtung deutscher (Lingen, Grohnde) und französischer Atomkraftwerke per LKW durch die Elbmetropole unterwegs. Doch auch angereichertes Uran als Hexafluorid wird z.B. von Gronau aus über Hamburg nach Schweden transportiert. Insgesamt 24 solcher Kernbrennstoff-Transporte mit 31 LKWs fuhren zwischen Februar und Ende April durch die Hansestadt. In 20 weiteren Fällen wurden „sonstige radioaktive Stoffe“, die überwiegend zur Herstellung von Atomreaktor-Brennstoff benötigt werden, bei denen aber die Urananreicherung noch nicht stattgefunden hat, über den Hafen transportiert. Oftmals wird Uranhexafluorid in Verbindung mit Canada als Handelsort genannt. Insgesamt 51 Atomtransporte haben also bis Ende April durch Hamburg stattgefunden. Das ergibt sich aus den Antworten des Senats auf eine Schriftliche Kleine Anfrage Drucksache 22/130 der beiden Linken-Abgeordneten Norbert Hackbusch und Stephan Jersch. (Siehe hier als PDF)

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