Abwägungskriterium 11 – Warum Gorleben zurecht aus der Endlagersuche geflogen ist

Abwägungskriterium 11 – Warum Gorleben zurecht aus der Endlagersuche geflogen ist

Für viele überraschend ist Gorleben im neuen Verfahren zur Suche nach einem Atommüllendlager für hochradioaktive Abfälle im Oktober letzten Jahres nach Untersuchungen der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) als ungeeignet ausgeschlossen. Still und leise wurde damit nach dem Atomausstieg ein weiterer, über 40 Jahre andauernder gesellschaftlicher Großkonflikt beendet. Beinahe jedenfalls. Denn nun sind in der gesamten Republik ziemlich viele abgenervt. Hatten doch viele zwar einen Neustart der Endlagersuche unterstützt, aber im Grunde unterstellt, dass nach der Investition von über 1,6 Mrd. Euro in das ehemalige Erkundungsbergwerk Gorleben kein Zweifel besteht, dass auch das neue Verfahren den Standort bestätigt. Das hat sich nun erledigt. Daher wird von verschiedenen Seiten nun die BGE kritisiert. Jürgen Voges, der schon zum Jahreswechsel mit sehr detaillierter Kritik im Auftrag des BUND den BGE-Zwischenbericht bewertet hatte und inzwischen Mitglied der Vorbereitungsgruppe für die zweite Teilgebietekonferenz im Juni ist, hat jetzt eine weitere Stellungnahme zum Abwägungskriterium 11 vorgelegt, auf die die Kritik am Vorgehen der BGE zum Ausschluss von Gorleben abhebt.

Das Nationale Begleitgremium debattiert am kommenden Freitag, 16. April 2021 im Rahmen einer Online-Veranstaltung die Frage: „Wie bewerten die Staatlichen Geologischen Dienste (SGD) den Zwischenbericht Teilgebiete der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) und welche Fragen haben Bürger*innen dazu?“ Dazu sind Vertreter*innen der SGD und der BGE zum Gespräch eingeladen. Infos und Anmeldung ist hier.

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Dirk Seifert

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