Bis weit in die 2040er Jahre wird sich die Stilllegung und der Rückbau der DDR-Träume einer heilen nuklearen Atomstromwelt hinziehen. Nach der „Wende“ sind die Atomanlagen der DDR abgeschaltet worden. Immer neue Probleme haben die geplanten Rückbauzeiten deutlich verlängert und damit natürlich auch die Kosten in die Höhe getrieben. Nicht anders sieht es beim mit dem Rückbau des ersten DDR-Atommeilers in Rheinsberg aus.
Die EnergieWerkeNord bzw. heute das Entsorgungswerk für Nukleareanlagen (EWN) haben für die Bundesregierung nach der Wiedervereinigung als Nachfolger der Treuhand die Aufgabe übernommen, dass strahlenden Atomerbe möglichst wenig umwelt- und gesundheitsschädlich abzureißen und in die zugehörigen Atommüllbehälter für leicht-, mittel- und hoch radioaktive Abfälle zu verpacken. Weil es für alle Arten Atommüll immer noch kein sogenanntes Endlager gibt, bleibt auch der größte Teil der umverpackten radioaktiven Abfälle auf dem Gelände der beiden Atomruinen. Während die Kosten für den Rückbau von Lubmin derzeit laut NDR mit 10 Mrd. Euro oder mehr veranschlagt werden, spricht die Tagesschau im Zusammenhang mit der erheblich kleiner Atomanlage in Rheinsberg von Kosten bei etwa 1,5 Milliarden Euro.
Rechnet man noch die Kosten für die Sanierung des Uranbergbaus bei der Wismut in Sachsen und Thüringen hinzu, sind allein für diese drei Projekt Kosten von bislang geplanten über 20 Milliarden Euro allein für Rückbau, Stilllegung und Sanierung angefallen.
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