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Plutonium-Fabrik USA: Auch Trump will aussteigen

Der in den USA laufende Neubau einer Plutonium-Fabrik zur Herstellung sogenannter Uran-Plutonium-Mischoxid-Brennelemente (MOX) wird wohl nicht fertiggestellt. Nachdem die Kosten explodierten und sich die Fertigstellung um Jahre verzögert hat, will nun auch die Trump-Administration nicht noch mehr Geld verbrennen. Bereits die Obama-Regierung hatte den Ausstieg auf dem Weiterbau der MOX-Fabrik eingeleitet. Die Anlage sollte das aus Atomwaffen stammende Plutonium in Form von MOX zu Brennelementen für den Einsatz im kommerziellen AKWs verarbeiten. Nun soll dieses Waffenplutonium künftig mit flüssigen hochradioaktivem Abfälle in Glas verpackt und in New Mexico gelagert werden. Dort befindet sich die Waste Isolation Pilot Plant, in der es auch immer wieder zu Störfällen kommt (siehe hier). (Foto: The heart of the MOX boondoggle cover-up: $12 billion MOX plant under construction at Savannah River Site (SRS), October 25, 2014. “©High Flyer, special to SRS Watch” – photo can be used with this credit – photos not posted by DOE at www.srs.gov or www.energy.gov)

Zurück in die Vergangenheit: CDU und FDP greifen Ergebnisse des Volksentscheids “Unser Hamburg – Unser Netz” an

Zurück in die Vergangenheit: CDU und FDP machen sich in der Hamburger Bürgerschaft stark für die alten Energieriesen und gegen eine kommunale und bürgerorientierte Energiewende. Mit dem Ergebnis des Volksentscheid “Unser Hamburg – Unser Netz” wollen sich die beiden Fraktionen offenbar nicht abfinden und stellen sich schützend vor die Energiekonzerne E.on und Vattenfall. Den neuen Energienetzbeirat, in dem Behörden, Unternehmen und Klimaschutz-Gruppen vertreten sind, wollen sie abschaffen und die vom erfolgreichen Volksentscheid durchgesetzte Rekommunalisierung der Energienetze unter ein Moratorium stellen. Darüber berichten das Abendblatt (FDP) und die Welt (FDP, CDU).

Evangelische Akademie Loccum diskutiert hochradioaktive Atommülllagerung

Auch in diesem Jahr widmet sich die Evangelische Akademie in Loccum dem Thema Atommülllagerung mit einer Tagung. Vom 9.-11. Juni geht es um die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle und um die anlaufende Endlagersuche nach dem Standortauswahlgesetz. Organisiert wird die Veranstaltung wie auch in den letzten Jahren von Monika Müller, die inzwischen auch Mitglied im Nationalen Begleitgremium zur Endlagersuche ist. Seit dem Herbst 2016 ist dieses Gremium im Amt, derzeit läuft hinter den Kulissen die Diskussion um die Erweiterung des Gremiums von derzeit neun auf 18 Mitglieder. Das Programm der Tagung in Loccum ist hier als PDF online und unten nachzulesen.

Brexit verzögert Verkauf des Urankonzerns URENCO

Eigentlich wollten E.on und RWE ihre gemeinsamen Anteile im Umfang von 33 Prozent an dem Uranunternehmen URENCO längst verkauft haben. Bis heute ist daraus nichts geworden, auch wenn sich der E.on-Chef weiterhin zuversichtlich gibt: ““Der Verkauf ist nicht gescheitert, natürlich sind die Gespräche anspruchsvoll”, sagte Johannes Teyssen den Aktionären bei der Hauptversammlung” von E.on letzte Woche (Agentur Reuters). Doch die Probleme für einen Verkauf werden eher größer als kleiner. Nicht nur die Frage, wie die Nicht-Verbreitung und Kontrolle bei einem Verkauf der URENCO aussieht, deren Anreicherungsanlagen in Gronau (D), Almelo (NL), Capenhurst (GB) und in den USA auch atomwaffenfähiges Uran herstellen könnten, sind überaus schwierig und bislang ungelöst. Auch der Brexit wird erhebliche Auswirkungen für das dreistaatliche Unternehmen mit Hauptsitz United Kingdom haben.

Panzer- und Waffenproduzent Rheinmetall blockiert – Jugendnetzwerk JunepA aktiv

Für die großen Medien war es keine Berichte wert. Da muss man schon Celleheute oder AZ-online lesen, um zu erfahren: Das Jugendnetzwerk JunepA hat vorgestern (15.5.2016) für fünf Stunden die Zufahrten zum Panzer- und Waffenproduzenten Rheinmetall in Unterlüß, am südlichen Rand der Lüneburger Heide, blockiert. GraswurzelTV hat ein Video von der Aktion online gestellt. Rheinmetall? Genau, dass sind die, die nach einer Stern-Recherche ihre Panzer auch gern in der Türkei herstellen würden, was nicht nur Amnesty International kritisiert. JunepA? Das sind die, die vor wenigen Wochen mit dem Aachener Friedenspreis 2017 für ihre Arbeit ausgezeichnet wurden und vor einiger Zeit bereits die Startbahn der Atombomber in Büchel blockierten.

Lust auf Wissen? Sommerakademie: Atomares Erbe – Herausforderungen für die nächste Generation

Atomausstieg? Schrittweise. Was bleibt: Jede Menge radioaktiver Abfälle, der noch Menschen beschäftigen wird, die heute noch gar nicht auf der Welt sind. Von großer Bedeutung ist es, dass heutige Wissen weiter zu vermitteln. Einen Beitrag dazu will die Sommerakademie des Atommüllreports liefern: “Welches atomare Erbe hinterlassen wir künftigen Generationen? Dieser Frage soll eine interdisziplinäre Gruppe von StudentInnen und jungen WissenschaftlerInnen bei der Sommerakademie nachgehen. Ausgewiesene ExpertInnen geben eine Einführung in die Probleme bei Umgang und Lagerung radioaktiver Abfälle und zeigen berufliche Perspektiven auf”, heißt es in der Ankündigung der Bildungsveranstaltung.

Castor-Transporte von Obrigheim nach Neckarwestheim genehmigt

Das “Bundesamt für kerntechnische Entsorgungsicherheit” (BfE) hat die Genehmigung für Transporte mit hochradioaktiven Abfällen über den Neckar vom AKW Obrigheim zu den benachbarten Reaktoren in Neckarwestheim erteilt. Insgesamt 15 Behälter sollen per Schiffstransport erfolgen, weil EnBW die Kosten für den Bau eines Zwischenlagers in Obrigheim einsparen will. Unter dem Motto “Neckar Castorfrei” protestieren AntiAtom-Gruppen gegen diese gefährlichen Transporte, die erstmals in Deutschland auf dem Wasser stattfinden. Der Betreiber EnBW informiert hier, die PM ist hier.

Atommüll-Zeche: Aufbau des Entsorgungs-Fonds läuft an – Gabriel will Europa damit finanzieren

Noch ist das Gesetz zur Finanzierung der künftigen Atommüll-Entsorgung nicht in Kraft, aber die Strukturen für den neuen öffentlich-rechtlichen Fonds, der die rund 24 Mrd Euro aus den Rückstellungen der Atomkonzerne künftig verwalten soll, sind im Aufbau. Weil noch eine Entscheidung der EU aussteht, kann das Gesetz und damit auch der Fonds noch nicht wirksam werden. Diese Entscheidung aber wird noch im Mai erwartet. Jetzt sind die drei Vorstandsmitglieder benannt, die künftig erreichen sollen, dass dieser Entsorgungsfonds über die Jahre die derzeit “ehrgeizige” Zielsetzung einer Verzinsung von 4,58 Prozent erreichen soll, um die “geplanten” Kosten für die gesamte Atommülllagerung einzuspielen. Außenminister Gabriel will mit den 24 Mrd Euro jetzt ein EU-Investitionsprogramm unterstützen.

Vattenfalls Kohlemonster Moorburg: Nach Lage der Dinge “zunächst” künftig nur noch Kühlturm-Kühlung

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs und die Folgen für den Betrieb des 1.600 MW Vattenfall-Kohlemonsters in Moorburg: “Das Verfahren zur Aufhebung des sofortigen Vollzuges der wasserrechtlichen Erlaubnis zur Durchlaufkühlung ist eingeleitet. Nach derzeitiger Lage kann davon ausgegangen werden, dass nach Abschluss dieses Verfahrens das Kraftwerk in der Folge zunächst nur mit dem Kühlturm weiterbetrieben werden kann.” Mit diesen Worten antwortet der Hamburger Senat auf eine Schriftliche Kleine Anfrage (Drucksache 21/8977) des LINKEN-Bürgerschaftsabgeordneten Stephan Jersch.

Hamburger Energienetzbeirat: Die siebte Sitzung und die Dokumente

Am Donnerstag, den 11. Mai, tagten die Energienetzbeiräte nunmehr zum siebten Mal. Der Beirat ist ein Ergebnis des Volksentscheids “Unser Hamburg – Unser Netz” und soll die Rekommunalisierung der drei Netze Strom, Fernwärme und Gas begleiten. Bislang ist lediglich das Stromnetz wieder in städtischem Eigentum, die anderen Netze sollen folgen. Im Focus weiterhin: Wie sehen die Alternativen aus, mit denen das marode und mit Kohle befeuerte Heizkraftwerk in Wedel endlich abgeschaltet werden kann?

Nach EuGH-Urteil: Vattenfalls Kohlemonster Moorburg das Wasser abgraben – BUND fordert: Umweltsenator Kerstan muss handeln!

Nachdem der Europäische Gerichtshof auf Initiative der EU-Kommission Deutschland wegen Mängeln bei der Genehmigung für das 1600 MW Vattenfall-Kohlekraftwerk Moorburg verurteilt hat, legt jetzt der BUND Hamburg nach und fordert vom grünen Umwelt- und Energiesenator Jens Kerstan endlich aktiv zu werden. Der Umweltverband klagt seit Jahren gegen die von der Hamburger Umweltbehörde erteilte Genehmigung für das Kraftwerk. Nach einem Erfolg des BUND beim Oberverwaltungsgericht Hamburg hatten die Umweltbehörde und Vattenfall dagegen Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht erhoben.

US-Atombombe, URENCO und die Bundesregierung: Atom/Energie/Bombe für Anfänger*innen

Die Tagesschau und Jürgen Döschner berichten heute: “Deutsches Uran für US-Atomwaffen?” Ist etwas verknappt, die Überschrift, aber sie bringt es auf den Punkt, worum es geht. Der Rest, hinter der Überschrift ist nicht ganz so einfach zu verstehen und geht um viele Ecken und Kurven zwischen Technik, Wirtschaft und Politik, zwischen friedlicher und militärischer Nutzung der Atomenergie. Journalistisch ist der Bericht prima aufgemacht und vor allem mutig: Er versucht ein überaus kompliziertes, aber enorm wichtiges Problem darzustellen, im Flaggschiff der deutschen Nachrichten. Zusätzlich wird Heinz Smital im Tagesschau-Studio befragt und erklärt zusätzlich, worum es geht (Link zum Video). Was aber genau ist da eigentlich los? Worum genau geht es? Hier ein Versuch, dieses Thema noch mal darzustellen. Für Anfänger*innen in Sachen Atom/Energie/Bombe?