Uranminen der AREVA im Niger – Landeskonferenz der Anti-Atom-Gruppen NRW nimmt Stellung

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Am 27.1.2013 hat in Münster die Landeskonferenz der AntiAtomGruppen in NRW nicht nur die Aktionen zum zweiten Jahrestag der Katastrophe von Fukushima weiter vorbereitet, sondern auch zu dem Militäreinsatz französischer Truppen bei den Uranminen der AREVA im Zusammenhang mit dem Kriegseinsatz in Mali folgendermaßen Stellung genommen:

„Die NRW Landeskonferenz stellt fest:

Französischer Militäreinsatz bei Uranminen im Niger zur Sicherung französischer Energieversorgung.

Französische Truppen haben nach dem Kriegsbeginn in Mali und der zu erwartenden Terroraktion islamistischer Kräfte auf eine Gasförderanlage in Algerien mit militärischen Sicherung der vom französischen Atomkonzern AREVA betriebenen Uranminen im Nachbarstaat Niger reagiert..  Dies macht deutlich: Es geht in der Sahelzone nicht nur – wie Frankreich und die westlichen Staaten behaupten – um dem Kampf gegen die menschenverachtende Politik einiger Kräfte in der Region.

Es geht bei dem Militäreinsatz auch um den Schutz von Ressourcen und die Sicherung des Nachschubs mit wichtigen Rohstoffen. Das wird durch den Einsatz französischer Soldaten an den AREVA-Uranminen deutlich.

Schon seit Jahren gibt es immer wieder auch militärische Konflikte wegen der Uranminen der AREVA im Niger. Noch in diesem Jahr will Frankreich bzw. der Atomkonzern AREVA dort eine weitere Uranmine in Betrieb nehmen. Wir befürchten, dass der jetzige Militäreinsatz auch (!) ein Beitrag ist, diese neue Uranmine in Betrieb nehmen zu können.

Das geht uns auch in Deutschland und NRW an: Denn AREVA ist als französischer Staatskonzern in allen Bereichen der Atomwirtschaft an vielen Orten aktiv – auch in NRW!

Informationen, wie viel Uran aus dem Niger über die AREVA nach Deutschland kommt, verschweigen der französische Atomkonzern bzw. die Bundesregierung bis heute.

AREVA in NRW und Deutschland:

AREVA liefert Uran an die Uranfabrik Gronau. Gemeinsam mit der URENCO betreibt die AREVA über die gemeinsame Tochter ETC die Forschung, Entwicklung und den Bau von Urananreicherungstechnik (Gaszentrifugen). Dafür gibt es in NRW die Standorte in Gronau und Jülich. AREVA gilt zudem als ein Interessent für den Kauf von Teilen der URENCO. Damit würde AREVA zu einem Schlüsselspieler bei der Urananreicherung in Gronau und weltweit.

Im niedersächsischen Lingen betreibt die AREVA bereits die einzige Brennelementefabrik in Deutschland und versorgt damit Atomkraftwerke in aller Welt. Außerdem hat die AREVA in Erlangen die Atombranche von Siemens übernommen. Auch von dort verdient AREVA mit den Bau von Atomkraftwerken sein Geld.“

Siehe auch: Uranlieferant Niger – Hunger und Krieg.

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1 Gedanke zu „Uranminen der AREVA im Niger – Landeskonferenz der Anti-Atom-Gruppen NRW nimmt Stellung

  1. Hallo nach NRW!

    Bitte richtet Euer Augenmerk auch auf die Mongolei.
    Dort geht AREVA gewohnt rücksichtsvoll vor und fördert Uran durch Fracking.
    Dir Bevölkerung wird nicht über die Gefahren informiert.

    http://golomt.org/2013/06/15/uranabbau-in-der-wuste-gobimongolei/

    Wir fahren mit mongolischen Geologiestudenten und Aktivisten in die Gobi,
    um vor Ort mit den Nomaden, die betroffen sind zu sprechen.
    Bitte nennt uns Ansprechpartner in D, denen wir berichten können.

    Beste Grüße aus der Mongolei
    Werner Kleefeld

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