Vattenfall nimmt Kohlekraftwerk Moorburg in Probebetrieb – Anwohner klagen über Gesundheitsbeeinträchtigungen

Moorburg 4Der Vattenfall-Konzern nimmt das Kohlekraftwerk Moorburg schrittweise in Betrieb. Künftig wird die 1.600 MW-Anlage die Klimakatastrophe weiter anheizen. Schon jetzt beschweren sich AnwohnerInnen, dass der Probelauf gesundheitliche Auswirkungen für sie hat. Der BUND Hamburg hat die Beschwerden zum Anlaß genommen, heute mit einer Pressemeldung zu reagieren. Immer mehr Studien zeigen, dass die Gesundheitsbelastungen durch den Betrieb von Kohlekraftwerken erheblich sind. Siehe: Kohle macht krank

Zu Vattenfall siehe auch hier: Immer wieder Vattenfall: Die Macht der Hinterzimmer – “Wie Großkonzerne politische Entscheidungen attackieren”

“Probelauf Moorburg: Vattenfall unterrichtet die Bevölkerung nicht – Anwohner klagen über Gesundheitsbeeinträchtigungen / BUND fordert Veröffentlichung von Messergebnissen

Nachdem sich Anwohner aus Moorburg mit Beschwerden über den Probelauf des Kohlekraftwerkes Moorburg auch an den BUND Hamburg gewandt haben, fordert der Umweltverband das Unternehmen Vattenfall sowie die für Luftreinhaltung und die Anlagengenehmigung zuständige Behörde für Stadtentwicklung (BSU) auf, die Bevölkerung unverzüglich und umfassend zu informieren.

„Es ist ein Skandal, dass Vattenfall das größte Kohlekraftwerk Deutschlands im Geheimen hochfährt und die nichts ahnende Bevölkerung in der Folge an Kopfschmerzen und Atemnot leidet“, kritisiert Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg die Informationspolitik des Unternehmens.

Betroffene Bürger aus Moorburg hatten am Dienstag die Feuerwehr eingeschaltet, die das Problem das Problem vor Ort untersuchen sollte.

Der BUND fordert nun, dass die Messergebnisse schnellstmöglich veröffentlicht werden, damit nachvollziehbar wird, ob und in welchem Umfang Schadstoffe durch den Probebetrieb des Kraftwerkes freigesetzt wurden. Den betroffenen Anwohnern empfiehlt der BUND, bei Beschwerden einen Arzt aufzusuchen und die Symptome zu dokumentieren.

Aus Sicht des BUND Hamburg hilft jetzt nur vollständige Transparenz.

„Vattenfall hat die Bevölkerung in bereits gewohnter Manier nicht informiert. Nun ist Umweltsenatorin Blankau in der Pflicht, alle Fragen zu klären und dafür zu sorgen, dass das Unternehmen alle Daten zum aktuellen Probebetrieb und weiteren geplanten Maßnahmen offenlegt“, so Manfred Braasch.”

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