Atomtransporte mit Uranerz aus Kasachstan – Hamburger Senat antwortet der Links-Fraktion

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Uranerz aus Kasachstan über Russland – Nord-Ostsee-Kanal – Hamburg und von hier auf der Schiene Richtung Frankreich – mit Mängeln. Foto: Tim Christensen

„Die „Sheksna“ hat am 11. Juli 2014 21 Container mit insgesamt 756 Stahlfässern (Behältertyp IP1) mit der UN-Nummer 2912 (radioaktiver Stoff mit geringer spezifischer Aktivität) in Hamburg gelöscht. Die Brutto-Gesamtmasse (das Gewicht einschließlich der Verpackung) belief sich auf 389.033,54 kg. Radioaktive Stoffe als Transitladung befanden sich nicht an Bord; in Hamburg wurden keine radioaktiven Güter geladen.“ Das ist die Antwort des Hamburger SPD-Senats auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bürgerschaftsfraktion über einen der letzten Atomtransporte mit Uranerzkonzentrat durch den Hamburger Hafen, bei dem es zu Beförderungsverboten gekommen ist. Die Anfrage mit der Drucksachen-Nummer 20/12462 steht hier als PDF zum download bereit.

Zuletzt war in diesem Blog und in anderen Medien von 17 Containern gesprochen worden, die an Bord der Sheksna gewesen sein sollen. Nun bestätigt der Senat Meldungen von AtomkraftgegnerInnen, dass es insgesamt 21 Container waren. Der Hamburger Senat teilt nun mit: „Bei den vier in Rede stehenden Containern hat die Wasserschutzpolizei im Rahmen einer Gefahrgutkontrolle festgestellt, dass an diesen Containern die o.g. CSC-Plakette fehlte. Der Weitertransport der Container wurde durch die Wasserschutzpolizei vorläufig untersagt und die für diesen Sachverhalt zuständige Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) informiert.“

Nach der Prüfung wurde der Weitertransport erlaubt und noch am selben Tag fand dieser statt. „Für die zwischenzeitige Lagerung auf dem Süd-West-Terminal liegt eine Genehmigung gemäß § 7 Strahlenschutzverordnung vor.“

Außerdem gab es weitere Vorkommnisse: „Nach den Feststellungen der Wasserschutzpolizei anlässlich einer Gefahrgutkontrolle der in Rede stehenden 21 Container, die von der Sheksna entladen wurden, hatte sich an acht Containern die Plakettierung gelöst. Die Mängel wurden sofort vor Ort behoben.Ein neunter Container wies zwei Kerben am vorderen oberen Querträger auf. Nach Rücksprache mit der für die Containersicherheit zuständigen BGV wurde ein Weitertransport mit der Auflage erlaubt, den Container vor einer erneuten Beladung Instand zu setzen.“

Und der Senat teilt mit, dass es seit Anfang 2012 insgesamt 24 Kontrollen bei Atomtransporten mit der Sheksna gegeben hat. Bei 11 dieser Transporte hat es Beanstandungen gegeben. In dem Zeitraum sind ingesamt 341 „Beförderungseinheiten“ kontrolliert worden, 71 dieser Einheiten wurden beanstandet.

Dazu stellt der Senat fest: „Die Beanstandungen im Zusammenhang mit den Beförderungseinheiten betrafen in 70 Fällen formale Mängel und in einem Fall einen sicherheitsrelevanten Mangel, der nicht zu einer Gefährdung führte.“

Der Anfrage ist eine umfangreiche Tabelle mit den durchgeführten Kontrollen und deren Ergebnissen seit Anfang 2012 beigefügt.

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