Nach Rücktritt von Wolfgang Abel – Verdi Hamburg wählt neuen Chef

Verdi Hamburg wählt neuen Chef.
Verdi Hamburg wählt neuen Chef.

Verdi Hamburg wird nach dem überraschenden Rücktritt von Wolfgang Abel am kommenden Montag einen neuen Landesbezirksleiter wählen. Berthold Bose aus dem Bereich Finanzdienstleistungen soll die Nachfolge des umstrittenen Abel antreten. Der Bezirksvorstand soll Bose einstimmig vorgeschlagen haben. Auf einer außerordentlichen Landesbezirkskonferenz soll er am Montag gewählt werden. Das teilte die Gewerkschaft am gestrigen Freitag in einer Pressemitteilung mit.

Nach Rücktrittserklärung von Verdi-Hamburg Chef Wolfgang Abel: Abmahnungen, Bedauern und Fragen zur Ausrichtung

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Zusammenarbeit in der Krise? Nach der Rücktrittserklärung von Verdi-Chef Abel in Hamburg. Foto: Dirk Seifert

Rücktritt von Hamburgs Verdi-Chef Wolfgang Abel. Die Schlagzeilen-Redaktion der Taz Hamburg liebt es krachend: „Führung mit der Keule“ überschreibt sie den Artikel von Kai von Appen, in der er zunächst Wolfgang Abel selbst befragt: „„Die Spannungen müssen Ver.di-intern gelöst werden, es ist nicht meine Aufgabe, das nach außen hin zu kommentieren“, sagte Abel auf Anfrage der taz.“ 

Hintergründe zum Rücktritt von Hamburgs Verdi-Chef Wolfgang Abel

Auch der Volksentscheid hat einen Anteil am Rücktritt von Verdi-Chef Wolfgang Abel.

Die Rücktrittserklärung von Hamburgs Verdi-Chef Wolfgang Abel am Montag hat für viel Überraschung gesorgt. Auf umweltfairaendern.de war darüber erstmals berichtet worden. Doch in den Medien wird bislang lediglich die auf umweltfairaendern gestern veröffentlichten Erklärungen von Abel Bezug genommen und wieder gegeben. Sowohl im Abendblatt als auch in der Welt wird dabei eher die Darstellung Abels übernommen. Wer mehr über die Hintergründe der Auseinandersetzungen wissen will, sollte sich die Mühe machen, einen Artikel im Labournet von Nadja Rakowitz zu lesen, der bereits im Oktober 2013 in der Zeitschrift Express veröffentlicht wurde.

Rücktritt von Hamburgs Verdi-Chef Wolfgang Abel: „Notwendige Konsequenzen“ wegen „Mehrheit ist Wahrheit“

wolfgang_abel_downloadGestern gab Hamburgs Verdi-Chef Wolfgang Abel seinen Rücktritt als Bezirksleiter bekannt. Für viele kam der Zeitpunkt offenbar überraschend, dabei hatte es im letzten Jahr mehrfach erhebliche Auseinandersetzungen und Kontroversen innerhalb von Verdi in Verbindung mit der Arbeit von Wolfgang Abel gegeben. Abel hatte im Sommer 2012 den Posten von seinem Vorgänger Wolfgang Rose übernommen. Beide sind Mitglied der SPD. Hier folgt nun die Begründung von Wolfgang Abel für seinen Schritt.

Hamburger Verdi-Chef Wolfgang Abel tritt zurück!

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Gibt auf: Wolfgang Abel gibt sein Mandat als Verdi-Chef in Hamburg vorzeitig auf.

Der Hamburger Landesbezirksleiter von Verdi, Wolfgang Abel, gibt seinen Posten auf und wird spätestens am 30. Juni 2014 zurücktreten. Das teilte Wolfgang Abel heute in einer persönlichen Erklärung mit. Es hat seit seinem Antritt im Sommer 2012 erhebliche Auseinandersetzungen um seinen Kurs bei Verdi gegeben. Sei es in Sachen Elbvertiefung, beim Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ und auch beim Umgang der Gewerkschaft mit den Lampedusa-Flüchtlingen krachte es immer wieder erheblich.

Volksentscheid Hamburg: Bürgermeister Olaf Scholz im Welt-Interview: „Es ist so, dass man mit Energienetzen Geld verdienen kann.“

Logo_UHUN_balken_cmykDie Widersprüche in der Argumentation der SPD gegen den in Hamburg anstehenden Volksentscheid für die vollständige Rekommunalisierung der Energienetze von Vattenfall und E.on werden sichtbarer. Dafür sorgt auch ein Interview mit dem SPD-Bürgermeister Olaf Scholz von Jens Meyer-Wellmann in der Welt.

Zukunft – Rekommunalisierung – Daseinsvorsorge: Verdi – Hamburg diskutiert über „Zukunft des Öffentlichen Dienstes“

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Öffentlich statt Privat: Verdi Hamburg (Fachbereich) diskutiert.

Der Hamburger Verdi Fachbereich Bund/Länder und Gemeinden hat Prof. Heinz Bontrup zu einer Veranstaltung über die Zukunft des Öffentlichen Dienstes eingeladen. Bontrup ist Direktor am Westfälischen Energieinstitut an der Westfälischen Hochschule sowie Mitglied im Expertenrat zur Reform der Wirtschafts- und Währungsunion der Europaministerin des Landes Nordrhein-Westfalen. Außerdem ist der Wirtschaftswissenschaftler Bontrup Mitverfasser und Herausgeber der jährlichen Memoranden der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik (Memorandum-Gruppe) sowie deren Sprecher.

Verdi Hamburg – Die Flüchtlinge und der Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“

Verdi Hamburg: Wir haben ein Problem...
Verdi Hamburg: Wir haben ein Problem…

Am Montag tagte der Landesbezirksvorstand der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Hamburg. Zwei Themen standen auf der Tagesordnung, die in den letzten Wochen für viel Wirbel unter den Mitgliedern gesorgt hatten. Der Umgang mit den libyschen Flüchtlingen in Hamburg und der Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz„, der die vollständige Rekommunaliserung der Energienetze verlangt, die jetzt noch den Atom- und Kohlekonzernen Vattenfall und E.on mehrheitlich gehören. Mehr als vier Stunden, und damit so lange wie sonst nie, dauerte die Sitzung. Über die Energienetze wurde nicht mehr diskutiert. Aber in Sachen Flüchtlinge kam es zu einem Beschluss, der es in sicht hat – jedenfalls mit Blick auf die aktuelle Politik der Verdi-Führung. Die Linken-Bürgerschaftsabgeordnete Kersten Artus hat diesen Beschluss auf Facebook (erfordert Anmeldung bei Facebook) veröffentlicht, der hier wieder gegeben wird:

Volksentscheid Energienetze in Hamburg – „Verdi-Fachbereich Versorgung“ legt Positionspapier vor

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Verdi Fachbereich Versorgung und der Volksentscheid in Hamburg.

„Die betroffenen Beschäftigten haben Sorgen um ihre Arbeitsbedingungen…“. So heißt es in einem Positionspapier des Fachbereichs 02 „Ver- und Entsorgung“ (FB02) von Verdi-Hamburg, das jetzt online ist. Sorgen haben dem Papier zur Folge die KollegInnen nicht etwa, weil E.on bundesweit 6.000 und Vattenfall mindestens 1.500 Arbeitsplätze abbauen. Darauf gehen die GewerkschafterInnen mit keinem Wort ein. Sorgen bereitet der Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“.

Hamburger Volksentscheid: IG Metall, Verdi und IG BCE antworten auf Vorwürfe

VeRDI-Farbe_ohne-SchriftzugVerdi, IG BCE und IG Metall reagieren heute mit einer Pressemeldung (!!) auf meinen Artikel: Volksentscheid Energienetze Hamburg: Vattenfall und E.on bezahlen Protest von Gewerkschaften.

Atomkraftwerke Brokdorf und Grohnde werden be-warn-streikt: Verdi und IGBCE fordern mehr Geld

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Warnstreik in Brokdorf (Foto) und im AKW Grohnde. Verdi und IGBCE fordern mehr Geld. Foto: Dirk Seifert

Heute haben nach einem Aufruf der Gewerkschaften Verdi und IGBCE in Norddeutschland ca. 2.500 MitarbeiterInnen unterschiedlicher Betriebe, darunter auch Beschäftigte der Atommeiler in Brokdorf und Grohnde, einen Warnstreik durchgeführt. Bundesweit sollen sich rund 7.000 Beschäftigte beteiligt haben. Der NDR berichtet: „Ver.di wirft E.ON vor, ein Scheitern der Tarifverhandlungen zu provozieren. Die zuletzt angebotene Erhöhung der Bezüge um 1,1 Prozent sei „völlig inakzeptabel“. Die Gewerkschaft verlangt eine Verbesserung um 6,5 Prozent bei einer Laufzeit des Vertrages von zwölf Monaten. Außerdem sollten alle Azubis nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung für mindestens zwölf Monate übernommen werden.“ Die Tarifverhandlungen sollen morgen fortgesetzt werden.

Verdi – Atommüll für den Schacht Konrad

Verdi – Atommüllprobleme? Nie gehört!

In einem Schreiben vom August 2012 (PDF) an den Bundesumweltminister  forderte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi jüngst nicht nur den Rückbau der stillgelegten Atomkraftwerke, sondern auch für den dabei entstehenden leicht- und mittel-radioaktiven Abfall ein Atommülllager mit einem „klar fixierten Zeitpunkt der Aufnahmebereitschaft und eine(r) verlässliche(n) Definition der Aufnahmebedingungen“ zu schaffen.