Vattenfall, die Kohle und der Hamburger Hafen: Brunsbüttel Ports ver- und entsorgen

Im großen Stil verfeuert Vattenfall in Hamburg weiterhin klimaschädliche Kohle in den (Heiz-)Kraftwerken Wedel, Tiefstack und Moorburg. Dazu wird die benötigte Import-Kohle über den Hamburger Hafen antransportiert und Reststoffe müssen abtransportiert werden. Für die Logistikdienstleistungen hat Vattenfall jetzt mit der privaten Brunsbüttel Ports GmbH neue Verträge abgeschlossen, in denen die Zusammenarbeit von Moorburg nun auch auf Tiefstack und Wedel ausgeweitet wird. Das hat heute „Hafen Hamburg“ auf seiner Internetseite mitgeteilt. Die Versorgung der klimaschädlichen Kraftwerke mit Kohle war wiederholt Anlass auch zu Protesten auf der Elbe. Zuletzt hatte Greenpeace anlässlich des G20-Gipfels im Juli mit Aktionen auf dem Fluss protestiert. Auch „Gegenstrom Hamburg“ sorgte mit Aktionen gegen die Kohlelieferungen für Proteste, zuletzt mit einer Aktion auf der Katwykbrücke.

Dokumentation der PM von „Hafen Hamburg“ zur künftigen Zusammenarbeit zwischen Vattenfall und Brunsbüttel Ports (Wikipedia):

SCHRAMM Ports & Logistics (Brunsbüttel Ports) wächst auf 15 Standorte / Zuschlag für Vattenfall Kraftwerkslogistik / Erneutes Wachstumsplus

Brunsbüttel Ports erhält Zuschlag für die Verlängerung der Logistikdienstleistungen am Vattenfall Heizkraftwerk Moorburg.  Zusätzlich übernimmt das Unternehmen die Umschlagslogistik für die Vattenfall Heizkraftwerke Tiefstack und Wedel. Positives Signal für weiteres Wachstum. Zusätzliche Mitarbeiter und noch engere Verzahnung im Wirtschaftsraum Unterelbe / Hamburg.

Im Rahmen der Ausschreibung für die Umschlagslogistik von Stoffströmen an verschiedenen Standorten der Vattenfall Heizkraftwerke hat die Brunsbüttel Ports GmbH nicht nur den Zuschlag für die Verlängerung des bestehenden Auftrages am Standort Moorburg erhalten, sondern ebenfalls für die Logistik an den weiteren Standorten von Vattenfall in Wedel und Hamburg Tiefstack.

Damit weitet Brunsbüttel Ports unter der Dachmarke SCHRAMM Ports & Logistics seine Aktivitäten im Raum Hamburg aus. Seit 2013 hat das Brunsbütteler Unternehmen bereits die Ver- und Entsorgungslogistik für das Heizkraftwerk Moorburg im Hamburger Hafen übernommen, wo täglich große Mengen Brennstoffe und Nebenprodukte umgeschlagen werden. Diese werden auch in Zukunft von den Mitarbeitern der Brunsbüttel Ports GmbH verantwortungsvoll und mit großer Erfahrung im Rahmen der mehrjährigen Verlängerung des Vertrages bewältigt. Zusätzlich wird Brunsbüttel Ports nun zukünftig auch an den Standorten Wedel und Tiefstack für die Umschlagslogistik von Stoffströmen und zudem für die Instandhaltung der Umschlags-Anlagen verantwortlich sein.

Unter der Dachmarke SCHRAMM Ports & Logistics bildeten die Brunsbütteler Häfen sowie der Glückstädter Hafen, der Rendsburg Port, zwei Logistikstandorte im Hamburger Hafen sowie sechs Standorte in Schweden einen starken Verbund von bisher 13 Hafen- und Logistikstandorten in Norddeutschland und Skandinavien. Mit der Ausweitung der Aktivitäten der Brunsbüttel Ports im Hamburger Raum wächst die SCHRAMM Ports & Logistics nun auf insgesamt 15 Standorte.

Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH und SCHRAMM Ports & Logistics, freut sich über den Zuschlag an den drei Heizkraftwerksstandorten: „Unsere Dienstleistungen decken die gesamte Kette der Ver- und Entsorgungslogistik ab. Die Zusammenarbeit mit Vattenfall ist hoch professionell und effizient, und wir freuen uns, nicht nur die Verlängerung des bestehenden Auftrages am Standort Moorburg erhalten zu haben, sondern in Zukunft zusätzlich auch noch an zwei weiteren Standorten unseres Kunden aktiv sein zu dürfen.“
Ergänzend führt Schnabel aus: „Die Ausweitung unserer Aktivitäten in Hamburg bedeutet eine noch engere Verzahnung im Wirtschaftsraum Unterelbe und ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit innerhalb der Metropolregion Hamburg. Durch unsere zwei neuen Standorte steigt auch die Anzahl unserer Mitarbeiter deutlich an. Unsere Hafengruppe ist damit auch weiterhin auf einem soliden, nachhaltigen und gesunden Wachstumskurs.“

Im Rahmen der kürzlich vom Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) veröffentlichten Jahreszahlen der deutschen Seehäfen weist Frank Schnabel auf die positiven Umschlagszahlen der Hafengruppe Brunsbüttel Ports in diesem Jahr hin: In den ersten 10 Monaten erzielte die Brunsbütteler Hafengruppe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Umschlagsplus von rund 11%. Im Brunsbütteler Elbehafen stieg die Güterumschlagmenge sogar um rund 12 %. In den Brunsbütteler Häfen stieg außerdem die Anzahl der abgefertigten Seeschiffe um rund 23 % und die Anzahl der Binnenschiffe um 8 %.

Zdebel fordert Neuwahlen statt Große Koalition

Nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche für eine sogenannte Jamaika-Koalition fordert der Münsteraner Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel:

„Wir brauchen jetzt Neuwahlen. Eine Neuauflage der abgewählten großen Koalition kann keine Option sein. Die Bürgerinnen und Bürger müssen nun die Möglichkeit haben zu entscheiden: Stillstand oder soziale Offensive? Die Sondierungsgespräche haben gezeigt, dass die Union keine Konzepte für eine Überwindung der sozialen Spaltung in der Gesellschaft hat und Bundeskanzlerin Merkel sich von einer am rechten Rand fischenden CSU vor sich her treiben lässt.

Die Grünen haben gezeigt, dass sie ihre Grundsätze in der Flüchtlings- und Klimapolitik bereitwillig über Bord geworfen hätten. Und die FDP füllt alten Wein in neue Schläuche: Ebenso wie in der Landesregierung NRW ist sie auch auf Bundesebene noch immer die Klientelpartei für Großkonzerne, die den Kohleausstieg blockiert und Sozialabbau betreiben will. Hinzu kommt unter Lindner neuerdings die Forderung nach einer restriktiven Asylpolitik. Der Rückzug der FDP aus den Verhandlungen zeigt immerhin: die FDP steht konsequent zu ihrer spalterischen Klientelpolitik und ihrem radikalen Neoliberalismus. DIE LINKE ist die einzige Partei, die am Ziel einer solidarischen Gesellschaft für alle festhält. Für uns sind höhere Löhne, Klimaschutz, eine friedliche Außenpolitik und eine humane Flüchtlingspolitik nicht verhandelbar.“

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