Zivile Atomenergie – Baukasten für die Atombombe

Die militärischen Risiken globaler Konflikte wachsen. Eine neue Dimension erhält dabei auch die Entwicklung neuer taktischer Atomwaffen und deren möglicher Einsatz. Immer sichtbarer wird aber auch: Ohne die vermeintlich friedliche Atomenergienutzung zur Stromerzeugung ist es heute ökonomisch dauerhaft kaum möglich, ein umfangreiches Repertoire von Atomwaffen zu entwickeln und einsatzbereit zu halten. Es gibt Atomunternehmen wie die teilweise auch deutsche URENCO, die innerhalb nur weniger Wochen von jetzt zivil auf militärisch umschalten könnten – wenn das politisch verlangt würde. Mit dem Einstieg in die Atomenergienutzung zur Stromerzeugung ist immer auch die Option mit  im Spiel, diese Technologie zur Herstellung von Atomwaffen einzusetzen. Das wissen auch die Vereinigten Arabischen Emirate, wo Ende des Jahres Schritt für Schritt neue Atomreaktoren in Betrieb gehen. Auch Saudi-Arabien könnte einen Deal mit den USA abschließen, zunächst 16 Atommeiler in der Wüste zu bauen – ein Atomforschungsreaktor ist so gut wie fertig. Grund genug, dass die internationale Ärzteorganisation IPPNW mit einer Informationsschrift warnt: „Atomenergie – der Treibstoff für die Bombe“ (PDF, siehe auch hier). Weiterführende Hinweise finden sich zu dem Thema Atomenergie auch in der Presseerklärung. Mit einer neuen Uran-Batterie – einem „Mini-Atomreaktor“ – und neuen Atom-Brennstoffen befasst sich auch der Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (Die Linke) unter anderem hier.

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