Statt französisch-russischer Atomkooperation: Uranfabriken in Deutschland abschalten

Die französischen und russischen Atomkonzerne Framatome und Rosatom werden bei der Uranbrennstoffherstellung enger zusammenarbeiten. Gegen die 25-prozentige Beteiligung von Rosatom an der Uranfabrik in Lingen (NDS) protestieren in einem gemeinsamen Brief an die Bundesministerien für Wirtschaft sowie Umwelt und an den niedersächsischen Umweltminister rund 80 Anti-Atom-Gruppen und Organisationen. Statt neuer Atomdeals auf bundesdeutschem Boden müsse die Bundesregierung endlich die beiden Uranfabriken abschalten und den Atomausstieg in Europa voranbringen, heißt es in dem Brief.

umweltFAIRaendern dokumentiert den Brief hier:

Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland
Réseau Sortir du nucléaire, Frankreich
Ecodefense, Russland
Elternverein Restrisiko Emsland
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland)
IPPNW – Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs / Ärzte in sozialer Verantwortung
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)

Lingen, Paris, Moskau, 1. Juni 2021

Trinationale Resolution gegen Brennelemente-Joint-Venture in Lingen
Nein zur französisch-russischen Atomkooperation in Deutschland
– Dringender Aufruf von rund 80 Initiativen und Verbänden

Rund 80 Initiativen und Verbände aus mehreren europäischen Ländern
unterstützen eine trinationale Resolution gegen die Bewilligung einer
russisch-französischen Atomkooperation durch die Bundesregierung zur
Brennelementeproduktion in Lingen/Emsland. Sie fordern stattdessen ein
Ende der Uranverarbeitung und eine De-Nuklearisierung Europas.

Der franzöische Atomkonzern Framatome sowie die Tochter des russischen
Atomgiganten Rosatom, TVEL, planen in Lingen ein Joint Venture und
konterkarieren damit Pläne zur Stilllegung der Brennelementefabrik im
Rahmen des bundesdeutschen Atomausstiegs. Das Bundeskartellamt stimmte
dem Joint Venture bereits im März zu, die Ergebnisse eines
Investitionsprüfverfahrens durch die Bundesregierung werden bislang
geheimgehalten. Initiatoren der jetzigen Resolution sind das Lingener
Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland, das französische Réseau
Sortir du nucléaire sowie die russische Umweltorganisation Ecodefense.

Framatome beliefert bislang aus Lingen zahlreiche alternde und
sicherheitstechnisch umstrittene Reaktoren in Belgien, den Niederlanden,
Frankreich, der Schweiz, Spanien, Großbritannien und Finnland mit
Brennelementen. Diese Exporte stehen seit Jahren in der Kritik. Die
Atomanlage ist bis dato vom Atomausstieg in Deutschland ausgenommen. Vom
deutschen Firmensitz in Erlangen/Bayern werden zudem technische
Support-Projekte für AKW-Projekte weltweit gesteuert.

„Seit Jahren kämpfen wir im Emsland für die dringend notwendige
Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen. Die Bundesregierung darf
dem französisch-russischen Atomdeal nicht zustimmen. Zum einen
untergräbt er den bundesdeutschen Atomausstieg. Zum anderen verbietet
die sehr schlechte Menschenrechtslage in Russland ein solches
Zugeständnis an die staatliche russische Atomindustrie,“ so Alexander
Vent vom Lingener Bündnis AgiEL.

„Die französische Atomindustrie kämpft gerade mit großen finanziellen
Schwierigkeiten. In dieser Situation ist sie zu allem bereit. Wir sehen
mit großer Sorge die offensiven Pläne im internationalen Geschäft. Die
weitere Öffnung der Brennelementeproduktion in der EU für die russische
Atomindustrie ist erneut ein Schritt in die falsche Richtung. Für uns
ist klar: Die Energiezukunft in Europa darf nicht nuklear sein,“
erklärte Charlotte Mijeon vom Réseau Sortir du nucléaire.

„Dass Framatome und die Bundesregierung den russischen Atomkonzern
Rosatom wirtschaftlich unterstützen, ist für uns unverständlich. Wir
erinnern daran, dass Deutschland schon jetzt Russland als Atommüllkippe
für den abgereicherten Uranmüll aus der Urananreicherungsanlage in
Gronau benutzt. Zudem liefern die Brennelementefabrik in Lingen sowie
die Urananreicherungsanlage in Gronau schon jetzt angereichertes Uran
zur Weiterverarbeitung in Russland. Damit werden 35 Jahre nach
Tschernobyl die brandgefährlichen Zukunftsvisionen der Atomindustrie am
Leben gehalten. Wir fordern den Ausstieg Europas aus der Atomenergie,“
so Vladimir Slivyak von Ecodefense.

„Wir stehen heute vor einem wachsenden Zusammenspiel von ziviler und
militärischer Atomindustrie. In allen Atomwaffen-Staaten lässt sich das
Militär von der zivilen Nuklearindustrie durch versteckte Subventionen
fördern. Dazu zählen personelle Unterstützung, Forschungsvorhaben sowie
eine beidseitig nutzbare nukleare Infrastruktur. Sowohl Frankreich wie
Russland verfügen über Atomwaffen. In Zeiten wachsender internationaler
Unsicherheit akzeptieren wir nicht, dass durch die Nutzung der
Atomenergie neue Atomwaffen ermöglicht werden,“ erklärte die
Europavorsitzende der Ärzteorganisation IPPNW, Dr. Angelika Claußen.

Die Resolution wird heute ans Bundeswirtschafts- und ans
Bundesumweltministerium übersandt sowie an den Ministerpräsidenten von
Niedersachsen, Stefan Weil, und an das niedersächsische Umweltministerium.

Verbleib der leicht- und mittelradioaktiven Abfälle beim Rückbau des AKW Mülheim-Kärlich

Was passiert mit den leicht- und mittelradioaktiven Atomabfällen, die beim Rückbau des AKW Mülheim-Kärlich (RLP) anfallen? Das wollte der Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (Fraktion DIE LINKE) von der Bundesregierung wissen. In der Antwort werden die oberirdischen Zwischenlager in Gorleben (NDS) und Ahaus (NRW) genannt.

Mit Datum vom 6. Mai teilte Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium mit, dass die Schriftliche Frage mit der Arbeitsnummer 4/411 vom 29. April 2021 (Eingang im Bundeskanzleramt am 29. April 2021) folgendermaßen beantwortet wird:

Frage 4/411
„In welche Zwischenlager werden nach Kenntnis der Bundesregierung die radioaktiven Abfälle aus dem Rückbau des AKW Mülheim-Kärlich verbracht, und welche Mengen sind nach Kenntnis der Bundesregierung bis jetzt jeweils entsprechend dort eingelagert worden (bitte Aufstellung nach Menge und Anlage)?“

Antwort:
Abfälle des Atomkraftwerks Mülheim-Kärlich sollen nach Kenntnis der Bundesregierung im Abfalllager Gorleben sowie im Zwischenlager Ahaus zwischengelagert werden. Fässer werden dabei in der Regel in 20‘Fuß-Container eingestellt. Derzeit lagern dort:

Grünes Licht für Atomtransporte aus Berliner Forschungsreaktor nach Frankreich – Transportgenehmigung für Uran liegt vor

Für den Export von Uran-Brennstoff aus dem ehemaligen Atomforschungsreaktor in Berlin-Wannsee liegt nun auch eine Transportgenehmigung vor. Nach Angaben des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BaSE) ist eine entsprechende Genehmigung für den Abtransport von 15 Uran-Platten erteilt worden, die im stillgelegten Reaktor nicht mehr eingesetzt wurden. Die Anreicherung liegt mit 19,75 Prozent des spaltbaren Uran-235 knapp unterhalb der Schwelle zur Atomwaffenfähigkeit. Ziel des Atomtransports ist eine Atomfabrik von Framatome SAS in Romans-sur-Isere (Frankreich). Die erforderliche Exportgenehmigung war bereits vor einigen Wochen vom zuständigen Bundesamt für Ausfuhrkontrolle und Wirtschaft (BAFA) erteilt worden. UmweltFAIRaendern hatte darüber am 8. April berichtet. Für den Abtransport Richtung Frankreich dürften gepanzerte Fahrzeuge zum Einsatz kommen, da sich die Sicherungsanforderungen aufgrund erhöhter Terrorrisiken in den letzten Jahren deutlich erhöht haben. Konkrete Angaben dazu liegen aber nicht vor. (Foto: gepanzerte Spezialfahrzeuge der Firma Daher)

  • Zum Thema Terrorschutz bei nuklearen Anlagen und Transporten – Stichwort SEWD – auf umweltFAIRaendern.de
  • Über gültige Atomtransportegenehmigungen informiert das zuständige Bundesamt BaSE hier. Sie werden veröffentlicht, nachdem der erste Transport im Rahmen einer Genehmigung stattgefunden hat.
  • Exportgenehmigungen für Kernbrennstoffe bzw. Brennelemte werden vom Bundesumweltministerium hier veröffentlicht.

Auch hochradioaktiver Atommüll lagert noch im Berliner Forschungs-Reaktor. Der soll nach den derzeitigen Plänen der Betreiber nach einer Abklingzeit der Brennelemente in das Zwischenlager Ahaus in NRW abtransportiert werden. Der Betreiber, die Helmholtz-Gesellschaft Berlin, hat die Stilllegung mit einem Dialogprozess mit einer Begleitgruppe verbunden. Öffentliche Stellungnahmen der Begleitgruppe bzw. der beteiligten Gruppen oder Personen zu den Atomtransporten mit unbestrahlten Uran-Platten nach Frankreich oder von hochradioaktivem Atommüll nach Ahaus liegen meines Wissens bislang nicht vor.

Der Transport der bestrahlten Brennelemente nach Ahaus dürfte nicht auf die Zustimmung der BI Ahaus oder der dortigen Gemeinde stoßen. Angekündigte Transporte aus dem Forschungsreaktor Garching sind vor Ort bereits auf Widerstand gestoßen und die Gemeinde hat Klagen angedroht.

Nachgebessert: NBG reagiert auf BUND-Kritik an Geologiedaten-Gutachten

Das Nationale Begleitgremium (NBG) bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager für hochradioaktive Abfälle reagiert auf die Kritik des BUND an einem Gutachten zu den Geologie-Daten. Dabei räumt das Gremium in seiner Antwort offen ein, dass Nachbesserungen erforderlich waren. Während andere Einrichtungen im Endlagersuchverfahren sich in solchen Fällen schwer tun, Mängel einzuräumen oder Nachbesserungen durchzuführen,  zeigt sich das NBG also lernfähig.

Die Kritik des BUND bezog sich auf ein Gutachten von Dr. Christian Bücker. Der Gutachter hatte laut NBG „Einsicht in den Datenraum der BGE genommen und ermittelt, welche Daten bis einschließlich 18.03.2021 öffentlich zugänglich waren.“ Dazu hatte das Gremium erklärt: „Nicht alle geologischen Daten, die in den Zwischenbericht eingeflossen sind, sind auch öffentlich. Ein NBG-Gutachter konnte sie trotzdem einsehen. Hier seine Einschätzung – kurz & knapp zusammengefasst.“

Diese Veröffentlichung hatte der BUND kritisiert: „NBG-Gutachten zur Verfügbarkeit geologischer Daten unzureichend. Sorgfältiger und umfangreicher Blick in den Datenraum essentiell“.

In der Antwort an den Umweltverband (hier online) teilt das NBG mit Datum 12. Mai unter anderem mit: „Jedoch hat auch das NBG an einigen Stellen des Gutachtens Nachbesserungsbedarf gesehen und Herr Bücker hat eine Revision des Gutachtens erstellt. Wir sehen den Auftrag damit als erfüllt an. An dieser Stelle möchten wir gerne noch einmal das Angebot erneuern, Vorschläge für Aufträge an die Sachverständigen beim NBG einzureichen.“

Weiter ist zu lesen: „Sicherlich bedarf es sowohl seitens der Sachverständigen als auch seitens des NBG eine gewisse Orientierung und Einarbeitungszeit, um gemeinsam der wichtigen ebenso wie neuen Aufgabe des NBG gerecht zu werden. Ihre Hinweise nehmen wir in diesem Prozess gerne auf.“

Eine Bewertung der jetzt erfolgten Revision steht beim BUND noch aus.

Endlagerung radioaktiver Abfälle: Gameover im Schacht Konrad

Mit großer regionaler Unterstützung haben Umweltorganisationen vom niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies (SPD) die Rücknahme des Planfeststellungsbeschlusses für das im Bau befindlichen Atommüllendlager im Schacht Konrad in Salzgitter gefordert. Dort sollen unterirdisch leicht- und mittelradioaktive Abfälle aus dem Betrieb der Atommeiler künftig endgelagert werden.

Wie jüngst im Fall Gorleben, wo die hochradioaktiven Abfälle eingelagert werden sollten, müsse es jetzt ein neues Suchverfahren mit einer vergleichenden Standortsuche geben. Gorleben war nach 40 Jahren willkürlicher Festlegungen von Politik und Atomwirtschaft im September letzten Jahres bei einer solchen Prüfung im Rahmen des Standortauswahl-Gesetzes anhand geologischer Kriterien als ungeeignet erklärt und vom weiteren Verfahren ausgeschlossen worden. Es brauche einen bundesweiten Neustart mit einem transparenten und wissenschaftsbasierten Suchverfahren, fordern die Verbände bei der Übergabe der Antragsunterlagen zur Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses.

Alles über Atommüll und den Schacht Konrad in Salzgitter auf umweltFAIRaendern.

Dokumentation:

Siehe auch:

Konrad, konrad-gameover, Presse

Breites Bündnis fordert Rücknahme des Planfeststellungsbeschlusses

Gemeinsame Pressemitteilung von BUND und NABU und dem Bündnis Salzgitter gegen Schacht KONRAD / 27.05.2021

BUND und NABU haben heute einen Antrag auf Widerruf des Planfeststellungsbeschlusses für Schacht Konrad beim Niedersächsischen Umweltministerium eingereicht. Damit fordern die Umweltverbände das Land auf, das Atommüllprojekt aufzugeben und den Weg für eine transparente und wissenschaftlich basierte Standortsuche frei zu machen. Aufgrund der enormen Umweltprobleme ist der Schacht als Atommülllager ungeeignet. Ihren Antrag haben die Umweltschützer*innen gemeinsam mit dem Salzgitteraner Bündnis gegen Schacht KONRAD Landesumweltminister Olaf Lies heute persönlich übergeben.

„Unser Antrag ist die notwendige Konsequenz aus den immer eklatanter werdenden Widersprüchen zwischen den heutigen Anforderungen an ein tiefengeologisches Lager für radioaktive Abfälle und dem alten Projekt Konrad. Radioaktive Abfälle in eine alte Eisenerzgrube zu bringen, ohne Rückholbarkeit oder Reversibilität zu gewährleisten und ohne genaue Kenntnis der geologischen Verhältnisse, wird der Verantwortung für künftige Generation nicht gerecht“, erklären Heiner Baumgarten, Vorstand des BUND-Landesverbandes, und Petra Wassmann, KONRAD-Beauftragte des NABU Niedersachsen, gemeinsam. Sie kritisieren, dass selbst zum Zeitpunkt des Planfeststellungsbeschlusses das Projekt nicht dem damaligen Stand von Wissenschaft und Technik entsprach. „Trotz vorheriger Sicherheitsbedenken von Landes- und Bundesumweltminister wurde die Genehmigung von Schacht Konrad im Atomkonsens mit den Energiekonzernen im Juni 2000 politisch vereinbart. Anders als damals haben wir heute als anerkannte Umweltverbände das Recht, juristisch gegen die Entscheidung vorzugehen und angesichts der Gefahren, die von einem Atommülllager Schacht Konrad ausgehen würden, ist es sogar unsere Pflicht“, so Baumgarten und Wassmann.

Auch aus rechtlicher Sicht ist eine Inbetriebnahme nicht zu rechtfertigen. „Die klageabweisenden Urteile des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg stehen einer Rücknahme des von Anfang an rechtswidrigen Planstellungstellungsbeschlusses nicht entgegen. Auch sind die 2002 angenommenen Voraussetzungen für die Zulassung des Endlagers entfallen, sodass der Beschluss widerrufen werden kann“, erläutern Michéle John und Ulrich Wollenteit, die die Umweltverbände als RechtsanwältInnen vertreten. „Die Anlage entspricht weder dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik noch den Anforderungen, die an den Nachweis der Langzeitsicherheit zu stellen sind. Ohne einen solchen Nachweis darf ein Endlager nicht betrieben werden. Der Planfeststellungsbeschluss muss deshalb zurückgenommen werden.“

Frank Klingebiel (Oberbürgermeister der kreisfreien Stadt Salzgitter), Matthias Wilhelm (1. Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter-Peine), Hans Kasinger (Nds. Landvolk Braunschweiger Land e.V.) und Ludwig Wasmus (Vorstand Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD) stellen übereinstimmend fest: „Das Bündnis Salzgitter gegen KONRAD fordert genau aus diesen Gründen seit Jahren die Aufgabe des völlig veralteten Projektes.“ Ludwig Wasmus: „Der Antrag ist die Chance für Umweltminister Lies, endlich das richtige zu tun. Alle wissen, dass Konrad heute nicht mehr genehmigungsfähig wäre. Trotzdem wird daran festgehalten, nur weil es eine Genehmigung gibt.“ Klingebiel ergänzt: „Uns als Kommune ist damals das Klagerecht gänzlich abgesprochen worden. Und dem Privatkläger beschied das Bundesverfassungsgericht, dass er kein Recht auf „Nachweltschutz“ habe und für seine Nachkommen nicht klagen dürfe. Das heißt aber auch, dass der Langzeitsicherheitsnachweis noch nie juristisch überprüft wurde.“

Klingebiel, Wilhelm, Kasinger und Wasmus resümieren abschließend: „Deshalb freuen wir uns, dass BUND und NABU nun gemeinsam mit uns diesen Weg gehen. Das Bündnis ist überzeugt, dass dieser Weg ein langer und steiniger, aber am Ende im Interesse der in Salzgitter und der Region lebenden Menschen ein erfolgreicher sein wird.“

Hintergrund:

Schacht Konrad ist ein stillgelegtes Eisenerzbergwerk bei Salzgitter. Es wird seit 1981 als Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle geplant. Die Standortauswahl erfolgte seinerzeit ohne wissenschaftliche geologische Untersuchungen. Der Planfeststellungsbeschluss für die nicht-rückholbare Einlagerung von 303.000 m² schwach- und mittelradioaktiver Abfälle wurde 2002 erteilt.  2008 wurde mit der Sanierung der alten Schächte und dem Ausbau für die Atommülllagerung begonnen. Nach mehrfachen Verzögerungen ist die Inbetriebnahme derzeit für 2027 geplant. Daran anschließen würde sich eine ca. 30 Jahre dauernde Einlagerungszeit.

BITTE VORMERKEN: Für Mittwoch, den 2. Juni 2021 12.30 Uhr laden wir zu einer virtuellen Pressekonferenz bei der die juristischen Schritte sowie der Start der Kampagne #KONRAD_gameover erläutert werden. Eine gesonderte Einladung geht Ihnen noch zu.

Kontakte:

Heiner Baumgarten, Landesvorsitzender, BUND Niedersachsen: Tel. (0151) 275 075 80,
heiner.baumgarten@bund.net

Petra Wassmann, KONRAD-Beauftragte des NABU Niedersachsen: (0171) 625 95 27,
petra.wassmann@nabu.de

Frank Klingebiel, Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter: Simone Kessner, Pressesprecherin der Stadt Salzgitter, Tel. (05341) 839 33 95 oder (0160) 908 122 59

Ludwig Wasmus, Vorstand Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD: Tel. (0151) 261 579 05

Matthias Wilhelm, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter: Tel. (0160) 533 01 88

Hans Kasinger, Niedersächsisches Landvolk Braunschweiger Land: Tel. (0171) 121 69 98.

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