Atomtransporte aus Russland zur Uranfabrik nach Lingen – Neue Genehmigung seit August 2025 gültig bis Juli 2027

Atomtransporte mit wiederaufgearbeitem Uran, sogenannten WAU-Pellets, sind im September trotz des Kriegs in der Ukraine per LKW von Russland in die Uranfabrik der Advanced Nuclear Fuels (ANF) Lingen gelangt. Eine entsprechende neue Genehmigung für diese Atomtransporte hat das zuständige Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung  (BASE) erteilt. Von den zahlreichen EU-Sanktionen gegen Russland sind die Atomgeschäfte bislang komplett ausgenommen. Hinter den Urantransporten nach Lingen steckt der russische Atomkonzern Rosatom. In Zusammenarbeit mit Rosatom will der Betreiber der ANF Lingen, der französische Konzern Framatome, die Atomgeschäfte noch ausbauen. Künftig sollen sogenannte VVER-Brennelemente gemeinsam mit Rosatom für den Einsatz in den osteuropäischen Atomkraftwerken fertigen. Eine Genehmigung durch das zuständige Umweltministerium in Niedersachsen steht noch aus.

Diese Genehmigung wird derzeit vor allem auch unter dem Blickwinkel der Sicherheit und Sabotagemöglichkeiten geprüft. Darüber schweigen sich die Behörde derzeit allesamt aus. Zuletzt hatten im Bundestag aber die Nachrichtendienste erhebliche Warnungen über russische Aktivitäten vorgetragen.

Allerdings: Frankreich als Eigentümer von Framatome und der Anlage in Lingen hat deutlich gemacht, dass die Atomgeschäfte mit Russland weiterhin überaus wichtig sind.  Das weiß auch die Bundesregierung, die laut dem o.g. Feature starkes Interesse an dem laufenden Genehmigungsverfahren in Niedersachsen hat.

Dort ist zu lesen: Genehmigungsnummer 7896, Antragsteller: Orano NCS, 15.05.2025 – WAU-Pellets, 32 Straßentransporte, von MSZ Machinery – Manufacturing Plant JSC – Elektrostal/ROS zum Empfänger ANF Lingen, gültig ab 25.08.2025, gültig bis 31.07.2027. Transporttermine bisher: 05.09.2025, 06.09.2025

Wann rollen die Atomtransporte von Jülich nach Ahaus? Bericht von NRW-Ministerin an den Landtag

Der BUND in NRW hat gegen eine Genehmigung für hoch radioaktive Atomtransporte mit waffenfähig angereichertem Uran aus Jülich in das Zwischenlager Ahaus vor dem Verwaltungsgericht in Berlin Klage eingereicht. Weil die Behörde den Sofort-Vollzug erteilt hat, zielt die Klage im Eilverfahren zunächst darauf, zu verhindern, dass die Atomtransporte durchgeführt werden, bevor eine gründliche Sicherheits-Prüfung durch die Gerichte stattgefunden hat. Erwartet wird, dass kein Transport vor der Eil-Entscheidung stattfinden wird, die in den nächsten Wochen erwartet wird. Bevor es dann aber zu Transporten von Jülich nach Ahaus kommen wird, wird die zuständige Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) eine Dialogveranstaltung in Ahaus durchführen. Ein Termin dafür ist noch nicht benannt. (Foto: JEN)

Auf diese Veranstaltung hatte auch die für Atomfragen in NRW zuständige grüne Ministerin Mona Neubaur noch mal in einem Bericht für den Landtag hingewiesen: „Gleichwohl ist gemäß der Pressemitteilung vom 25. August 2025 der Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH (BGZ als Betreiberin des Zwischenlagers in Ahaus vorgesehen, vor Beginn der ersten Transporte zu einer öffentlichen Dialogveranstaltung in Ahaus einzuladen. Ein genauer Termin steht aktuell noch aus.“ (Seite 4, diese PDF) Die für die Atomanlagen in NRW zuständige Wirtschaftsministerin Mona Neubaur bezieht sich auf diese Aussage der BGZ: „Vor den ersten Transporten wird die BGZ zu einer öffentlichen Dialogveranstaltung in Ahaus einladen.“

In diesem Bericht aus dem Hause Neubaur auch diese Erklärung des Scheiterns: „Ein Zwischenlagerneubau allein auf Kosten des Landes ist nicht finanzierbar. Zudem würde dies die Beteiligungsverhältnisse von Bund und Land an der JEN nicht sachgerecht abbilden. Für einen Neubau wäre zudem ein Genehmigungsverfahren notwendig, welches durch die JEN bis zum heutigen Tag ebenfalls nicht eingeleitet wurde.“ Allerdings wirft dieses Statement Fragen auf:

1. Wieso hat Neubaur öffentlich immer wieder betont, dass sie auch nach dem Beschluss des Haushaltsausschusses des Bundestags im November 2022, der ihr offenbar bekannt war, noch an einer Neubau-Option festhielt, obwohl diese für das Land NRW, wie es jetzt heißt, „nicht finanzierbar“ war. Zu keinem Zeitpunkt nach diesem Beschluss des Haushaltsausschusses hat die Ministerin sich derart klar geäußert. Weder hat es offenbar in dieser Sache weitere Gespräche mit dem Bund gegeben, noch informierte die Ministerin die Öffentlichkeit.

2. Was von Neubaur auch nicht gesagt wird: Es waren bei dem Beschluss des Haushaltsausschusses im Bundestag z.B. auch das Bundesumweltministerium unter der Grünen Steffi Lemke beteiligt sowie Abgeordnete der Grünen Bundestagsfraktion. Diese hatten sich übergreifend mit den damaligen Ampelfraktionen SPD und FDP auf einen Beschlussvorschlag verständigt: Auch als Reaktion auf den Bundesrechnungshof, der die jahrelangen Stillstände und hin und her Schiebereien der Behörden kritisiert hatte.

Mit den Grünen Stimmen entschied die Ampel im Haushaltsausschuss im November 2022 einen Zwischenlager-Neubau in Jülich nicht mitfinanzieren zu wollen, und beschloss, dass der Bund als Miteigentümer weiterhin 70 Prozent der Kosten übernimmt (und NRW dann nur 30 Prozent), wenn der Atommüll aus Jülich als vorzugswürdige Variante nach Ahaus transportiert wird.

Die Aussagen von Neubaur in dem Bericht für den Landtag NRW vom 5. September 2025 zur Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie am 10. September 2025 sind daher durchaus brisant. Denn sie machen eigentlich klar: Die Grünen im Bundestag und BMU sorgten mit ihren Entscheidungen dafür, dass der Abtransport des Atommülls aus Jülich entgegen den Zielen der schwarz-grünen Landesregierung in NRW durchgesetzt werden konnte. Die Grünen in NRW, in der Landesregierung, im Parlament, in der Partei und insbesondere im Wirtschaftsministerium von Mona Neubaur schwiegen dazu!

Der Bericht der Ministerin ist im Landtag bzw. im zuständigen Ausschuss bislang nicht diskutiert worden. Derzeit ist im Wirtschaftsausschuss des Landtags NRW eine Befassung am 29. Oktober geplant.

Atomtransporte NRW – Behörde untersagt Fotos von Transportfahrzeugen im Internet

Die Atomaufsichtsbehörde im grüne geführten Wirtschaftsministerium in NRW verbietet es einem Atomunternehmen in Jülich, Fotos und Videos von Transportfahrzeugen weiterhin im Internet für Presseberichterstattung und Öffentlichkeit bereitzustellen. Das teilt die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) bei entsprechenden Seitenaufrufen im Internet mit (siehe Screenshot). Bundes- und Landesbehörden bereiten derzeit über 150 Atomtransporte mit hochriskanten Strahlen-Müll, der auch noch hochangereichertes Uran enthält, von Jülich nach Ahaus vor. Ähnlicher Atommüll soll auch aus München-Garching nach Ahaus. Sicherheitsstufe um und bei 1. Nicht die demokratischen Proteste von Atomkraftgegner:innen sorgen die Atom- und Sicherheitsbehörden. Angesichts der internationalen Sicherheitslage mit Blick auf Nahen Osten, islamistischem Terror oder dem Ukraine Krieg, werden die geplanten Atomtransporte in einer extrem hohen Sicherungskategorie angesiedelt. Schon die Möglichkeit, Fotos oder Videos von den Transportfahrzeugen zu zeigen, gilt nunmehr offenbar als Risiko. Dabei waren viele der Bilder und Videos wochen-, monate- oder jahrelang online.

https://www.jen-juelich.de/projekte/avr-brennelemente/download-bilder // Abruf 14. Oktober. 1.02 Uhr.

Auf der entsprechenden Seite der JEN heißt es jetzt: „Download – Aufgrund einer behördlichen Anordnung der Atomaufsicht NRW (MWIKE) können keine Fotos oder Videos zu der Transporteinheit und deren Handhabung mehr bereitgestellt werden.“

Lubmin: Zwischenlagerung von hochradioaktivem Atommüll mit temporärer Sicherheit

Schon seit über einem Jahrzehnt ist klar, dass das Zwischenlager für hochaktiven Atommüll aus dem ehemaligen AKW Greifswald in Lubmin den Sicherheitsanforderungen des Bundes nicht mehr entspricht. Nur mit temporären Maßnahmen wird das Zwischenlager mit Blick auf den erhöhten Terrorgefahren überwacht. Der Versuch, das alte Lager baulich nachzurüsten, scheiterte. Erst in 2019 stellte der Betreiber EWN dann den Antrag für den erforderlichen Neubau. Jetzt meldet der NDR auf Basis von Informationen der EWN, dass es offenbar erheblich weitere Verzögerungen geben wird, sodass ein Neubau mit verbessertem Sicherheitskonzept wohl nun erst Anfang der 203o begonnen werden kann. Erst 2036 soll es dann zur Umlagerung der 74 Castor-Behälter von der alten in die neue Halle kommen. 220 Millionen soll das neue Zwischenlager dann kosten. In Jülich, wo ebenfalls Atommüll nur mit temporären Maßnahmen gelagert wird, sollen nun sogar per Sofort-Vollzug über 150 hochgefährliche Atommülltransporte nach Ahaus gebracht werden. (FOTO: Betreiber)

  • Der NDR berichtet hier (Text) und hier (Video) über den neuen Zeitplan für das Zwischenlager Nord in Lubmin, auf Basis von Informationen der EnergieWerke Nord (EWN). Über das ESTRAL genannten Zwischenlager berichtet EWN auch hier. Die zuständige Genehmigungsbehörde ist das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung, BASE, die hier über das Zwischenlager informiert.
  • Alles über das Zwischenlager Lubmin auf umweltFAIRaendern.de
  • Hinweis: Das Zwischenlager in Lubmin zählt nicht zur „Bundesgesellschaft für Zwischenlager“ (BGZ), sondern gehört in den Bereich des Bundesfinanzministeriums, als Folge der Wiedervereinigung mit der DDR und der damit verbundenen Übernahme über die Treuhand.

Dieser neue „Zeitplan“ erweckt den Eindruck, also wollten die zuständigen Behörden zunächst die anstehenden Verfahren für die Zwischenlager in Gorleben und Ahaus abwarten. Die beiden Zwischenlager für hochaktiven Atommüll müssen spätestens Mitte der 2030er Jahre komplett neue Genehmigungen nach Stand von Wissenschaft und Technik erhalten, da die bisherigen Genehmigungen befristet auf 40 Jahre erteilt wurde. Eigentlich sollte die Zwischenlager nach Ablauf dieser 40 Jahre aufgelöst werden und der Atommüll in ein Endlager verbracht werden. Doch dieser „Zeitplan“ ist komplett gescheitert. Heute wird mit Zwischenlagerfristen von 80 bis 100 Jahren gerecht, weil es vorher kein betriebsbereites Endlager geben wird.

Das Zwischenlager Nord erfüllt baulich nicht mehr die Terrorschutzanforderungen der Bundesregierung. Weil die Statik des Gebäudes es nicht erlaubt, Nachbesserungen einzubauen, muss ein komplett neues Lager gebaut werden. Seit 2019 liegt ein Antrag zur Genehmigung vor. Jetzt wird klar: Es wird noch weitere Jahre dauern, bis es rund um die 2030er Jahre zu einer entsprechenden Genehmigung kommen wird. Die Blaupause dafür könnten dann Gorleben und Ahaus werden.

Beim NDR heißt es u.a.: „Bund hat Anforderungen an den Terrorschutz erhöht – Der Bund hatte 2011 infolge des Terroranschlags vom 11. September 2001 in den USA und nachfolgenden Anschlägen in Europa die Sicherungsanforderungen an die Lagerung von Castor-Behältern für alle Zwischenlager erhöht. Dabei wurde untersucht, inwieweit die Atommüllager gegen Flugzeugabstürze und den Beschuss mit panzerbrechenden Waffen gesichert sind. Für Lubmin hieß es im Ergebnis: Neubau.

Weiter berichtet der NDR darüber, dass bislang nur rund 80 Prozent der Antragsunterlagen beim zuständigen Bundesamt vorlägen. „Aufgrund der Komplexität der Genehmigungsverfahren sei es verständlich, dass Prüfung und Überarbeitung der Fülle an eingereichten Unterlagen mehr Zeit in Anspruch nehmen, begründete ein EWN-Sprecher die Verzögerungen. Die Kosten für das Lager werden inzwischen auf 220 Millionen Euro geschätzt.“

 

 

Volksentscheid: Hamburger Zukunftsentscheid gewinnt – Mehrheit will schneller Klimaschutz und das demokratischer und sozial!

Der Hamburger Zukunftsentscheid gewinnt klar die notwendige Mehrheit im Volksentscheid. In den letzten Wochen war die Debatte immer intensiver und Medien mischten sich massiv ein. Der rot-grüne Senat war dageben, nicht nur, aber auch weil die SPD keinen Spaß an dem Thema hatte. Von CDU und AfD nicht zu reden. Die Linksfraktion war die einzige Parlamentskraft, die den Entscheid intensiv unterstützte. Nicht nur Umwelt- und Klimaschutz-Verbände und Organisationen unterstützten den Volksentscheid. Auch z.B. die Mieterverbände in Hamburg standen hinter der Zukunftsentscheid. Der Sozialverband Hamburg nicht. Der Erfolg ist – wieder einmal in Hamburg – Ergebnis einer engagierten Bürgergesellschaft und vielen Aktiven gegen SPD, CDU, AfD und Handelskammer und in diesem Feld inzwischen verklebten Grünen. Er ist ein Gewinn für die Beschleinigung und Demokratisierung beim Klimaschutz. Der Entscheid ist rechtlich verbindlich. Senat und Bürgerschaft müssen das nun umsetzen. Kein Problem vielleicht: Finanzsentor Dressel erlebt diese elementare Scheitern nicht zum ersten mal. Ein zweiter Volksentscheid, der sich dafür einsetzte, dass die Hansestadt eine belastbaren Versuch zur Einfühurung eines Grundeinkommens „Volksentscheid Hamburg testet Grundeinkommen“ durchführen sollte, ist deutlich gescheitert. Klar auch: Die notwendige Wahlbeteiligung für das Erreichen des erforderlichen Quorums ist vor allem auf die Möglichkeit einer (automatischen) Briefwahl zurückzuführen. Das Ergebnis bedeutet also auch: Hohe Verantwortung, dass der Umbau transparent und verantwortungsvoll bleibt. Sozial.Ökologisch.Demokratisch. Klima

Mit dem Wahlergebnis dürfte nicht nur die Klima-Thematik neuen Schwung in Hamburg erhalten. Die laufende Olympia-Bewerbung der Hansestadt Hamburg für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 fällt damit nun mitten die Zeitspanne, in der Hamburg sich als Austragungsort bewirbt. Ungeachtet aller bisheriger Planungen ist nun klar: Klimaschutzziele, die nun bereits 2040 erreicht sein müssen, und Olympische Spiele. Das dürfte sich ausschließen.

Der NDR informiert hier: „Nach Angaben des Statistikamtes Nord stimmten 303.936 Hamburgerinnen und Hamburger für den „Zukunftsentscheid“, das entspricht 53,2 Prozent. 46,8 Prozent oder 267.495 Menschen sprach sich dagegen aus. Die Abstimmungsbeteiligung lag bei 43,6 Prozent.“ Siehe Statistikamt.

Neben vielen anderen Akteuren aus Umwelt – und Klimaschutzbewegung haben sich zuletzt auch noch mal Wissenschaftler:innen klar und deutlich zu dem Volksentscheid geäußert. Dokumentation von der ASTA HH Seite:

Offener Brief aus der Wissenschaft zum Zukunftsentscheid

7. Oktober 2025

Wir als AStA der Universität Hamburg weisen auf den offenen Brief aus der Wissenschaft hin, der von Professor:innen unserer Uni mitunterzeichnet wurde:

Liebe Hamburgerinnen und Hamburger,

derzeit wenden sich Klimaforschende mit Warnungen an die Politik, dass bereits 2050 eine globale Erwärmung von 3° erreicht werden könnte. Eine solche Entwicklung hätte gravierende Auswirkungen für unser Zusammenleben: eine Zunahme von Extremwetterereignissen, wirtschaftliche Schäden und gesundheitliche Risiken. Vor diesem Hintergrund appellieren wir als Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen an die Hamburger Bevölkerung, die Bemühungen des Hamburger Zukunftsentscheids für einen verlässlichen und überprüfbaren Klimaschutz zu unterstützen.

Aktuell passiert zu wenig – wir brauchen Verbindlichkeit.

Die geltende Gesetzgebung in Hamburg ist nicht ausreichend, um sicherzustellen, dass die Stadt die notwendigen Maßnahmen für den Klimaschutz umsetzt. Der Hamburger Klimabeirat weist schon länger auf die “eklatante Regelungslücke in Bezug auf eine Nachsteuerung bei Zielverfehlung” hin und unterstreicht die Notwendigkeit, Klimaschutzmaßnahmen stärker sozial zu flankieren.

Klimaschutz bietet konkrete Vorteile

Die aktuelle Auseinandersetzung um den Zukunftsentscheid konzentriert sich besonders auf die Kosten von Klimaschutzmaßnahmen. Dabei kann aus dem Blick geraten, dass Klimaschutz insbesondere auf lokaler Ebene Vorteile auch für unsere Gesundheit und Lebensqualität bietet, etwa durch eine saubere Luft, einen besseren Zugang zu Mobilität und eine moderne Infrastruktur. Der Zukunftsentscheid ist eine Chance für unsere Stadt und ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz

Während Metropolen wie Stockholm, Kopenhagen oder Paris daher die Klimaneutralität als Chance für Innovation und Lebensqualität begreifen, droht Hamburg ins Hintertreffen zu geraten. Doch gerade als internationale Hafen- und Wirtschaftsmetropole kann Hamburg von einer frühen Klimaneutralität profitieren und trägt außerdem eine besondere Verantwortung: gegenüber ihren Bürger*innen, der regionalen Wirtschaft und der Rolle Deutschlands im globalen Klimaschutz.

Wir möchten Sie daher ermutigen, den Hamburger Zukunftsentscheid als Chance für verlässlichen, überprüfbaren und sozial ausgewogenen Klimaschutz zu verstehen. Mit Ihrem Ja kann Hamburg die Weichen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Stadtentwicklung stellen.

Unterzeichnende:

Prof. Dr. Jörg Knieling, HCU Hamburg (Stadtplanung & Regionalentwicklung)

Prof. Dr. Hans Schäfers, HAW Hamburg (Intelligente Energiesysteme und Energieeffizienz)

Prof. Dr. Daniela Jacob, GERICS-HEREON (Climate Service Center Germany) und Leuphana Universität Lüneburg

Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leuphana Universität Lüneburg

Prof. Dr. Anita Engels, Universität Hamburg (Soziologie, Klimaforschung)

Prof. Dr. Martin Wickel, HafenCity Universität Hamburg (Recht und Verwaltung)

Prof. Dr. Heinke Schlünzen, Universität Hamburg (Meteorologie)

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Dickhaut, HCU Hamburg, (Umweltgerechte Stadt- und Infrastrukturplanung)

Prof. Dr. Grischa Perino, Universität Hamburg (Volkswirtschaftslehre) und Exzellenzcluster Klima, Klimawandel und Gesellschaft (CLICCS)

Prof. Dr. Jochem Marotzke, Max-Planck-Institut für Meteorologie und Exzellenzcluster Klima, Klimawandel und Gesellschaft (CLICCS)

Prof. Dr. Dirk Notz, Universität Hamburg (Erdsystemwissenschaften) und Exzellenzcluster Klima, Klimawandel und Gesellschaft (CLICCS)

Prof. Dr. Kai-Uwe Schnapp, Universität Hamburg (Politikwissenschaft, insbesondere Methoden)

Prof. Dr. Stefan C. Aykut, Universität Hamburg (Soziologie)

Prof. Dr. Felix Hanschmann, Bucerius Law School Hamburg (Rechtswissenschaft)

Prof. Dr. Anke Gerber, Universität Hamburg (Volkswirtschaftslehre)

Prof. Dr. Johanna Baehr, Universität Hamburg (Erdsystemwissenschaften) und Exzellenzcluster Klima, Klimawandel und Gesellschaft (CLICCS)

Prof. Dr. Tatiana Ilyina, Universität Hamburg (Erdsystemwissenschaften) und Exzellenzcluster Klima, Klimawandel und Gesellschaft (CLICCS)

Prof. Dr. Annette Eschenbach, Universität Hamburg (Erdsystemwissenschaften) und Exzellenzcluster Klima, Klimawandel und Gesellschaft (CLICCS)

Prof. Dr. Carsten Frank, HAW Hamburg (Umwelttechnik, Ozeanografie)

Vertr.-Prof.. Dr. Eduardo Gonçalves Gresse (Soziologie/CLICCS)

Prof. Dr. Frank Adloff, Universität Hamburg (Soziologie)

Prof. Dr. Robi Banerjee, Universität Hamburg (Physik)

Prof. Dr. Antje Wiener, Universität Hamburg (Politikwissenschaft)

Prof. Dr. Christine Hentschel, Universität Hamburg (Soziologie)

Prof. Dr. Sighard Neckel, Universität Hamburg (Soziologie)

Prof. Dr. Achim Oberg, Universität Hamburg (Soziologie) und Exzellenzcluster Klima, Klimawandel und Gesellschaft (CLICCS)

Prof. Dr. Michael Brüggemann, Universität Hamburg, Journalistik und Kommunikationswissenschaft (JKW)

Prof. Dr. Nina Perkowski, Universität Hamburg (Soziologie)

Prof. Dr. Michael Hirschbichler, HCU Hamburg (Kunst & Architektur)

Prof. Dr. Carolin Floeter, HAW Hamburg, Fakultät Life Sciences, Umwelttechnik (Biologie, Umweltrisikobewertung und Umweltrecht)

Prof. Dr.-Ing. Torsten Birth-Reichert, HAW Hamburg, Fakultät Nachhaltige Ingenieurwissenschaften (Anlagenbau und Prozesssimulation in der Energietechnik)

Vertr.-Prof. Dr. Mirjam Braßler, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Psychologie)

Prof. Dr. Simon Güntner, HAW Hamburg (Sozialwissenschaftler)

Prof. Dr. Tilman Lutz, HAW Hamburg (Sozialarbeitswissenschaftler)

Prof. Dr. Ursula Schröder, Universität Hamburg (Politikwissenschaft) und Exzellenzcluster Klima, Klimawandel und Gesellschaft (CLICCS)

Prof. Dr. Wolfgang Renz, HAW Hamburg (Informatik – Verteilte Adaptive Systeme),

Prof. Dr. Kolja Eger, HAW Hamburg (Informationstechnik für verteilte Energiesysteme)

Prof. Dr. Jens-Eric von Düsterlho, HAW Hamburg (Betriebswirtschaftslehre)

Prof. Antje Stokman, HafenCity Universität Hamburg (Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung)

Prof. Reinhard Schulz-Schaeffer, HAW Hamburg (Wissenschaftsillustration)

Prof. Dr. Hanna Göbel, HafenCity Universität Hamburg, (Soziologie/ Methoden urbaner Praxis)

PD Dr. Jobst Augustin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Prof. Dr. Stefan C. Weber, Fachhochschule Wedel (Sustainable & Digital Business Management)

Prof. Dr.-Ing. Görschwin Fey, Technische Universität Hamburg (Technische Informatik)

Prof. Dr. Dieter Röh, HAW Hamburg (Sozialarbeits- und Gesundheitswissenschaftler)
Prof. Dr. rer. nat. Peter Langendörfer (BTU Cottbus-Senftenberg, Wireless Systems)

Prof. Dr.-Ing. Anna K. Usbeck, HAW Hamburg (Maschinenbau, Fakultät “Nachhaltige Ingnieurwissenschaften)

Prof. Dr. Monika Grubbauer, HafenCity Universität Hamburg (Geschichte und Theorie der Stadt, Sprecherin Graduiertenkolleg Urban Future-Making)

Apl. Prof. Dr. habil. Joachim Thiel, HafenCity Universität Hamburg, Stadt- und Regionalökonomie, Graduiertenkolleg Urban Future-Making

Prof. (em.) Dr. Claus-Dieter Wacker (HAW Hamburg)

Prof. Dr. Kirsten Wiese (HAW Hamburg)

Prof. Dr. Tessa T. Taefi, Fakultät Informatik und Digitale Gesellschaft, HAW Hamburg (Smart Sustainable Systems) und Competence Center Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz (CC4E)

Prof. Dr. Hartwig Spitzer, Universität Hamburg (Physik)

Prof. Dr.-Ing. Eva-Maria Königsheim (HAW Hamburg, Energietechnik)

Prof. Dr. Jan Sudeikat, HAW Hamburg (Cyber-physische Systeme)

Prof. Dr.-Ing. Carsten Gertz, Technische Universität Hamburg (Verkehrsplanung)

Prof. Dr.-Ing. Carolin Liedtke, HAW Hamburg, Fakultät Elektro-, Medien- und Informationstechnik (Lichttechnik)

Prof. Dr.-Ing. Sebastian Timmerberg, HAW Hamburg (Energie und Nachhaltigkeit)

Prof. Dr.-Ing. Jan Mietzner, HAW Hamburg (Nachrichtentechnik)

Prof. Dr. Sarah Hallerberg, HAW Hamburg, Fakultät Nachhaltige Ingenieurwissenschaften (Informatik)

Dr. Jan Wilkens, Universität Hamburg (Politikwissenschaft/Exzellenzcluster Klima, Klimawandel und Gesellschaft (CLICCS)

Dr. Martin Semmann, Universität Hamburg (Informatik)

Dr. Ernest Aigner, Leuphana Universität Lüneburg (Wirtschaftswissenschaften)

Dr. Sebastian Dorsch, Hamburg (Historiker, Global- & Wissenschaftsgeschichte)

Dr.-Ing. Manuel Gottschick, Hamburg, GF OCF Consulting GmbH (Kommunalberatung für Klimaschutz, Wärmeplanung und Anpassung an den Klimawandel)

Dr. Lukas Bäuerle, Universität Hamburg (Sozialökonomie)

Dr. Britta Lübke, Universität Hamburg (Didaktik der Biologie)

Dr. Claudia Konnopka, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

Dr. David-Willem Poggemann, Co-CEO Zeiten°Grad – Krug und Poggemann eGbR Kiel, (Beratungsdienstleistungen zu Klimaschutz, Klimaanpassung und Nachhaltigkeit für Kommunen, Unternehmen und Institutionen)

Dr. Delf Rothe, IFSH (Politikwissenschaft) und Exzellenzcluster Klima, Klimawandel und Gesellschaft (CLICCS)

Dr. Sandra Off, HAW Hamburg (Intelligente Energiesysteme und Energieeffizienz)

Dr. Lisa Griem, Senior Consultant, Zeiten°Grad – Krug und Poggemann eGbR Kiel, (Beratungsdienstleistungen zu Klimaschutz, Klimaanpassung und Nachhaltigkeit für Kommunen, Unternehmen und Institutionen)

Dr. Laura Affolter, Universität Hamburg (Soziologie)

Dr. Kerstin Jantke, Universität Hamburg (Erdsystemwissenschaften) und Exzellenzcluster Klima, Klimawandel und Gesellschaft (CLICCS)

Dr. Pierre Sfendules, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Ev. Theologie)

Dr. Mrunali Damania Universität Hamburg (Sozialpsychologie) und Exzellenzcluster Klima, Klimawandel und Gesellschaft (CLICCS)

Dr. Peter Hoffmann, GERICS-HEREON (Climate Service Center Germany)

Dr. Sebastian Krug Co-CEO Zeiten°Grad – Krug und Poggemann eGbR Kiel, (Beratungsdienstleistungen zu Klimaschutz, Klimaanpassung und Nachhaltigkeit für Kommunen, Unternehmen und Institutionen)
Dr. Daniel Thewes, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (Ozeanographie)

Dr. Benjamin Jacob, HEREON (Küstenforschung)

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