Deutsche und die Atombombe – Geschichte bis Gegenwart

Da macht einer dann doch vor allem eine Art persönliche Abrechnung. Mit einer Friedensbewegung aus den 1980er Jahren und der späteren Außen- und Sicherheitspolitik von rot-grünen bis zu den Merkel-Regierungen. Aber es geht auch um die Rolle von Deutschen, die an der Entdeckung der Kernspaltung, der Entwicklung und Verbreitung von Atomwaffen und Reaktoren beteiligt waren  und mittendrin in der Ost-West-Konfrontation seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. „Die Deutschen und die Atombombe“, ein mindestens ambivalentes Buch von Joachim Krause, Politikwissenschaftler und emeritierter Professor für Internationale Politik am Institut für Sozialwissenschaften der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Viele Standpunkte und Einordnungen muss man nicht teilen, sondern deutlich widersprechen. Aber Ausführungen zu historischen Dingen in Sachen Atomenergie, Waffen und Reaktoren und deutscher Beteiligung einer weiterhin latenten „Kernwaffenmacht“ sind vermutlich informativ. „Deutsche und die Atombombe – Geschichte bis Gegenwart“ weiterlesen

Berliner Atomforschungsreaktor – Radioaktiv und teuer – Anforderungen an Rückbau

Im Januar stellte der Berliner BUND auf Basis einer gutachterlichen Stellungnahme fest: „Berliner Atomreaktor-Rückbau: Gutachten zeigt Sicherheitslücken“. Seit Jahrzehnten ist die Atomanlage abgeschaltet. Weiterhin lagert dort neben anderen radioaktiven Abfällen auch noch hoch aktiver Atommüll. Der soll vermutlich in das Zwischenlager Ahaus nach NRW. Kosten von mndestens einer halben Milliarde Euro werden für den Rückbau derzeit geplant. Eine Begleitgruppe aus gesellschaftlichen Gruppen sowie der BUND Berlin haben jetzt Forderungen veröffentlicht, wie es weiter gehen sollen. Vorbild des Berliner Begleit-Dialogs ist die Stilllegung der Atomforschungsanlage GKSS bei Geesthacht. (Foto:HZB) „Berliner Atomforschungsreaktor – Radioaktiv und teuer – Anforderungen an Rückbau“ weiterlesen

Radioaktiv: In Gronau (NRW) geht neues Uran-Lager in Betrieb

Die Uranfabrik der URENCO in Gronau hat eine neue Lagerhalle für radioaktive Uranreststoffe in Betrieb genommen. Das geht aus einer Meldung des Unternehmen hervor (siehe unten). Die Genehmigung dafür war bereits 2005 erteilt worden. Während der Anreicherung von Uran235 für die Verwendung in nuklearen Bernnstoffen entsteht in großen Mengen abgereichertes Uran. Über Jahrzehnte hinweg hatte die URENCO derartige Restoffe immer wieder nach Russland exportiert. (Foto: Betreiber URENCO) „Radioaktiv: In Gronau (NRW) geht neues Uran-Lager in Betrieb“ weiterlesen

Gerichtliche Prüfung: Nuklear-Deal mit Russland – BUND kündigt Eilantrag an

Während Nachrichtendienste und Politik vor russischen Spionage-Aktionen immer lauter warnen, wird ein Nuklear-Deal mit Russland genehmigt. Uran-Brennstoff soll demnach im emsländischen Lingen mit russischer Unterstützung hergestellt werden. Damit das möglichst schnell erfolgen kann, soll nun sogar der sogenannte „Sofort-Vollzug“ für die Genehmigung erteilt werden. Der BUND Niedersachsen muss deshalb seine Klage erweitern und einen Eilantrag stellen, damit die „Aufschiebende Wirkung“ seiner bereits vorgelegten Klage gegen Genehmigung für die neue Brennstoff-Herstellung in der Uranfabrik Lingen erhalten bleibt.  (FOTO: Brennelemente russischen Bauweise, Betreiber TVEL) „Gerichtliche Prüfung: Nuklear-Deal mit Russland – BUND kündigt Eilantrag an“ weiterlesen

Freie Bahn für Uran-Deal mit Russland in Lingen: Sofort-Vollzug wird erteilt – BUND-Klage vorerst ausgehebelt

Der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND) spricht von einem „Schattenkrieg“ mit Russland und warnt vor „einem Anschlagsrisiko“, wie die Tagesschau meldet. Dennoch: Der russische Atomgigant Rosatom darf sich an der Herstellung von Uranbennstoff im niedersächsichen Lingen beteiligen und bekommt dafür nun sogar den Sofort-Vollzug genehmigt. Den hatte der Betreiber der emsländischen Uranfabrik beantragt, nachdem der BUND mit einer Klage gegen diesen Atom-Deal die Umsetzung der Pläne außer Kraft gesetzt hatte. Trotz zahlreicher sonstiger Sanktionen gegen Russland: Die Atomgeschäfte sind in der EU und Seitens der Bundessrepublik komplett ausgenommen. Auf Anfrage von umweltFAIRaendern teilt das im Auftrag der Bundesregierung zuständige Umweltministerium in Niedersachsen jetzt mit: „Auf Grundlage der Sicherheitseinschätzung des Bundes wird demnächst dem Sofortvollzug stattgegeben.“ „Freie Bahn für Uran-Deal mit Russland in Lingen: Sofort-Vollzug wird erteilt – BUND-Klage vorerst ausgehebelt“ weiterlesen

×