Gedenken: 80 Jahre Hiroshima und Nagasaki – Atomwaffenverbot fordert die UN!

Die US-Atombombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 waren verheerend. Geschätzt 240.000 Menschen starben bis Ende des Jahres 1945. Die Überlebenden, die Hibakusha, tragen bis heute die traumatischen Erinnerungen und gesundheitlichen Folgen der Strahlung. Gerade deshalb haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, vor den Gefahren von Atomwaffen zu warnen. Die Geschichten der Hibakusha lebendig zu halten, sei eine „Zukunftsaufgabe“, so der Hiroshima-Überlebende Kunihiko Sakuma kürzlich bei seinem Besuch in Deutschland.

https://www.bi-luechow-dannenberg.de/2025/07/11/gedenken-80-jahre-hiroshima/#more-40060

Wir lassen in diesem Heft 80 Jahre nach der Zerstörung von Hiroshima und Nagasaki ihn und weitere Überlebende zu Wort kommen. Ebenfalls im Mai besuchten uns Überlebende von Atomwaffentests, die bei Veranstaltungen in verschiedenen Städten von den Folgen für sich und ihre Gemeinschaften berichteten. Eindrücke von der Reise schildert Antonia Hoffmann.

Nein zum menschenverachtenden Prinzip der nuklearen Abschreckung: Die Weltgesundheitsversammlung hat im Mai 2024 die Resolution „Effects of Nuclear War on Public Health“ verabschiedet. Die WHO hat nun den Auftrag, die Auswirkungen eines Atomkrieges systematisch zu untersuchen und die Forschung auf diesem Gebiet auszuweiten. Angelika Claußen und Lars Pohlmeier berichten.

Dr. Masao Tomonaga, Hibakusha aus Nagasaki, ist Gründungsmitglied der IPPNW in seiner Heimatstadt. In einem Interview berichtet er über seine langjährige Forschung zu den Gesundheitsfolgen von Atomwaffen und die Vorbereitungen zum IPPNW-Weltkongress in Nagasaki, an denen er sich beteiligt.

„Kasachstans nukleares Erbe. Die vergessenen Stimmen der sowjetischen Atomtests“ heißt ein neues Buch, das im Juni 2025 erscheint. Auf dem Atomtestgelände Semipalatinsk (Semei) hatte die Sowjetunion zwischen 1949 und 1989 insgesamt 456 Atomwaffen getestet. Der Herausgeber Yannick Kiesel berichtet über das Buch, das eindrucksvolle Berichte von Zeitzeug*innen, wissenschaftliche Analysen und persönliche Reiseeindrücke versammelt.

Juliane Hauschulz, Editorial für das Heft, Juni 2025

Siehe auch hier bei IPPNW!

Urandeals: Lieferketten und Verarbeitung – Wie die Europäische Union den Brennstoff-Nachschub für den Betrieb von Atomkraftwerken organisiert

In Deutschland muss die Bundesregierung demnächst entscheiden, ob sie zulässt, dass künftig in einer Uranfabrik im westfälischen Lingen der russische Atomgigant Rosatom beteiligt werden darf, um die Herstellung von Uran-Brennelementen für den Einsatz in osteuropäischen Atommeilern zu ermöglichen. Die Uranfabrik in Lingen gehört ausgerechnet dem französischen Atomkonzern Framatome. Denn sonst könnte der zu den USA zählende Konzern Westinghouse (mit seinem Sitz in Schweden) den Deal allein machen. Und wie ist das mit Sanktionen und Krieg Russlands in der Ukraine? Wie sieht es in der EU mit der Uranversorgung und mit dem Brennstoff für die Atommeiler aus? Die „Agentur der Europäischen Atomenergiegemeinschaft“ hat den Jahresbericht 2024 vorgelegt.

In 2024 stammen immer noch  „mehr als 40 % der Importe weiterhin aus GUS‑Ländern, insbesondere Russland und Kasachstan“, so die Agentur. Ein Uran-Deal in Lingen mit der Beteiligung Russlands würde diesen Trend sicher nicht umkehren. Zumal Lieferländer wie der Niger nicht mehr zur Verfügung stehen.

Der jetzt neue Bericht für das Jahr 2024 liefert viele Informationen über den Stand und die Entwicklungen in Sachen Uranbeschaffung und Kernbrennstoffversorgung für die Atommeiler innerhalb der EU. Gern wird das ganze auch als Lieferkette bezeichnet. Seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ist die gesamte Energieversorgung der EU und der Welt ins Rutschen bekommen.

Öl, Gas, andere Brennstoffe und natürlich auch die Atomenergie mitsamt der Uran-Erz-Minen, der Verarbeitung zu Yellow-Cake, der Umwandlung in mehreren Schritten zu Uranhexafluorid, die danach notwendige Anreicherung des spaltbaren Isotops Uran235 bis hin zur Fertigung von Brennstoff-Tabletten und den Einbau und Montage in die jeweils erforderlichen und speziell an die Reaktoren angepassten Brennelemente, all das ist Thema in dem Bericht. Auch Plutonium in Form von MOX oder bereits bestrahltes und rezykliertes Uran kommen innerhalb der EU in Atomreaktoren zum Einsatz.

Die ESA betrachtet allerdings hierbei nur den zivilen Teil, denn nur dafür ist sie zuständig. Ein Atomwaffenstaat wie Frankreich wird in seinen militärischen Aktivitäten mit Kernbrennstoffen nicht in der Weise überwacht.

Die Zusammenarbeit von Frankreich mit Russlands Rosatom basiert auf 2021 unterzeichneten Verträgen. Bei der Unterzeichnung waren Macron und Putin persönlich anwesend. Darin wird eine Ausweitung aller nuklearer Aktivitäten zwischen den beiden Atom-Staaten vereinbart.

Zu aktuellen Debatte über eine engere Zusammenarbeit Deutschlands mit Frankreich bzw. innerhalb der EU mit Blick auf Atomwaffen siehe auch:

Dokumentation: 

umweltFAIRaendern hat die englische Zusammenfassung des ESA-Berichts für 2024 per KI übersetzen lassen. Das unbearbeitete und damit möglicherweise auch nicht immer korrekte Übersetzungsergebnis ist hier gleich als Dokumentation. Darunter findet sich das englische Original. 

1. Deutsche unkontrollierte Übersetzung:

Zusammenfassung

Dieser Bericht bietet einen umfassenden Überblick über den Markt für Kernbrennstoffe in der Europäischen Union, beleuchtet zentrale Trends, Herausforderungen und strategische Entwicklungen vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen. Vor dem Hintergrund der Bemühungen der EU, ihre Energiequellen zu diversifizieren und die Abhängigkeit von russischen Nuklearimporten zu verringern, untersucht der Bericht den aktuellen Stand und die zukünftigen Aussichten des Kernbrennstoffmarkts. Er analysiert Verbrauchsmuster, Beschaffungsstrategien und Marktdynamiken und stellt die wichtigsten Aktivitäten der Agentur für 2024 sowie Empfehlungen zur Aufrechterhaltung einer stabilen und sicheren Versorgung mit Kernbrennstoffen vor.

Marktanalyse und Empfehlungen

Im Jahr 2024 zeigte sich der europäische Markt für Kernbrennstoffe bemerkenswert widerstandsfähig gegenüber anhaltender geopolitischer Instabilität und Unsicherheiten in den Lieferketten. Kernenergie behielt ihre strategische Bedeutung im europäischen Energiemix bei und trug weiterhin knapp 25 % zur Stromerzeugung und -nutzung in der EU‑27 bei. Im Rahmen der Bemühungen um stärkere Energiesouveränität und Dekarbonisierung luden die Betreiber 1 761 Tonnen Uran in ihre Reaktoren, gewonnen aus 12 120 Tonnen Natururan. Ein wachsender Anteil dieses Bedarfs wurde durch den Einsatz von Mischoxid-Brennstoff (MOX) und wiederaufbereitetem Uran gedeckt, was einer Einsparung von fast 5 % des jährlichen Natururanbedarfs entspricht.

Die Uranbeschaffung der europäischen Betreiber blieb stark und belief sich auf insgesamt 13 667 Tonnen – etwa ein Fünftel der weltweiten Nachfrage –, überwiegend über mehrjährige Verträge gesichert. Diese Strategie unterstreicht die Bedeutung einer stabilen Versorgung, auch wenn mehr als 40 % der Importe weiterhin aus GUS‑Ländern, insbesondere Russland und Kasachstan, stammen, trotz anhaltender Diversifizierungsbemühungen. Die Importe aus Afrika gingen zurück. Ende 2024 verfügten die europäischen Betreiber über Bestände von fast 40 000 Tonnen Uranäquivalent, was einen Puffer für durchschnittlich mehr als drei Nachladezyklen darstellt – ein wichtiges Maß für die Resilienz bei Versorgungsrisiken.

Der Bericht betont, dass die Stärkung der Lieferkettenresilienz durch langfristige vertragliche und politische Zusagen, Diversifizierung, strategische Vorratshaltung und Recycling entscheidend für die langfristige Versorgungssicherheit mit Kernbrennstoffen ist. Russlands Krieg gegen die Ukraine hat die Notwendigkeit, die Abhängigkeit von russischen Nuklearlieferungen zu reduzieren, noch verstärkt. Während die EU bisher keine direkten Maßnahmen gegen russische Nuklearmaterialien ergriffen hat, zielt die Politik auf einen vollständigen Ausstieg ab. Der REPowerEU‑Plan beschleunigte Diversifizierungsinitiativen, den Ausbau europäischer Produktionskapazitäten und internationale Kooperationen, obwohl diese Bemühungen weiterhin vor logistischen und regulatorischen Herausforderungen stehen.

Das Risikomanagement bleibt ein zentrales Instrument der Versorgungssicherheit. Regulierungsbehörden, Industrie und Betreiber sind aufgerufen, Anfälligkeiten durch geopolitische Risiken, Eigentumsverhältnisse der Lieferanten und Transportrouten zu bewerten und zu mindern. Strategische Vorratshaltung gewinnt an Bedeutung, mit Empfehlungen, Bestände für mehrere Nachladungen vorzuhalten und einen EU‑weiten Koordinierungsmechanismus zu prüfen.

Für die Zeit bis 2033 wird ein leichter Rückgang des Brennstoffbedarfs erwartet, während der Beitrag heimischer Quellen – insbesondere MOX und wiederaufbereitetes Uran – steigen dürfte. Diese Entwicklung unterstützt die EU‑Bestrebungen nach größerer Autonomie bei der Brennstoffversorgung. Beschaffungsstrategien sollten weiterhin auf Lieferantenvielfalt setzen, idealerweise unter Einbeziehung mindestens eines EU‑basierten Anbieters.

Im Bereich der medizinischen Radioisotope bleibt die Abhängigkeit der EU von ausländischen Lieferketten eine erhebliche Schwachstelle. Der Bericht empfiehlt eine rasche Diversifizierung, den Aufbau inländischer Produktionskapazitäten und die Sicherung nuklearmedizinischen Know‑hows, wie es das Projekt „European Radioisotopes Valley“ (ERVI) vormacht.

Während die kurzfristige Versorgungssicherheit stabil erscheint, wird nach 2028 ein deutlicher Rückgang der vertraglichen Abdeckung für Uran und Brennstoffkreislaufleistungen erwartet. Daher sind der Abschluss neuer langfristiger Verträge und Anreize für Investitionen in Konversions‑ und Anreicherungskapazitäten entscheidend. Die Erweiterung der französischen Anlage George Besse II könnte den inländischen Konversionsbedarf decken, doch bestehen auf dem westlichen Markt weiterhin erhebliche Kapazitätslücken.

Angesichts der wachsenden strategischen Bedeutung der Kernenergie sind die Mitgliedstaaten aufgerufen, klare nationale Nuklearstrategien zu definieren, Kreislaufwirtschaftspraktiken zu fördern und die Diversifizierung der Brennstoffversorgung sicherzustellen – insbesondere für neue Reaktoren auf Basis nicht‑europäischer Technologien. Diese Schritte sind entscheidend, um die Kernenergie als sicheren, nachhaltigen und CO₂‑armen Bestandteil des europäischen Energiemixes zu verankern.

Markt‑ und Nuklearpolitik in der EU und weltweit

2024 erzielte die EU im Rahmen der REPowerEU‑Initiative erhebliche Fortschritte bei ihrer Klima‑ und Energiestrategie. Die Europäische Kommission und die Euratom‑Versorgungsagentur unterstützten aktiv die Diversifizierung der Brennstoffquellen für Betreiber russischer VVER‑Reaktoren. Zudem wurden Abhängigkeiten von russischen Quellen für nicht‑energetische Zwecke wie Radioisotope und Forschungsreaktoren adressiert, mit Fortschritten im Rahmen des SAMIRA‑Aktionsplans.

Die Strommarktreform war 2024 ein Meilenstein: Kernenergie wurde ausdrücklich als wesentlich für die Dekarbonisierung anerkannt. Erleichtert wurden Stromabnahmeverträge (PPAs) und Differenzverträge (CfDs), um Investitionen in Nuklearprojekte zu fördern, während die Mitgliedstaaten aufgefordert wurden, rechtliche Hindernisse für langfristige Verträge zu beseitigen.

Die Kommission startete zudem die „Europäische Industrieallianz für Small Modular Reactors“ (SMRs), mit dem Ziel, SMRs bis Anfang der 2030er Jahre in Europa zu entwickeln und einzusetzen.

Darüber hinaus setzte die EU ihre Rolle als globaler Akteur fort: Zusammenarbeit mit der Ukraine und der IAEO zur Notfallvorsorge, Überwachung ukrainischer Anlagen, Abschluss der Stresstests für das türkische AKW Akkuyu sowie Fortschritte bei ITER, wo 2024 die bislang höchste Umsetzungsrate erreicht wurde.

Euratom‑Forschung und Ausbildung erhielten 121 Mio. € für 21 Projekte, darunter EU‑CONVERSION und PreP‑HALEU für Versorgungssicherheit in Forschung und Medizin. Neue Partnerschaften wie EURAD‑II und CONNECT‑NM stärken Forschung und strategische Autonomie.

Wichtige Ergebnisse und Management 2024

Die ESA meisterte 2024 interne und externe Herausforderungen erfolgreich: effiziente Mittelverwendung, hohe Budgetausführung (99,53 %), verbesserte interne Sicherheit und Risikomanagement, positives Audit. Trotz Fachkräftemangel konnte die Agentur ihre Mandate erfüllen und eine inklusive, resiliente Belegschaft erhalten.

Fazit: Die ESA hat ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, sich an veränderte externe Bedingungen anzupassen und weiterhin die Versorgungssicherheit, Diversifizierungsstrategie und Energieziele der EU zu unterstützen.

2. Englische Zusammenfassung aus dem ESA-Bericht für 2024:

Executive summary
This report provides a comprehensive overview of the European Union’s nuclear fuel market, highlighting key trends, challenges, and strategic developments in the context of evolving geopolitical tensions. Against the backdrop of the EU’s efforts to diversify its energy sources and reduce dependence on Russian nuclear imports, the report examines the current state and future outlook of the nuclear fuel market, including consumption patterns, procurement strategies, and market dynamics, and outlines the agency’s 2024 key activities and recommendations to maintain a stable and secure nuclear fuel supply.

Market analysis and recommendations
In 2024, the European nuclear fuel market displayed notable resilience in the face of sustained geopolitical instability and supply chain uncertainty. Nuclear energy maintained its strategic importance in the EU’s energy landscape, contributing nearly 25% of electricity generation and consumption in the EU-27. Amid efforts to reinforce energy sovereignty and meet decarbonization goals, utilities loaded 1 761 tonnes of uranium into reactors, drawn from 12 120 tonnes of natural uranium. A growing share of this demand was met through the use of mixed oxide (MOX) fuel and reprocessed uranium, for savings equivalent to almost 5% of annual natural uranium requirements.

Uranium procurement by EU utilities remained strong, totalling 13 667 tonnes—about one-fifth of global demand-primarily secured through multi-year contracts. This procurement strategy reflected the importance of supply stability, although more than 40% of uranium imports still originated from CIS countries, notably Russia and Kazakhstan, despite ongoing diversification efforts. Imports from African producers declined. By the end of 2024, European utilities held close to 40 000 tonnes of uranium equivalent in inventories, providing a buffer sufficient for more than three reload cycles on average—an important measure of resilience in the face of supply disruption risks.

The report emphasizes that enhancing supply chain resilience through long-term contractual and political commitments, diversification, strategic stockpiling, and recycling is essential for long-term nuclear fuel security. Russia’s ongoing war in Ukraine has intensified the urgency of reducing dependency on Russian nuclear supplies. While the EU has not taken any direct measures on Russian nuclear materials, the policy direction aims toward full phase-out. The REPowerEU Plan has accelerated diversification initiatives, expansion of European production capacities, and international collaboration, though these efforts continue to face logistical and regulatory challenges.

Risk management remains a central tool in the nuclear fuel security of supply. Regulatory authorities, the nuclear industry and utilities are encouraged to assess and mitigate vulnerabilities stemming from geopolitical risks, ownership of suppliers, and transportation routes. Strategic stockpiling is increasingly vital, with recommendations to maintain inventories sufficient for multiple reloads and to explore an EU-wide coordination mechanism.
Looking ahead, a slight decline in reactor fuel demand is projected through 2033, while domestic fuel sources-particularly MOX and reprocessed uranium—are expected to play a larger role. This trend supports the EU’s ambitions to reinforce fuel autonomy. To safeguard fuel security, sourcing strategies must continue to prioritize supplier diversity, ideally involving at least one EU-based source.

In the field of medical radioisotopes, the EU’s dependency on foreign supply chains remains a major vulnerability. The report recommends urgent diversification, establishment of domestic production capabilities, and preservation of nuclear medicine expertise, as exemplified by ongoing initiatives like the European Radioisotopes Valley (ERVI).
While short-term supply security appears stable, a noticeable drop in contractual coverage for uranium and fuel-cycle services is expected after 2028. This highlights the importance of concluding new long-term contracts and incentivising investment in conversion and enrichment capacity. France’s George Besse II facility, if expanded, could cover domestic conversion needs, but significant capacity gaps remain in the Western market. Supplier due diligence and long-term contracting will be essential to close these gaps.
With nuclear energy regaining strategic relevance, EU Member States are encouraged to define clear national nuclear strategies, promote circular fuel practices, and ensure fuel diversification—especially for new nuclear reactors based on non-EU technologies. These steps are key to embedding nuclear energy within the EU’s secure, sustainable, and low-carbon energy mix.

Market and nuclear policy developments in the EU and worldwide

The European Union made substantial policy advances in 2024 in its climate and energy strategy, particularly in implementing the REPowerEU initiative. The European Commission and the Euratom Supply Agency played key roles in supporting and monitoring diversified nuclear fuel sources of the utilities operating VVER, Russian-designed reactors. Additionally, the EU is looking into the dependency on Russian sources for non-power uses, such as medical radioisotopes and research reactor fuel, advancing the SAMIRA action plan to enhance resilience in these critical sectors.

The electricity market reform marked a major milestone in 2024. Revised rules explicitly recognized nuclear energy as essential to decarbonization. The changes facilitated the use of power purchase agreements (PPAs) and contracts for difference (CfDs) to support investment in nuclear projects, while urging Member States to eliminate legal and regulatory barriers to long-term contracting. This development creates a more stable investment framework for nuclear projects, including life extensions and new builds.

The Commission also launched the European Industrial Alliance on Small Modular Reactors (SMRs), aimed at accelerating the development and deployment of SMRs across Europe by the early 2030s.
Work continued on ensuring full implementation of the Euratom legal framework. The Commission adopted a new Recommendation on dose coefficients and published the third implementation report of the Radioactive Waste Directive. A pilot project for a joint European radioactive waste management approach was launched, while decommissioning assistance programs in Bulgaria, Lithuania, and Slovakia continued to mitigate long-term safety risks at former nuclear power sites.

In emergency preparedness, the European Commission ensured the ongoing operation of the ECURIE and EURDEP systems, and reinforced cooperation with Ukrainian authorities and the IAEA to handle potential nuclear or radiological emergencies. Internationally, the EU engaged with major organizations including the IAEA and OECD/NEA, and with partners such as the US, UK, Japan, Canada, Kazakhstan, and Australia to reinforce supply chain resilience and promote high standards of nuclear safety and security.
Monitoring of Ukraine’s nuclear facilities remained a high priority, with particular attention to the Zaporizhzhia plant. The EU also finalized post-Fukushima stress tests for Türkiye’s Akkuyu nuclear power plant and continued discussions with other non-EU countries. These efforts reflect the EU’s role as both a regional and global standard-setter in nuclear safety and cooperation.
The EU, through Euratom, also continued its leadership role in the ITER fusion project. In 2024, ITER achieved its highest execution rate to date, with the EU supporting critical installations and addressing outstanding technological challenges. These steps marked substantial progress toward realizing fusion as a long-term carbon-free energy source.

Nuclear safeguards remained robust in 2024.

Euratom safeguards covered 99.94% of over 539 000 tonnes of civil nuclear material in the EU, with physical verification and accountancy procedures ensuring no diversion from peaceful uses. A political agreement was reached on an updated Euratom safeguards regulation, further strengthening legal compliance and international credibility.

The Euratom research and training programme allocated €121 million to 21 projects focused on nuclear safety, waste management, and innovative technologies. Highlights included EU-CONVERSION and PreP-HALEU, which aimed at securing fuel supplies for research reactors and medical radioisotope production. The SAVE project supported fuel diversification for VVER reactors in Europe and Ukraine. Two new co-funded partnerships—EURAD-II and CONNECT-NM—were launched to address radioactive waste and develop advanced nuclear materials. These projects underpin the EU’s commitment to research excellence and strategic autonomy in the nuclear field.

Key achievements and management in 2024

ESA successfully navigated complex external and internal challenges in 2024, demonstrating sound financial management, operational efficiency, and institutional resilience. The Agency simplified its budget structure, improving operational transparency and flexibility. It achieved a high budget execution rate of 99.53% for commitment appropriations, with effective internal budget transfers helping to respond to dynamic needs. Financial reports and accounts were submitted on time and received a positive audit outcome, underscoring sound financial governance.

To enhance internal operations and security, ESA finalized the NOEMI security plan, completed the development of a data reporting tool, and appointed a Local Information Security Officer (LISO) to strengthen cybersecurity. A comprehensive risk assessment was carried out, and internal controls were refined. A self-assessment confirmed the effectiveness of the internal control system, reinforcing ESA’s commitment to good governance and risk mitigation.

Amid growing workload due to geopolitical instability and market complexities, ESA optimised the use of shared resources in collaboration with other European Commission departments and partner agencies. The Agency met its objectives despite resource pressures, maintaining its focus on nuclear fuel supply security and stakeholder engagement. While recruitment remained a challenge, ESA preserved a diverse and gender-balanced workforce, reinforcing its commitment to inclusivity and resilience.

In summary, ESA’s performance in 2024 reflects its ability to adapt to evolving external conditions and to continue fulfilling its mandate in support of the EU’s nuclear supply security, diversification strategy, and broader energy objectives.

Risiken und Bedenken gegen russische Beteiligung an Atomfabrik in Lingen – Linke MdB fragt Bundesregierung

Die Bundesregierung schweigt, wenn es um die möglichen Risiken einer Beteiligung Russlands – mitten im Krieg gegen die Ukraine – an einer Uranfabrik im westfälischen Lingen geht. Mareike Hermeier, atompolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, wollte wissen, welche Bedenken bzw. Risiken die Bundesregierung in einer solchen geplanten Beteiligung von Rosatom an der Uranfabrik sieht. Und wie es dann mit der Abhängigkeit der EU in der Uran-Brennstoffversorgung von Russland bestellt wäre. In Lingen sollen künftig mit russischer Hilfe Uran-Brennelemente für Atomreaktoren in Osteuropa hergestellt werden. Russland gehört zu den größten Lieferanten von Uran in der EU und den Betrieb von Atomkraftwerken insgesamt. Für die Bewertung der gesamten Lage ist nicht nur das BMU bzw. die zuständige Genehmigungsbehörde in Niedersachsen, das dortige Umweltministerium, zuständig. Frankreich ist Eigentümer der Uranfabrik in Lingen. Darf man Frankreich Atomgeschäfte in Deutschland mit Russland verweigern? Das ist verdammte große Atompolitik mit Weltstatus. Die Antwort der Bundesregierung ist „ausweichend“, wird gesagt.

Hermeier: „Dieses Schweigen der Bundesregierung auf meine Fragen lässt Böses ahnen. Vermutlich noch in diesem Sommer droht die Genehmigung dafür, dass Russland direkt in der Bundesrepublik seine Atomgeschäfte ausweiten darf. Schon jetzt ist die Uranfabrik in Lingen von russischen Uran-Importen abhängig. Wir brauchen keine neuen Atomdeals, die Uranfabrik in Lingen sollte stillgelegt werden.“

Zuletzt am 10. und 11. Juni 2025 hat die ANF Lingen Uran-Brennstoff in Form von Paletts aus Russland erhalten. Das dokumentiert BASE auf seiner Homepage.

In der Drucksachenverwaltung ist die Schriftliche Frage hier in der PDF zu finden, die Fragenummer ist 148. Beachte zur Uranfabrik in Gronau auch die Frage Nr. 149. Siehe auch unten!)

Schriftliche Frage der Abgeordneten Mareike Hermeiner (Fraktion DIE Linke) mit der Arbeitsnummer 6/0401 vom 30. Juni 2025 (Eingang im Bundeskanleramt). Die Antwort kommt von Rita Schwarzelühr-Sutter, der Parlamentarischen Staatssekretärin und Mitglied im Bundestag. Mit Datum vom 4.7. teilt sie mit:

„Frage 6/0401

„Welche Bedenken hat bzw. Risiken sieht die Bundesregierung
nach gegenwärtigem Stand im laufenden Genehmigungsverfahren
für die beantragte Herstellung von VVER-Brennelementen bei der
zu Framatome gehörenden Uranfabrik in Lingen unter Beteiligung
des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom, und würde
eine solche Kooperation aus Sicht der Bundesregierung die
Abhängigkeit der EU von russischen Uranlieferungen nicht
deutlich erhöhen, statt die EU langfristig von Uran aus dem
russischen Einflussbereich unabhängiger zu machen?“

Antwort

Die zuständige Genehmigungsbehörde für die beantragte Änderungsgeneh-
migung ist das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Kli-
maschutz (NMU). Diesem obliegt die umfassende Bewertung des Sachver-
halts und Prüfung der Genehmigungsvoraussetzungen. Das NMU untersteht
dabei im Rahmen der Bundesauftragsverwaltung der Fach- und Rechtsauf-
sicht des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und
nukleare Sicherheit. Das Ergebnis der Prüfung kann im laufenden Verfahren
nicht vorweggenommen werden.
Langfristig strebt die EU im Rahmen von REPowerEU an, die Energieim-
porte weiter zu diversifizieren und insbesondere die Einfuhr fossiler und
nuklearer Brennstoffe aus Russland schrittweise zu beenden.
Mit freundlichen Grüßen“

*seit dem 1. Juli arbeitet der Autor in geringem Umfang zur Unterstützung für die genannte Bundestagsabgeordnete.

In der genannten Drucksache ist eine weitere mündliche Frage nach den Zusammenhänger der Angriffe gegen die Urananreicherungsanlagen im Iran und den entsprechenden Anlagen der URENCO in Deutschland, vor allem am Standort in Gronau (NRW). Die Frage und Antwort der Bundesregierung hier:

Abgeordnete Mareike Hermeier (Die Linke)
In welcher Weise sieht die Bundesregierung die Sicherheit der Urananreicherungsanlage in Gronau bedroht, vor dem Hintergrund, dass im Iran erstmals Atomanlagen zur Urananreicherung ex-
plizit militärisch angegriffen wurden, um das Atomprogramm eines Landes zu zerstören, und vor dem Hintergrund, dass in Gronau Zehntausende Tonnen Uranhexafluorid völlig ungeschützt
unter freiem Himmel lagern und auch die Uranzentrifugen nur in schlichten Trennhallen untergebracht sind, die keinem militärischen oder terroristischen Angriff standhalten würden?

Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter vom 4. Juli 2025
Die Bundesregierung sieht die Sicherheit der Urananreicherungsanlage in Gronau nicht bedroht. Die Sicherungsmaßnahmen sind dem Gefährdungspotential angemessen, und die Einhaltung der Schutzziele des § 42 des Atomgesetzes ist vollumfänglich sichergestellt.

Die kerntechnische Anlage in Gronau steht seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1985 durchgehend unter der Überwachung von Euratom und IAEO.

 

Landtags-Grüne in Bayern gegen Atomtransporte aus Forschungsreaktor und riskantes Reaktorprojekt an bayerisch-tschechischer Grenze

Gleich gegen zwei laufende Atomprojekte haben sich heute die Grünen im Landtag von Bayern zu Wort gemeldet. „Umrüsten statt Atommülltransporte!“ heißt es mit Blick darauf, dass der  immer noch mit atomwaffenfähigem, also hochangereichertem Uran betriebene Forschungsreaktor seinen Atommüll möglicherweise noch in diesem Jahr per LKW und in Spezialbehältern von München Garching nach Ahaus in NRW transportieren will. Gleichzeitig widersprechen die Grünen im Landtag den Planungen von Tschechien, an der Grenze zu Bayern einen neuartigen Atomreaktor bauen zu wollen. Aus diesem Grund haben die Landtags-Grünen jetzt eine sogenannte Einwendung beim tschechischen Umweltministerium eingereicht. (Foto: FRM II, Das Transportfahrzeug kann einen CASTOR® MTR 3 mit fünf Brennelementen aus dem FRM II transportieren. © Wenzel Schürmann, FRM II / TUM)

  • Die beiden PM sind gleich unten dokumentiert.
  • Auch der BN, BUND Naturschutz in Bayern hat einen Einwendung bzw. Stellungnahme abgegeben. Der offizielle Titel ist: „Stellungnahme des BUND Naturschutz in Bayern e. V. zum Scoping im Rahmen der grenzüberschreitenden Umweltprüfung (UVP) für die Errichtung eines „neuen SMR-Kernkraftwerk am Standort Tušimice“, Tschechische Republik.“ Online finde ich das beim BN aber nicht und die Suchfunktion ist eher eine Strafe. Sagt mir, wenn das irgendwo online ist, per Mail! 

Möglicherweise noch in diesem Jahr zwischen Oktober und Dezember könnten auch dem Forschungsreaktor der TU in München Garching hoch radioaktive Atommülltransporte in gepanzerten Spezialfahrzeugen auf die Reise in das Atommüllzwischenlager nach Ahaus in NRW rollen. Aufgrund der enormen Risiken vermutlich mit einem Großaufgebot der Polizei und von Sicherheitskräften. Der erste Transport solle, so hatte die zuständige Genehmigungsbehörde jüngst erklärt, noch vor der für Ende des Jahres geplanten Wiederinbetriebnahme des Forschungsreaktors erfolgten. Nach Störfällen, Corona und notwendigen umfangreichen Nachrüstungen steht der Reaktor nun seit rund fünf Jahren still. Der BUND Naturschutz in Bayern hatte außerdem vor Gericht Klage erhoben, weil der Reaktor immer noch mit hochangereichertem, atomwaffenfähigen Uran betrieben wird.

Fünf hoch radioaktive Uranbrennelemente passen in einen der Castorbehälter vom Typ MTR 3. In einer Genehmigung, die derzeit zur Prüfung beim Bundesumweltministerium liegt, sollen zunächst zwei Behälter nach Ahaus erlaubt werden. Die Grünen aus dem Landtag in Bayern verweisen auf die enormen Gefahren, die von den Transporten ausgehen. Sie verweisen auf die ungelöste Entsorgung des Atommülls, der lediglich von einer Zwischenvariante zur nächsten transportiert wird, weil es ein Endlager für diese Atomabfälle nicht gibt.

Planungen in Tschechien, an der Grenze zu Bayern ein neues Atomkraftwerk errichten zu wollen, stößt bei den Grünen auf Ablehnung. Im Rahmen einer laufen Öffentlichkeitsbeteiligung zu dem Verfahren in Tschechien haben sie daher eine „Einwendung“ formuliert und der tschechischen Regierung überstellt. Das Verfahren von Tschechien ist maximal unbestimmt, weil neben sehr allgemein gehalten Angaben unklar bleibt, was denn genau tatsächlich an Standort Tusimice gebaut werden soll. Es ist die Rede von bis zu sechs neuen als Small Modular Reactor (SMR) bezeichneten Atomanlagen mit bis zu 1500 MW. Die internationale Beteiligung ist ein vorgeschriebenes Verfahren, nicht nur innerhalb der EU.

UmweltFAIRaendern.de dokumentiert die beiden PM im Anschluss:

Grüne reichen Einwendung gegen riskantes Reaktorprojekt an bayerisch-tschechischer Grenze ein

Die Landtags-Grünen fordern den Stopp des Prüfverfahrens. Grund: Es entspricht nicht internationalen Vereinbarungen. Zudem werfen sie der Bayerischen Staatsregierung politisches Wegsehen vor.

Ein kaum durchschaubares Verfahren mit schwerwiegenden Folgen für Bayern: Die tschechische Regierung plant den Bau neuer Atomreaktoren nahe der bayerischen Grenze – aber trotz erheblicher Risiken für Mensch und Umwelt gibt es nur vage Ankündigungen und ein Verfahren, das zentrale Umwelt- und Sicherheitsfragen unbeantwortet lässt. Aus diesem Grund haben die Landtags-Grünen jetzt eine sogenannte Einwendung beim tschechischen Umweltministerium eingereicht. Sie fordern darin, die gerade begonnene Umweltverträglichkeitsprüfung für bis zu sechs neue SMR-Reaktoren (small modular reactor) am Standort Tusimice sofort zu stoppen. Denn das Verfahren entspricht nicht internationalen Vereinbarungen, wie beispielsweise der Aarhus-Konvention, weil die Prüfung aufgrund der unbestimmten Beschreibung nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden kann.

„Bisher ist nur veröffentlicht worden, dass am Standort Tusimice ein oder mehrere SMR mit einer Leistung bis zu 1500 Megawatt geplant sind. Aber wie sollen die Umweltauswirkungen von bis zu sechs Reaktoren korrekt untersucht werden, wenn über die Reaktoren kaum etwas bekannt ist?“, warnt Laura Weber, Sprecherin für Verbraucherschutz der Landtags-Grünen und Abgeordnete aus dem direkt betroffenen Landkreis Tirschenreuth (Oberpfalz).

Schließlich stehe der Sammelbegriff SMR für eine Fülle sehr unterschiedlicher Reaktorkonzepte. „Die allermeisten dieser Reaktoren sind noch in der Entwicklung. Sie existieren bisher nur auf dem Papier! Das einzige, was sie gemeinsam haben, ist der Überbegriff SMR. Aber die Systeme der Reaktorkühlung beispielsweise sind äußerst unterschiedlich.“ Mit der Einwendung wollen die Landtags-Grünen erreichen, dass das Verfahren zunächst abgebrochen und erst dann fortgeführt wird, wenn der tschechische Energieversorger CEZ eine konkrete Planung vorlegen kann.

Darüber hinaus sehen die Landtags-Grünen den bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber in der Pflicht: „Es ist absolut unverständlich, warum er gegenüber seinem tschechischen Amtskollegen nicht auf die Einhaltung der Aarhus-Konvention besteht!“, kritisiert Martin Stümpfig, Sprecher für Energie der Landtags-Grünen. „Als Umweltminister trägt Thorsten Glauber Verantwortung für die Sicherheit der bayerischen Bevölkerung! Aber wer weiß – vielleicht fehlt ihm einfach der Mut, sich gegen den Atomfanatiker Markus Söder zu stellen, der noch immer an eine strahlende Reaktorzukunft glaubt?“

Hinweis: Auch Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, eine Einwendung einzureichen. Weitere Informationen dazu finden Sie beispielsweise hier:

https://gruene-weiden.de/2025/06/08/tusimice-jetzt-einwaende-erheben-muster-einwendung-hier-downloaden/

Die gesamte Einwendung finden Sie zudem hier.

Dem Vernehmen nach steht ein Atommülltransport vom Garchinger Forschungsreaktor FRM der Technischen Universität TUM nach Ahaus in Nordrhein-Westfalen an. Es wäre der erste seiner Art, da es sich um besonders gefährlichen Atommüll handelt. Das hochangereicherte Uran (HEU) ist atomwaffenfähig. Für den Transport braucht es eigens entwickelte Spezialbehälter und eine enorm aufwändige Absicherung.

Die beiden Landtagsabgeordneten der Grünen im Landkreis München kritisieren das Vorhaben scharf.

Claudia Köhler, MdL: „Der Transport ist gefährlich, irre aufwändig und momentan völlig unnötig. Eine Verbringung nach NRW bringt für das wesentliche Problem, die Entsorgung, überhaupt nichts. Das Material soll in Ahaus in eine Halle, die noch älter ist und nur noch gut 10 Jahre genehmigt ist. Wo in Deutschland ein Endlager gefunden wird, steht weiterhin in den Sternen.“

Dr. Markus Büchler, MdL: „Der eigentliche Grund ist, dass die TUM Lagerplätze frei machen muss, um den Reaktor wieder mit hochangereichertem Uran anzufahren und über längere Zeit betreiben zu können. Die bessere Alternative ist, den Reaktor weiterhin stillstehen zu lassen, bis niedrig angereicherte Brennelemente vorliegen. Der Reaktor steht schon verschiedenen Gründen seit 5 Jahren still. Da pressiert es jetzt auch nicht mehr.“

Im Bayerischen Landtag bereiten die beiden Abgeordneten eine Anfrage an die Staatsregierung vor, um mehr Details zu erhalten und der Öffentlichkeit transparent Informationen zu bieten.

In die Zukunft blickend schlagen die Abgeordneten vor, die bestehende Anlage in Garching technisch besser abzusichern und die Umrüstung auf niedrig angereichertes Uran LEU schnellstens zu realisieren.

Claudia Köhler, MdL: „Das Problem kann nicht weiter ausgesessen oder einfach jemand anderem vor die Tür gekarrt werden. Es war doch klar, dass wieder Atommüll anfallen wird, wenn man das Verfahren nicht endlich ändert, wir monieren das seit Jahren. Im Haushalt sind für 2026 bereits Mittel zur Ertüchtigung der Anlagensicherung in Garching vorgesehen. Statt eines gefährlichen Atommülltransports können die bisher angefallenen Brennelemente vorerst in Garching bleiben, bis die TU endlich ein Entsorgungskonzept entwickelt hat.“

Dr. Markus Büchler, MdL: “ Ich hoffe, dass die TUM zu ihrem Wort steht und die Umstellung auf LEU nun rasch umsetzt. Andernfalls produzieren wir ja auf ewig immer mehr von dem hochgefährlichen, waffenfähigen Abfall. Meine Befürchtung ist allerdings, dass uns die TUM abermals austricksen, an der Nase herumführen und die Umstellung auf den Sankt Nimmerleinstag verschieben will. Deshalb verlange ich von der Staatsregierung zu unterbinden, dass weiterer hochangereicherter Atommüll entsteht und ein Entsorgungskonzept, auch für den künftigen Betrieb mit LEU, vorzulegen.“

Prince! Sinéad! Cynthia Erivo ! Listen!

Cynthia Erivo ! Listen! It matters!

Cynthia Erivo’s powerhouse performance of ‚Nothing Compares 2 U‘ | Next at the Kennedy Center

https://inv.nadeko.net/watch?v=JbpcNGe1IoY&listen=false

Mit dem Fetten Text könnt ihr auf Youtube suchen, um das Video zu finden. Anderes kennen Invidious. Sehr viel datenfreundlicher, aber funktioniert nicht immer.

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