Gar nicht richtig olympisch – Hamburgs Sportbund moppert gegen Handelskammer

WinterspieleHamburgOh oh, da sind die Verbands-SportlerInnen in Hamburg aber echt sauer auf die Handelskammer. Die hat sich ja mit Eifer aufgeschwungen und dem Bürgermeister schon mal richtig Dampf gemacht für eine ordentliche neue Olympiabewerbung. The Sportbund is not amused, muss man festgestellen. Bei Herbert Schalthoff auf dem Privat-Sender Hamburg1, bekam  die Kammer ordentlich auf die Mütze. Genaueres ist gleich der PM unten zu entnehmen, die HH1 verfasst hat. Immer mehr deutet sich aber an, dass eine nächste Volksbefragung auf Hamburg zukommen könnte. Egal wo und wie Olympia ins Spiel gebracht wird, immer wird betont, dass das Volk zustimmen müsse. Na dann.

Ein Plädoyer für eine Bewerbung zu den Winterspielen. Ich bleibe dabei: ECHT GRÜNE WINTERSPIELE – HAMBURG KANN DAS, lautet das Motto.

Für einen kurzen Moment dachte ich, der Sportbund schließt sich dieser Forderung evt. an. Denn in der HH1-PM heißt es vom Sportbund, dass es auch „um den Zeitpunkt einer Olympiabewerbung Hamburgs“ geht. Das sage ich ja auch. Winterspiele eben, weil es einfach die größere Aufgabe ist. Aber vielleicht meint der Sportbund das gar nicht so? Schade.

Hier die PM von HH1: „Der Streit zwischen Handelskammer und Hamburger Sportbund über Form und Zeitplanung für eine eventuelle Bewerbung Hamburgs für Olympische
Sommerspiele wurde bisher weitgehend hinter verschlossenen Türen
ausgetragen – gestern griff der Präsident der Sportbundes bei Hamburg 1 die Kammer bzw. ihren Vertreter in der Sendung, Reinhard Wolf, offen an.

Zum einen ging es um den Zeitpunkt einer Olympiabewerbung Hamburgs, zum anderen um das Vorgehen der Handelskammer, das er als Alleingang bezeichnete.

Ploß bemängelte die fehlende Kommunikation zwischen Handelskammer und Sportverbänden: „Wir sind nach wie vor dafür. Aber es geht doch um den Zeitpunkt, für welche Spiele man sich bewerben soll und es geht um das Vorgehen. Und die Handelskammer ist vorgeprescht ohne nach links und rechts zu gucken und versucht etwas am Sport vorbei auf den Weg zu bringen. Und das ist falsch!“

Ploß kritisierte auch, dass die Handelskammer in seinen Augen die falschen Ziele bei einer Olympiabewerbung verfolgt: „Wir lassen uns nicht treiben von der Handelskammer, die andere Interessen hat. Der Sport hat Interesse, hier wirklich eine Sportveranstaltung durchzuführen und kein Investitionsprogramm für die Wirtschaft!“

Ploß kritisierte darüber hinaus das in seinen Augen übereilte Vorgehen der
Handelskammer: „Es sind fünf Bewerbungen in Deutschland schief gegangen. (…) Da kann man nicht als Kammer sagen: dann bewerben wir uns jetzt eben zum sechsten Mal. Da muss man wirklich zunächst mal sorgfältig analysieren und dann sachgemäß entscheiden. Alles andere ist im Sinne der Sache kontraproduktiv und alles andere als hilfreich für eine erfolgreiche Bewerbung.“

Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass sich die Hamburger Bevölkerung als Vorbedingung für eine Ausrichtung von Olympischen Spielen mehrheitlich dafür entscheiden muss.

Wann und in welcher Form eine solche Abstimmung durchzuführen sei,
darüber allerdings bestand keine Einigkeit.

Hintergrund: Die Hamburger Handelskammer hat erklärt, die Stadt möge sich bereits für die Ausrichtung Olympischer Spiele für das Jahr 2024 bewerben. Sportbund, aber auch SPD und Senat, halten dieses Zeitfenster für viel zu klein.

Die ganze Sendung jetzt online unter
http://www.hamburg1.de/sendungen/SchalthoffLive/Olympia_in_Hamburg-
3676.html“

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