Afrikas strahlendes Gold – Uranabbau und seine verhängnisvollen Folgen

Uranabbau? Besser in der Erde lassen. Foto: Dirk Seifert
Uranabbau? Besser in der Erde lassen. Foto: Dirk Seifert

Kampf um Rohstoffe. Auch Uran  gehört immer noch zu den begehrten Ressourcen, für die weltweit investiert wird. Gerade auch in Afrika – beispielsweise in Tanzania. Auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung wird Flaviana Charles (Legal Human Rights Centre) auf Veranstaltungen in Berlin und Hamburg über die Situation in Afrika berichten, über die Risiken und über die Folgen für die Menschen dort. Beteiligt ist auch das Uranium-Network.

Die RosaLux-Stiftung schreibt: „Obwohl die gesellschaftliche Zustimmung zur Atomenergie weltweit sinkt, weil langfristige Umwelt- und Gesundheitsschäden sowie soziale Kosten des Uranabbaus immer drückender werden, wird in einigen Ländern Afrikas der Uranabbau weiter forciert. Argumentiert wird von den Regierenden in der Regel mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze und den erwarteten Deviseneinnahmen.

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Von den Kritikern wird neben dem Verweis auf drohende Gesundheits- und Umweltschäden, die fehlende Transparenz bei Abbaukonzessionen sowie die mangelhafte Aufklärung betroffener Gemeinschaften beklagt. Verwiesen wird oft auch auf die Zementierung der Abhängigkeit von Rohstoffexporten.

Insbesondere Tansania steht an der Schwelle zur Uranförderung. Seit Jahren vergibt die Regierung Explorations- und Schürfrechte für Uran an transnationale Firmen, bspw. aus Kanada, Russland, China und Australien. Gerüchten zufolge wird Präsident Kikwete dieser Tage die erste Mine in der südlichen Region des Mkuju-River eröffnen.

Flaviana Charles (Legal Human Rights Centre) wird die aktuellen Entwicklungen in Tansania aus einer menschenrechtlichen Perspektive diskutieren. Dabei geht es um folgende Fragen: Welche Informationen brauchen Menschen, die von Bergbauprojekten betroffen sind, um die Gefahren in all ihren Dimensionen gegen den Nutzen abwägen zu können? Welche Möglichkeiten zur Mitsprache und Einflussnahme auf Entscheidungsprozesse haben die betroffenen Gemeinden? Wie können EntscheidungsträgerInnen beeinflusst werden? Wie kann der Konflikt zwischen notwendigen Deviseneinnahmen und einer zunehmend aggressiveren Ressourcenplünderung aufgelöst werden?

Günter Wippel (uranium-network) reflektiert Erfahrungen aus anderen afrikanischen Staaten wie Niger, Gabun, Malawi und Namibia. Wie wird mit Folgen des Abbaus und mit den immensen Sanierungskosten umgegangen? Welche Prognosen lassen sich daraus für Tansania ableiten? Welche internationalen Verflechtungen gibt es?

Abgeleitet daraus stellt sich die Frage, wie wirksam auf lokaler, nationaler sowie internationaler Ebene interveniert werden kann.

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2 Gedanken zu „Afrikas strahlendes Gold – Uranabbau und seine verhängnisvollen Folgen

  1. Leider droht diese Gefahr derzeit in der Karoo-Südafrika! Russland plant in Südafrika 8 neue Atomkraftwerke! Der Uranabbau soll auch in der Karoo stattfinden.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/energievertrag-russland-soll-atomkraftwerke-in-suedafrika-bauen-13167870.html

    Dr. Stefan Cramer klärt derzeit diesbezüglich die Menschen auf insbesondere die Farmarbeiter.
    Es ist so unfasslich. Alleine die Uranfields benötigen 700 000 Mio. Liter Wasser pro Jahr.Ausgerechnet in Afrika, wo Wasser eine unglaublich wichtige Ressource ist,die geschützt werden muss, Wasser das Farmer dringend brauchen.

    Es ist so unfasslich,wie die Menschen und das Land an einige Lobbyisten verramscht werden. Wie es in Kauf genommen wird,dass sie krank werden,sterben., dass weitere ganze Landstriche verseucht werden sollen.

    Hier ist der Link zu Dr. Cramers Bericht: http://nuclearcostssa.org/?p=2834

    Er plädiert ganz klar für Windkraft und Sonne. Es hat so viel Platz in Afrika für diese Alternativenergien! Das muss vorangetrieben werden. Die Basis der Menschen dort muss diese Möglichkeiten erhalten.

    Es muss weltweit geächtet werden dieses uranium mining, dieses weitere Voranschreiten der Atomkraftwerke und als „Nebenprodukte“ die Atomwaffen durch abgereichertes Uran.

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