Fukushima mahnt: Anti-Atom-Demonstration in Neckarwestheim im März

In den von mehrfachen Explosionen zerstörten Atomkraftwerken von Fukushima läuft die Vorbereitung, extrem große Mengen mit radioaktivem Tritium belasteten Kühlwassers in den Ocean abzuleiten. Die Folgen der Atomkatastrophe von Japan sind auch über zehn Jahre danach noch immer nicht im Griff. Vor dem Hintergrund der befristeten Laufzeitverlängerung für die letzten drei in Deutschland noch am Netz befindlichen Atomkraftwerke sind Anti-Atom-Organisationen alarmiert, dass CDU/CSU, FDP und AfD eine weitere Fristverlängerung politisch durchsetzen könnten. Bereits am kommenden Wochenende und im Februar wird an den AKWs in Lingen und in Landshut bei Isar 2 protestiert. Zum 11. März rufen die Anti-Atom-Initiativen rund um Neckarwestheim zu einer Kundgebung auf. BUND und .ausgestrahlt haben angekündigt, für Aktionen im März zum Fukushima-Jahrestag und zum neuen Abschalttermin Mitte April 2023 zu mobilisieren. Vor allem rund um Neckarwestheim sorgen sich Atom-Kritiker:innen, weil es in den Dampferzeugern in den letzten Jahren immer wieder Rissbefunde gegeben hat, die sicherheitsrelevant sein könnten.

Die Deutsche Umwelthilfe hat sich zum Betrieb des AKW Neckarwestheim in dieser Weise geäußert. Anlass für die Stellungnahme ist, dass das AKW nach Umbauten im Reaktorkern wieder ans Netz geschaltet wurde, obwohl der Strom in keiner Weise benötigt wird: „Deutsche Umwelthilfe: Neckarwestheim 2 für sichere Stromversorgung nicht notwendig“.

umweltFAIRaendern dokumentiert den Aufruf zur Aktion im März:

Fukushima mahnt!

+++ 11. März 2011 Atomunfall in Fukushima +++ 3 Atomreaktoren betroffen, radioaktiver Fallout über Ostjapan und überwiegend über dem Pazifik +++ Kernschmelze hat Betonfundament des Reaktors 1 teils aufgelöst +++ Jedes Erdbeben kann potenziell zum Reaktor-Einsturz mit erneuter hochradioaktiver Verstrahlung führen +++ März 22: Erdbeben der Stärke 7,4 +++ Im Inneren der 3 Reaktorkerne weiter tödliche Strahlung +++  Ununterbrochene Wasser-Kühlung notwendig +++ Lage in Fukushima weiter gefährlich +++ Durch unterirdische Tunnelröhre sollen ca. 1,3 Millionen Tonnen an verstrahltem Kühlwasser (Stand Juni 2022) in Pazifik verklappt
werden +++ 32.000 Menschen weiter evakuiert +++ Zwang zur Rückkehr in verstrahlte Gebiete wird oft verweigert +++ Schilddrüsenkrebsrate bei Kindern und Jugendlichen weiter 15-fach erhöht +++ Laufzeitverlängerung der bestehenden AKWs auf 70 Jahre +++ Keine Verklappung von kontaminiertem Kühlwasser in den Pazifik!

Solidarität mit den von Strahlung betroffenen Menschen! Schluss mit Atom! Energiewende jetzt – weltweit!

Die Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP ist angetreten, die Energiewende zu beschleunigen und den überfälligen Atomausstieg zu vollziehen. Seit Putins Krieg gegen die Ukraine sind viele der im Koalitionsvertrag angekündigten Vorhaben und Ziele der Regierung „zerstoben“. Es rächt sich jetzt bitter, dass die Energiewende seit vielen Jahren politisch ausgebremst wurde.

Mit den Laufzeitverlängerungen für die letzten drei Atomkraftwerke bis zum 15.04.2023 wurde die Tür weit aufgemacht für einen AKW-Weiterbetrieb über mehrere Jahre, den FDP und CDU/CSU unbedingt wollen.

Mit vielen Milliarden Euro soll eine neue fossile Infrastruktur für Jahrzehnte geschaffen und neue Öl und Gasfelder mit langfristigen Verträgen erschlossen werden! Auch das umweltschädliche Fracking wird in Kauf genommen! Zusätzlich sollen weitere Milliarden Euro für klimaschädliches Flüssiggas, mehrere LNG-Terminals und umweltschädlich produzierten Wasserstoff fließen. Dieses Geld fehlt für die erneuerbaren Energien, die klimafreundlich und kostengünstiger sind.

Protest ist angesagt – rasche weitere Energiewende jetzt!

Flyer & Plakate bestellen: demo-material@online.de
Infos: www.endlich-abschalten.de

Aktionen kosten Geld.
Wir freuen uns daher über finanzielle Unterstützung (steuerlich abzugsfähige Spenden): BBMN (Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar e. V.) · VR Bank Ludwigsburg eG IBAN: DE04 60491430 0471790001 ·BIC: GENODES1VBB ·Stichwort: Fukushima ViSdP: Bund RV Heilbronn-Franken, c/o Fukushima-Bündnis, Lixstr. 10, 74072 Heilbronn

Europakongress von Ärzt:innen der IPPNW in Hamburg: Atomkrieg verhindern – Atomausstieg durchsetzen

Am kommenden Sonntag jährt sich zum zweiten Mal das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags. Ein Grund, warum „Ärztinnen und Ärzte der IPPNW aus ganz Europa … vom 20. bis zum 22. Januar 2023 in Hamburg zusammen (kommen), um Strategien zu entwickeln, wie ein Atomkrieg in Europa verhindert und das Atomwaffenverbot in Europa vorangebracht werden kann. Dabei geht es auch darum, welche Maßnahmen bezüglich des AKW Saporischschja getroffen werden müssen, um eine atomare und damit humanitäre Katastrophe zu vermeiden. Zudem werden die gesundheitlichen Auswirkungen und der Zusammenhang von Klima und Krieg Thema sein.“ So kündigt die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete internationale Ärzt:innen-Organisation ihren Europa-Kongress in der Hansestadt an. Schon im letzten Mai hatte die deutsche Sektion der IPPNW ihre Jahresversammlung in Hamburg durchgeführt.

Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in der Nikolai Kirche hat IPPNW auch die Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten zur Teilnahme eingeladen, die vor einigen Jahren sich für ein Verbot von Atomwaffen ausgesprochen hatten.  Die stellvertretende Bürgermeisterin der Hansestadt wird die Teilnehmer:innen in einer Grußbotschaft empfangen.

  • „Cities are not targets“ – Internationalen Ärztinnen und Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW). Samstag, den 21. Januar um 18:30 Uhr in der Krypta des St. Nikolai-Mahnmals.

Dokumentation: IPPNW-Presseeinladung vom 12.01.2023

Kongress der Europäischen IPPNW in Hamburg

Terminankündigung: IPPNW lädt zum Treffen der europäischen Sektionen in Hamburg ein

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne möchten wir Sie zur Berichterstattung über unseren internationalen Kongress einladen. Ärztinnen und Ärzte der IPPNW aus ganz Europa kommen vom 20. bis zum 22. Januar 2023 in Hamburg zusammen, um Strategien zu entwickeln, wie ein Atomkrieg in Europa verhindert und das Atomwaffenverbot in Europa vorangebracht werden kann. Dabei geht es auch darum, welche Maßnahmen bezüglich des AKW Saporischschja getroffen werden müssen, um eine atomare und damit humanitäre Katastrophe zu vermeiden. Zudem werden die gesundheitlichen Auswirkungen und der Zusammenhang von Klima und Krieg Thema sein.

Wo: St. Ansgar-Haus, Schmilinskystr. 78, 20099 Hamburg
Wann: 20. bis 22. Januar 2023

Im Mittelpunkt des Kongresses steht der Austausch und die Diskussion über Strategien und das weitere gemeinsame Vorgehen über Ländergrenzen hinweg. In Vorträgen, Diskussionen und mit einer Aktion vor dem Hamburger Rathaus zum Jahrestag des Inkrafttretens des Atomwaffenverbotsvertrags (AVV), thematisieren die Mediziner*innen die humanitäre Notwendigkeit zur nuklearen Abrüstung und Rüstungskontrolle sowie Möglichkeiten zur Deeskalation im Ukrainekrieg.

Höhepunkte des Kongresses sind eine abendliche Veranstaltung im Mahnmal St. Nikolai, mit Grußwort des Bürgermeisters von Rotterdamm und des stellvertretenden Bürgermeisters von Hamburg sowie Vorträge bekannter Persönlichkeiten aus Politik und Friedensbewegung. Die öffentlichkeitswirksame und bildstarke Aktion vor dem Hamburger Rathaus rundet das Programm ab.

Dazu möchten wir Sie herzlich einladen:

  • 21. Januar, 14:00 Uhr, Alexander Kmentt: Der Leiter der Abteilung für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Non-Proliferation des österreichischen Außenministeriums ist der „Architekt“ des Atomwaffenverbotsvertrags. Dafür erhielt er den „Seàn MacBride Friedenspreis“. In seinem Vortrag „Prohibition of nuclear weapons“ geht er auf den Atomwaffenverbotsvertrag ein. (live online)
  • 21. Januar, 18:00 Uhr, Dr. med. Carlos Umana: Der IPPNW Co-President aus Costa Rica/Spain spricht in seinem Vortrag „Cities are not targets“ über den Einsatz von Atomwaffen und seine humanitären Folgen. (live im Mahnmal St. Nikolai)
  • 22. Januar, 11:45 Uhr Dr. med. Angelika Claußen: Die IPPNW Europavorsitzende spricht über den beiden größten Bedrohungen im 21. Jahrhundert – die Klimakrise und das atomare Wettrüsten. (live)
  • 22. Januar, ab 14:00 Uhr: Foto- und Protestaktion vor dem Hamburger Rathaus, um auf darauf aufmerksam zu machen, dass Atomwaffen seit zwei Jahren völkerrechtlich verboten sind.

Alle Vorträge finden in englischer Sprache statt. Das vollständige Programm des Kongresses finden Sie hier: https://www.ippnw.eu/en/events/european-meeting.html

Für Presse- und Interviewanfragen stehen wir Ihnen vor Ort sowie vorab jederzeit zur Verfügung. Auch für eine Presseakkreditierung sprechen Sie mich gerne an.

Kontakt:
Lara-Marie Krauße, IPPNW-Pressesprecherin, Tel. 030 / 69 80 74 15, Email: krausse[at]ippnw.de

Atomkraftwerke runterfahren – Kundgebung am AKW Emsland in Lingen am 21. Januar

Gegen die Laufzeitverlängerung von drei Atomkraftwerken bis Mitte April 2023 gibt es Protest und Widerstand. Vor allem, weil es faktisch keine Gründe für diese grünen Zugeständnisse an die Ideologen bei CDU, CSU, FDF und AfD gibt. Strommangel gibt es nicht und selbst für die Netzstabilität werden sie nicht gebraucht. Außerdem verursacht die Verschiebung der Stilllegung sinnloserweise Kosten bei den AKW-Betreibern, die künftig von den Steuerzahlenden berappt werden müssen. Auch am AKW Emsland in Lingen wird demonstriert. Für den 21. Januar rufen regionale Initiativen zu einer Kundgebung auf. umweltFAIRaendern dokumentiert den Aufruf gleich im Anschluss. In Lingen steht auch eine Uranfabrik, die ohnehin vom Atomausstieg ausgenommen ist. Sowohl das grüne Bundesumweltministerium als auch die nunmehr rot-grüne Landesregierung eiern in Sachen Stilllegung dieser Anlage – die FDP hat in der Bundesregierung eine bundesgesetzliche Abschaltung abgelehnt. Stattdessen soll nun sogar eine Kooperation zur Herstellung von Brennelementen für osteuropäische, von Russland gebaute AKWs erfolgen, bei der über den französischen Eigentümer Framatome auch die russische Firma TVEL beteiligt werden soll. Einen Antrag muss die niedersächsische Landesregierung jetzt bearbeiten. Bislang sind die konkreten Pläne und Antragsunterlagen jedoch noch nicht veröffentlicht.

Auch die Gruppe Runterfahren.org, die Aktionen des zivilen Ungehorsams plant, engagiert sich für die sofortige Stilllegung der Atommeiler und den Atomausstieg. Zuletzt hatte „runterfahren“ am AKW Neckarwestheim Aktionen durchgeführt.

Auruf zur Demonstration (Dokumentation): 21.1.2023: Kundgebung am AKW Lingen, 13 Uhr – Atomkraftwerke abschalten, Atomgeschäfte beenden!

Bereits vor über zehn Jahren kam die Bundesregierung zu der Erkenntnis, dass Atomkraft gefährlich und unbeherrschbar ist.

Aktuell wurde aber der damals beschlossene Atomausstieg zum 31.12.2022 gekippt. Wegen der Gaskrise mit Russland sollen die deutschen AKW auch 2023 in Betrieb bleiben. Allerdings- ohne erwähnenswert mehr Strom zu erzeugen, als ursprünglich geplant. Nur länger. Nach dem Willen von Teilen der Regierungsparteien und der Opposition auch über Jahre länger. Der politische Druck, den verschobenen Atomausstieg weiter aufzuweichen, wird in den kommenden Wochen wieder stärker werden.

Der Handel mit Uran aus Russland und die Produktion von atomaren Brennelementen bei ANF/Framatome sind vom Atomausstieg gänzlich ausgeschlossen. Regelmäßig erreichen derzeit Uranfrachtschiffe aus Russland die Häfen Rotterdam (NL) und Dünkirchen (F), mit frischem Uran aus Russland für die Brennelementefabrik der französischen Framatome in Lingen. Handelspartner ist der von Putin selbst gegründete Atom-Staatskonzern Rosatom. Hier werden horrende Summen an Geld für Uran direkt in die Kriegskasse des Kremls gespült.

Die Bundesregierung möchte diese brisanten Geschäfte zwar unterbinden, tut aber auf EU-Ebene nichts, um sie zu beenden.

Atomkraft nützt uns in Deutschland nachweislich und wissenschaftlich bestätigt nichts, birgt aber eine Menge – oft unterschätzter – Risiken und Gefahren. Besonders dann, wenn die Atomanlagen alt und abgeschrieben sind. Wie in Lingen, wo bereits 2019 gefährliche Risse in besonders sensiblen Rohren gefunden wurden.

Im Januar wird das AKW Lingen II heruntergefahren, um die Brennelemente für einen Weiterbetrieb umzustecken. Auf eine Überprüfung der Dampferzeugerheizrohre will AKW-Betreiberin RWE aber aus Zeit- und Kostengründen lieber verzichten.

Während RWE hier in Lingen bemüht ist, sich mit der Vermarktung von Wasserstoff ein grünes Image zu verschaffen, macht der Konzern die mit Abstand dicksten Gewinne noch immer mit dem Abbau und der Verstromung von Braunkohle, dem Klimakiller Nummer Eins. Im Tagebau Garzweiler kämpfen derzeit tausende von Klimaaktivisten gegen den Abriss des Dorfes Lützerath und für die Rettung unseres Klimas.

Wir rufen für den 21.1.2023 ab 13 Uhr zu einer Kundgebung am AKW Lingen (Am Hilgenberg) auf:

Das AKW Lingen darf nicht wieder ans Netz gehen! Die Atomgeschäfte mit Russland müssen sofort beendet werden! Umweltpolitik ist auch Friedenspolitik! Solidarität mit den Umweltschützer*innen in Lützi!!

Bündnis AtomkraftgegnerInnen im Emsland (AgiEL) & Elternverein Restrisiko Emsland

Weitere Informationen: https://atomstadt-lingen.de/aktuelles

Zur Teilnahme an der Kundgebung rufen auch auf (Stand 12.01.2022, 12.00 Uhr):

  1. Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
  2. Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
  3. Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
  4. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Kreisgruppe Emsland
  5. Deutsche Sektion der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW)
  6. Sofortiger Atomausstieg (SofA) Münster

Protest hilft: Keine Atommüll-Exporte aus Jülich in die USA

Es ist irre, was in Lützerath geschieht. Die Klimakatastrophe galoppiert. Kriege heizen diese Katastrophe an. Und die Grünen fordern mehr Waffen für Krieg und mehr Braunkohle für was? Und hochradioaktiver Atommüll sollte bis vor kurzem noch als nukleares Angriffsziel von Jülich aus über Nordenham und den Atlantik zur Savannah River Site – einer zivil-militärischen Atom(waffen)Müll-Anlage in den USA. Zahlreiche Proteste – von Bürgerinitiativen über Umweltverbände bis hin zu einigen Akteuren in Fraktionen, Behörden, bei Gutachtern, und einer Kommission von Bundestag und Bundesrat, vermutlich sogar dem Nationalen Begleitgremium und auch anderen – hat schließlich erreicht: Der Atomüllexport ist gestoppt! Viel notwendige Kraftanstrengung, zur Verhindung einer dummen Idee.

Weil die Sicherung des hochradioaktiven Atommülls aus dem ehemaligen Hochtemperatur-Versuchs-Reaktor in Jülich während eines Transports über Straßen und Weltmeere gegen Terrorangriffe entsprechend den geltenden Anforderungen (SEWD) angesichts extrem hoher Gefahrenlagen zu unbezahlbaren Kosten geführt hätten, wurden diese ohnehin unsinnigen Atomtransporte nunmehr endgültig abgesagt. Das hat der Betreiber für die Atommülllagerung in Jülich nun auch gegenüber einer US-Organisation bestätigt. Die Behörden in den USA schweigen zur Absage der Atomtransporte, obwohl sie über Jahre den administrativen und politischen Weg für diese Atommüll-Importe aus Jülich freigeschaufelt hatten. (Foto: Heute nur noch gefährlicher Atommüll –  Die nuklearen Träume von Wirtschaft und Bundesregierung in den 1960er Jahren – technisch, wirtschaftlich und ökologischer Totalschaden. Der AVR Jülich)

Die us-amerikanische Anti-Atom-Organsiation SRS-Watch hat jetzt einen Report über die Geschichte und das Scheitern der geplanten Exporte von hochradioaktivem Atommüll aus einer zivil-militärischen Atomfabrik in Deutschland bilanziert. Der Report „Auf Wiedersehen“ ist hier als PDF und direkt auch hier.  Die Presse-Veröffentlichung ist hier bei SRSwach.org online. Der AVR Jülich – ein Hochtemperatur-Reaktor mit hochangereichertem, atomwaffenfähigem Uran, sollte ein kommerzieller Reaktor „Made in Germany“ und weltweit verkauft werden. Daraus ist aufgrund massiver technischer Probleme – gottseidank – nichts geworden. Dennoch wird dieses Atom-Desaster inzwischen von interessierten Kreisen und in immer neuen Medienwellen als technisch vielversprechende Nuklear-Strom-Quelle angepriesen.

Ob der Atommüll nun in Jülich verbleibt und dort in ein neu zu errichtendes Zwischenlager überführt wird, das sowohl die lokalen sicherheitstechnischen Anforderungen als auch denen eines intensivierten Terrorschutzes genüge tut, ist noch zu klären. Bundesbehörden, Landesinteressen und die Forderungen von Umweltverbänden sind dazu noch weit auseinander.

  • Alles zum Thema „Zwischenlagerung“ von radioaktiven Abfällen. Ein Fass ohne Boden – könnte man sagen 😉

Am Rande der Atomwaffenfähigkeit: Neue Uranbrennstoffe – USA bremst teilweise deutschen Urananreicherer URENCO aus

Die USA sind dabei, neuartige Uran-Brennstoffe zu entwickeln und müssen dabei verloren gegangene technische Fähigkeiten im Atomsektor neu entwickeln. Es geht um die Aufrüstung der gesamten Uran-Verarbeitung inklusive der Anreicherung für Reaktoren und für Atomwaffen. Fast die gesamte Uran-Produktion der USA funktioniert nur noch mit ausländischen Konzernen, vor allem in Russland und Europa. Vor allem mit Blick auf die Atomwaffen-Arsenale ist das für die USA ein erhebliches Problem. Rein technisch könnte ein teilweise deutsches Unternehmen helfen, die URENCO mit Sitz in Gronau.

Dort wird Uran für zivile Atomenergie angereichert, maximal 6,5 Prozent sind innerhalb der Anlagen in der Produktion erlaubt, ausgeliefert werden darf  aber nicht mehr als mit 5 Prozent Anreicherung dieses brisanten Materials. Doch die USA setzen derzeit auf die nationale Karte: America first, das gilt im Atombereich nicht nur für die Republikaner unter Trump, sondern auch für die Demokraten. „Trotz seiner Präsenz im Inland (gemeint ist die USA, umFAIR) wäre es Urenco nach der derzeitigen US-Nichtverbreitungspolitik verboten, Uran für militärische Zwecke zu liefern. Nach US-amerikanischer Auslegung der Verträge kommt das Unternehmen nicht in Frage, da es sich in ausländischem Besitz befindet und die Zentrifugentechnologie des Unternehmens außerhalb der USA entwickelt wurde.“ Das ist eine aktuelle Meldung von PhysicsToday (PT). Der Artikel handelt eigentlich von neuartigen Uran-Brennstoffen, die für die Forschung an neuen Reaktor-Konzepten – vor allem für militärische Zwecke – benötigt werden.

Diese „Neben“-Information ist wichtig, weil URENCO – ein deutsch-britisch-niederländisches Unternehmen – gern geliefert hätte! Und die Bundesregierung – die nach dem Vertrag von Almelo im Kontrollausschuss der URENCO über die ausschließlich zivile Nutzung sitzt – hätte nicht „so richtig“ was dagegen gehabt. URENCO kann die Spaltbarkeit von Uran anreichern. Das können weltweit nur wenige, ist technisch extrem anspruchsvoll und hat immer auch was mit Atombomben zu tun.

  • Im wesentlichen geht es in dem genannten Artikel um den Wiederaufbau der Atommacht USA im Bereich der Uranverarbeitung der eigenen Reaktoren, deren Laufzeit teilweise verlängert werden soll. Außerdem soll der dringend benötigte neue bis ca. 19,75 Prozent angereicherte Uranbrennstoff – sogenannter HALEU, der für die Forschung an neuen kleinen, modularen Reaktoren – sogenannten SMR benötigt wird – in eigener nationaler Regie hergestellt werden. Bislang liefert vor allem Russland diesen Brennstoff. Bei Physics Today heißt es: „The initial phase of the new contract covers final construction of the centrifuge cascade and production of 20 kg of HALEU, in the form of uranium hexafluoride, by the end of 2023. DOE and Centrus will split the $60 million cost. A second phase, funded by DOE at $90 million, calls for delivery of 900 kg by the end of 2024. The contract includes multiple three-year options.“
  • Bedenkt man, dass bei der URENCO mit Standorten in Deutschland, Großbritannien, Niederlande und USA einige zehntausend Tonnen angereichertes Uran herstellt werden und auch der Iran die Anreicherung bestens beherrscht, dann ist schon überraschend, was in den USA derzeit wieder aufgebaut werden muss, wie PT berichtet „Highly enriched uranium, which is considered a proliferation threat, is enriched in uranium-235 above 20%. HALEU has 6–19.75% 235U enrichment, and material at the high end of that range will be necessary to fuel many advanced reactors. Those include the sodium-cooled fast reactor that TerraPower and GE Hitachi Nuclear Energy plan to build in Wyoming with $2 billion in DOE funding and the four high-temperature gas-cooled reactors that X-energy will build with $1.2 billion from DOE. The 2021 Infrastructure Investment and Jobs Act appropriated $2.5 billion of those funds. (See Physics Today, November 2021, page 25.) Both reactor projects are scheduled for completion by 2028.“
  • Es gab Stimmen in den USA, die bereits in der Trump-Zeit dafür plädierten, dass die deutsch-britisch-niederländische URENCO nicht nur die AKWs ausschließlich zur Stromerzeugung beliefert. Auch für die Lieferung von bis 19,75 Prozent angereichertem Uran, also eben noch unter der Schwelle der Atomwaffenfähigkeit, sollte URENCO den Brennstoff für die neue Reaktorforschung liefern. Zumindest teilweise, denn die USA brauchen auch Brennstoff der waffenfähig ist, für die U-Boot- und Flugzeugträger-Reaktoren und natürlich für Sprengköpfe von Atomwaffen. Vor diesem Hintergrund entschieden die USA unter Trump, aber auch dem demokratischen Präsidenten Biden, komplett auf den Aufbau einer neuen nationalen Urananreicherung zu setzen. Physics Today: „The Inflation Reduction Act, enacted in August, appropriated $700 million toward establishing a domestic supply chain for HALEU. DOE anticipates purchasing up to 25 tons of HALEU annually from suppliers in the US for a fuel bank, according to responses posted on 15 November to questions the agency received from industry. In a conference call with investors the week prior, Centrus CEO Daniel Poneman, a former deputy secretary of energy, said that while the appropriation in the new law won’t be sufficient to meet DOE’s plans, it indicates a strong commitment by Congress and the administration to advanced reactors. Given the capacity of Centrus’s 16-centrifuge demonstration cascade and the use of low-enriched uranium feedstock, 25 tons of HALEU production would require 480 of its centrifuges.“ (am besten übersetzen bei deepl.com)

Das Thema neue Uranbrennstoffe ist überaus komplex und hat neben überaus anspruchsvollen chemischen, physikalischen und technischen Schwierigkeiten immer auch die Dimension des Missbrauchs für Atomwaffen. Viele Stimmen gehen weltweit davon aus, dass es eine Trennung von ziviler und militärischer Atomenergie nicht geben kann. Wer in der Lage ist, Atomkraftwerke zu betreiben und die Brennstoffkette technisch zu beherrschen, ist auch in der Lage, Atomwaffen herzustellen oder dies jedenfalls in kurzer zusätzlicher Zeit zu erreichen.

  • Über den Uranbrennstoff HALEU und die Uranium Enrichment Company URENCO auf umweltFAIRaendern.de
  • Atomenergie und URENCO-Uran: Wachsende zivil-militärische Grauzone
  • In einem bzw. künftig zwei Atomreaktoren der USA wird in speziellen Brennelementen vor allem Tritium erzeugt. Die Reaktoren erzeugen zwar auch Strom fürs öffentliche Netz, aber die gesamte Betriebsführung ist auf die Erzeugung dieses Tritiums optimiert. Tritium wird in Atomsprengköpfe eingebaut und erhöht die Wirkkraft um ein Vielfaches. Die Verlagerng der Produktion von Material zur Herstellung von Atomwaffen in vermeintlich zivile Stromreaktoren hatte zu heftigen Protesten geführt, weil damit eine Grenze der zivil-miliärischen Nutzung der Atomenergie überschritten wurde – eigentlich ein schwerer Verstoß gegen die Richtlinien der IAEO. Selbst für einen Atomwaffenstaat gilt, dass die Anlagen und Technologie strikt getrennt voneinander betrieben werden müssen. URENCO hätte gern herkömmliches Uran zur Nutzung in diese Militär-Reakoren geliefert und die Bundesregierung hat dagegen zumindest öffentlich keinen Widerspruch formuliert oder Unwissenheit behauptet. Weitere Informationen über Tritium  für Atomwaffen aus zivilen Reaktoren, die URENCO und die Bundesrepublik Deutschland.

URENCO reichert den spaltbaren Anteil des Uran 235 auf 3-5 Prozent an, damit Brennstoff für den Einsatz in (Leichtwasser-)Atomkraftwerken entsteht. Aber: Mit dieser Technik der Anreicherung in Zentrifugen kann auch Sprengstoff für Atomwaffen hergestellt werden. Das dürfte über den Konflikt mit der Urananreicherung im Iran bekannt sein. Eine Technik und Fähigkeit, die jeden Staat in den berechtigten Verdacht bringt, damit auch wirklich Atomwaffen herzustellen. Weil Deutschland und die Niederlande keine Atomwaffenstaaten sind, ist es URENCO trotz der Beteiligung von Großbritannien aufgrund des Atomwaffensperrvertrages untersagt, Uran für militärische Anwendungen herzustellen. Strenge internationale Regelungen kontrollieren, dass bei URENCO keine Anreicherung für Atomwaffen erfolgt. Die Frage aber ist: Was gehört dazu, bis URENCO militärischen Zwecken dient? Nur die Herstellung von Uran über 20 Prozent Anreicherung des spaltbaren Isotops 235, wie es internationale Regularien und Definitionen z.B. der IAEO vorschreiben? Die USA sagen: Auch die Beihilfe ist zu vermeiden. Was wäre das?

  • Der neue Uran-Konzern, der in den USA für das zivile und militärische Atomprogramm bzw. die Herstellung von Brennstoffen für neuartige Klein-Reaktoren derzeit hochgefahren wird, heißt Centrus Energy.

Es geht um eine elementare Trennung, die kaum funktionieren kann, die aber eine leichtfertige Verbreitung von Atomwaffen extrem teuer macht, deutlich erschwert und damit die Zahl der Atomwaffenstaaten zumindest begrenzt. Aber: Auch der Einsatz von Uranbrennstoff unter 20 Prozent oder sogar unter fünf Prozent kann direkt zur Herstellung von Atomwaffen beitragen oder im Kontext seines Einsatzes direkt militärischen Interessen dienen:

Uran-Reaktoren an Bord von mit Atomwaffen bestückten U-Booten oder auf Flugzeugträgern. Frankreich betreibt seine mit Atomwaffen bestückten U-Boote mit Atomreaktoren, die unter 20 Prozent angereichertes Uran verwenden. Das wäre nach internationalen Standards kein Waffen-Uran. Und URENCO dürfte nach diesen Kriterien möglicherweise bis zu 19,75 Proezent angereichertes Uran herstellen. Frankreich hat aber eigene Anlagen – dank früherer Unterstützung durch URENCO, um dieses Uran selbst herzustellen. Aber: Darf und sollte URENCO nun URAN anreichern, das für U-Boot Antriebe genutzt wird, mit denen Atomwaffen durch die Weltmeere „dampfen“, wenn auf atomwaffen-bestückten us-amerikanischen Booten und Schiffen kein atomwaffenfähiges Uran mehr eingesetzt werden würde?

Schon der Einsatz von „normalem“ Uran in „normalen“ Reaktoren, in denen aber für Atomwaffen notwendige Materialien hergestellt werden, kann wie oben gezeigt militärischen Interessen dienen. Weil die USA keine Militär-Reaktoren mehr haben, war dort URENCO im Gespräch, um „normales“ Uran für einen Reaktor zu liefern, in dem Tritium als Booster für Atomwaffen erzeugt wird. Die USA haben – unter Trump – auf diese Lieferungen von URENCO verzichtet. Auch, um die Kosten für den Aufbau einer rein amerikanischen Wiederaufarbeitung zu rechtfertigen. Auch eine Variante von „America First“.

In Deutschland werden vielfach sogenannte SMR (Smart-Modular-Reactors) als der „neue hippe Schrei“ einer vermeintlichen Renaissance der Atomenergie verkauft, beworben und schön geredet. Dass damit auch U-Boot-Antriebe und Uran-Motoren für militärische Einrichtungen gemeint sind, wird eher selten wahr genommen. Dass in der Grauzone dieser Technologieforschung mit Dual-Use – militärischen Aspekten – ein Unternehmen wie URENCO, mit einem Unternehmenszweig in Deutschland, NRW, Gronau sich neue Geschäftsfelder verspricht, erwartet, erhofft – eigentlich nicht überraschend. Aber kaum mediales Thema. Dabei ist die technische Fähigkeit Deutschlands, bei URENCO in Gronau jederzeit auch atomwaffenfähiges Uran für militärische Zwecke herstellen zu können, sicherlich vielen anderen Staaten auf der Weltbühne bekannt und wird dort auch als machtpolitisches Mitspracherecht einer nuklearen Macht im Wartestand interpretiert.

  • Alles zu SMR-Reaktoren auf umweltFAIRaendern.de
  • URENCO ist mit seiner Uranfabrik in Gronau bis heute vom Atomausstieg ausgenommen und versorgt Atommeiler von vier Standorten aus mit Uranbrennstoff. Auch die benachbarte Uranfabrik in Lingen, die Brennelemente aus Uran-Brennstoff fertigt, ist vom Atomausstieg ausgenommen. In der großen Koalition haben die Grünen gegenüber der FDP auf eine Stilllegung der Anlagen nach Atomrecht verzichtet. URENCO entwickelt eine eigene Uran-Batterie.

Geld spielt keine Rolle: Militärisch motivierte neue Reaktoren als Atombatterien

Milliarden-Beträge stecken Staaten und Unternehmen in Canada, den USA, in China, Russland, Großbritannien und auch Frankreich sowie vielen anderen Staaten, in diese Forschung. Angetrieben werden diese Entwicklungen nicht, weil sie billig oder preiswert oder einfache Lösungen für die Energieversorgung wären. Wind und Sonne mit Batterien sind echt leichter. Aber: Mit militärische Anwendungen in den Basen, auf Schlachtschiffen und U-Booten und von Waffensystem, Drohnen, Sensoren, Clouds zur Datenverarbeitung: Es braucht immer mehr Stromversorgung, um Militärlager und Bewaffnung sowohl auf der Basis zuhause, als auch in schwierigen Lagen und Ländern und bei „Operationen“ gewährleisten zu können.

Dafür werden mit neuen Uran-Brennstoffen neue Reaktor-Konzepte erforscht, die kleinen Uran-Batterien ähnlich sein sollen. Einmal eingeschaltet, möglichst um fünf Jahre lang als geschlossemes wartungsfreies System funktioneren. Die hat sogar vielleicht Klima-Vorteile: Die Versorgung mit Diesel, Öl oder Kohle-Strom und Wärme und der damit verbundene logistische und finanzielle Aufwand der Versorgung militärischer Einrichtungen mit diesen fossilen Brennstoffen könnte entfallen. Damit auch die mit den Versorgungsrouten verbundenen Verwundbarkeiten und Kosten.

Die Einsparungen, die hier entstehen könnten, sind die Gegenrechnung was die Kosten künftiger neuer Atomreaktor-Techniken angeht. Möglicherweise ist das der Hintergrund, warum unternehmen von Musk und Gates – aber auch viele andere weltweite Akteure mit viel Geld diese neuen Militär-Reaktoren erforschen, entwickeln und bauen wollen. Auch mit dem Hintergedanken: Gelingt es über die militärischen Interessen an dieser Technik, Modelle zur Serienreife zu entwicklen, dann könnten nach einer erweiterten militärischen Anwendung – wo Geld nur in Grenzen Bedeutung hat – durch Fertigung in hohen Stückzahlen auch Anwendungen im zivilen Bereich, bei der Rohstoffförderung in abgelegenen Regionen der Welt oder für Städte in Polargebieten entstehen. Und für viele Staaten könnte ein solcher kleiner Modul-Reaktor auch nur eine schmutzige Atomwaffe sein, besser die, als nichts was radioaktiv ist.

Teilweise deutsche URENCO plant weiter für neue Uranmärkte

Über URENCO wird bei physicstoday vor diesem Hintergrund berichtet – mit Unterstützung der Übersetzung von deepl.com: „Urenco, das europäische Konsortium, das die einzige Urananreicherungsanlage in den USA betreibt, verfolgt unterdessen ebenfalls Pläne zur Herstellung von HALEU. Nach Angaben von Magnus Mori, Vizepräsident für Marketing und Vertrieb, will Urenco die HALEU-Kapazitäten entweder in seiner Anlage in Eunice, New Mexico, oder in einer Anlage in Capenhurst, Großbritannien, erweitern. Mit einem Kostenaufwand von 250 bis 400 Millionen Dollar könnte Urenco Material mit einer Anreicherung von bis zu 20 % produzieren, so Mori auf der Wintertagung der American Nuclear Society in Phoenix, Arizona, am 14. November. Das Projekt würde sechs bis sieben Jahre dauern, einschließlich der Zeit, die für die Ausarbeitung eines Lizenzantrags und die behördliche Genehmigung erforderlich ist, sagte er. Mori erklärte gegenüber Physics Today, dass eine Entscheidung über den Bau des Reaktors erst nach Abschluss der laufenden Planungs- und Konstruktionsarbeiten getroffen werden wird.“

Ich hoffe, bei Übersetzungen bzw. Übertragungen einer US-Debatte um die militärische Seite der Atomenergie und neuer Uranbrennstoffe sind solche längeren übersetzten Zitate zulässig, ohne urheberrechtliche Konsequenzen befürchten zu müssen.

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